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Leasingfahrzeug Mangelhaft, oft in Werkstatt, Rückabwicklung möglich?

04.03.2019 14:03 |
Preis: 40,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Zusammenfassung: Rückabwicklung eines Leasingvertrags

Guten Tag,

am 30.05.2018 habe ich als Inhaber meiner Einzelfirma ein Fahrzeug (Alfo Romeo Stelvio) in einem Autohaus geleast.

48 Monate
25.000km /Jahr
+ Wartung und Verschleiß

542,84€ netto/m o. Anzahlung

Am 15.10.2018 war das Fahrzeug zum ersten mal in der Werkstatt bei Ihnen. Grund „ Fahrzeug sprang nach einigen Tagen nicht mehr an". Fehler wurde angeblich gefunden „Alarmanlagenmodul sei defekt gewesen".
Am 17.10.2018 wurde das Fahrzeug abgeholt und der Fehler trat am 19.10.2018 erneut auf. Nach vielen Versuchen die Batterie zu laden und zu überbrücken kam das Auto nun am 22.11.2018 wieder in die Werkstatt. Nach langem suchen und hin und her wurde der Fehler angeblich gefunden „ Schalter an der Heckklappe hat Strom gezogen".
Zu allem Überfluss, musste ich bis 19.12.2018 warten bis der defekte Motorhauben Zug aus Italien kam . Sodass ich den Stelvio am 21.12.2018 nun endlich wieder abholen konnte.

Nunmehr 24 Stunden später, gingen die Probleme erneut los. Der Stelvio springt nun tadellos an, aber auf der Fahrt nach Ansbach am 22.12.2018 gegen 16:30 Uhr. Spielten die Lichter des Fahrzeuges verrückt. (Blinker gingen nicht mehr, Abblendlicht ging aus sobald man die Bremse betätigt hat, Tagfahrlicht und Kennzeichenleuchte flackerten, Bremslicht leuchtete konstant bei Fahrt und nun Leuchten die Rücklichter bei abgesperrten Fahrzeug und lassen sich nicht mehr ausschalten.

Grund für das alles, war eine Dichtung die den Beifahrerfußraum nicht abgedichtet hat und das Bordelektroniksteuergerät mit Wasser in Kontakt kam.

Das Autohaus hat mir folgende Vorschläge unterbreitet:

Vorschlag 1:
Bisheriges Fahrzeug wurde repariert und ich kann diesen nun wieder weiterfahren.

Vorschlag 2:
Eine Rückabwicklung mit Alfa und den Vertrag beenden

Vorschlag 3:
Sonderablöse vom Autohaus bei Leasingbank und ich würde einen Neuwagen bekommen

Ich habe mich für den Vorschlag 3 entschieden. Nun die Rückmeldung vom Autohaus, die Sonderablöse würde sich mit dem Restwert nicht decken und daher sehen Sie von diesem Vorschlag ab.


Nun weiß ich wirklich nicht mehr was ich weiter unternehmen kann! Ich möchte eigentlich gerne eine Rückabwicklung machen, da ich mir nicht mehr sicher sein kann, was an diesem Auto noch alles kommt.
Ich bin sehr viel unterwegs und ich kann mich auf diese Auto einfach nicht mehr verlassen.

Gruß Manuel Müller
04.03.2019 | 14:44

Antwort

von


(258)
Hopfengartenweg 6
90451 Nürnberg
Tel: 091138433062
Web: http://www.frischhut-recht.de
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

ich gehe davon aus, dass Sie mit der begehrten Rückabwicklung den Rücktritt vom Kaufvertrag meinen. In den weit überwiegenden Leasingverträgen ist eine umfassende Abtretung der gesetzlichen Gewährleistung vom Leasinggeber an den Leasingnehmer vereinbart. Sie stehen als Leasingnehmer gegenüber dem Händler daher rechtlich einem Käufer gleich.

Soweit die gesetzlichen Voraussetzungen für einen Rücktritt bestehen, können Sie mithin vom Kaufvertrag zurücktreten. Ihren Angaben zur Folge ist das Fahrzeug jedoch aktuell sachmangelfrei (siehe Vorschlag 1). Insoweit dürften Sie ein Recht zum Rücktritt erst haben, wenn das Fahrzeug erneut mangelbedingt ausfällt. Ein weiterer Nachbesserungsversuch wäre Ihnen dann nicht mehr zumutbar.

Beachten Sie, dass Sie im Falle einer Rückabwicklung des Kaufvertrags auch die Interessen Ihres Leasinggebers als Ihren direkten Vertragspartner zu beachten haben. Hier ist daher eine enge Abstimmung mit dem Leasinggeber anzuraten. Keinesfalls sollten Sie z.B., nachdem Sie dem Händler den Rücktritt vom Kaufvertrag erklärt haben, die Zahlung Ihrer Leasingraten einstellen. Soweit der Händler Ihren Rücktritt nicht akzeptiert und Ihnen die Kaufpreiserstattung verweigern sollte, so sind Sie nach Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs nur dann berechtigt, die Zahlung der Leasingraten vorläufig einzustellen, wenn Sie den Ihnen übertragenen Anspruch auf Kaufpreisrückzahlung klageweise gegen den Händler geltend machen, vgl. BGH, Az.: VIII ZR 317/09.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Mikio Frischhut

ANTWORT VON

(258)

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90451 Nürnberg
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