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Leasingfahrzeug privat genutzt


09.04.2007 11:55 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Marcus Schröter, MBA



Hallo Ratgebender,

folgende Situation:

Ich muss mir ein neues Auto kaufen, da mein Altes nicht mehr über den TÜV kommt. Leider sind meine finanziellen Mittel sehr begrenzt, ich könnte mir jedoch eine Leasingrate leisten, jedoch ohne Anzahlung.

Nun hat mir mein früherer Arbeitgeber, mit dem ich seit meinem Arbeitsplatzwechsel vor ca. 3 Jahren (wir haben uns sehr freundlich im Guten getrennt) sporadisch Kontakt habe, mir angeboten ein Fahrzeug für mich zu leasen (Bessere Leasingkonditionen und Rabatte für Firmen und bessere Bonität als meine).

D.h. er würde ein Fahrzeug auf die Firma leasen, ich würde es versichern (falls möglich) und ich würde ihm die Raten bezahlen.

Meine Fragen:
Ist eine solche Konstellation steuerlich problematisch, bzw. was für Konsequenzen könnte dies bedeuten, wenn das Finanzamt davon wüsste.

Oder anders gefragt, was müsste ich und mein ehemaliger Chef machen, bzw. beachten (Stichwort Vorsteuerabzug, geldwerter Vorteil, ggf. Lösung er kauft Auto und vermietet an mich oder Ähnliches usw), damit die Sache OK geht?

Viele Grüße und vielen Dank für eine Beantwortung.

Sehr geehrter Ratsuchender,

Ihre Anfrage beantworte ich auf Grundlage Ihrer Angaben wie folgt:

Der Abschluss eines Leasingvertrages über ihren Arbeitgeber ist aus steuerlicher Sicht dann nicht problematisch, wenn die Leasingraten mit Umsatzsteuer an Sie weiter gereicht werden.

D.h. Ihr ehemaliger Arbeitgeber schließt einen Leasingvertrag (ohne Anzahlung) für das betreffende Auto ab. Die Leasingraten werden von ihm entrichtet und an Sie inkl. Ust. weiter gegeben. Danach gleichen sich gezahlte Vorsteuer und Umsatzsteuer für ihren Arbeitgeber aus, so daß keine Differenz aus der Umsatzsteuer für ihren ehemaligen Arbeitgeber entsteht.

Da Sie Benzin und auch Versicherungsleistungen selbst begleichen, ist auch kein geldwerter Vorteil zu versteuern, da Sie das Fahrzeug (Leasingraten und Nebenkosten) bezahlen. Hinsichtlich der KfZ-Steuer sollten Sie diese im Innenverhältnis begleichen.

Mögliche Probleme könnte es aus meiner Sicht nur im Hinblick mit der Leasinggesellschaft geben, da das Fahrzeug nicht betrieblich genutzt wird. Dies wäre im Vorfeld abzustimmen. Weiterhin sollten Sie mit Ihren ehemaligen Arbeitsgeber einen entsprechenden Nutzungs- bzw. Mietvertrag über das Kfz schließen, insbesondere für die Frage der Nutzungsdauer, bei Unfällen, Nutzung im Ausland etc. Aus steuerlichen Gesichtspunkten halte ich die Variante über das Leasing einfacher als ein Erwerb des Fahrzeuges mit einer anschließenden Weitervermietung.

Ich hoffe Ihnen einen ersten Überblick verschafft zu haben und stehe Ihnen für eine weitergehenden Beartung (Kfz-Mietvertrag) gerne zur Verfügung.

Mit besten Grüßen

RA Schröter
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