Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.252
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Leasing-Vertrag mit Kauf-Zwang?


13.08.2007 16:17 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht



Folgende Frage: ich habe vor knapp 3 Jahren ein Fahrzeug des Herstellers Audi über das Audi (VW)-Leasing geleast. Mit Anzahlung, monatlichen Raten und festgeschriebenem Restwert. Damals unterzeichnete ich eine Klausel, dass ich das Fahrzeug nach Vertragsende kaufen werde, wenn dies vom Leasinggeber verlangt würde. Auf telefonische Nachfrage hieß es damals, dies sei eine "reine Formalie" und (sinngemäß) es würde natürlich ein normales Leasing mit Rücknahme des Fahrzeuges erfolges.
Jetzt staunte ich nicht schlecht, als mir ohne weitere Erläuterungen ein Kaufvertrag für das gebtrauchte Leasingfahrzeug ins Haus flatterte. Auf telefonische Nachfrage hieß es, das hätte ich ja damals unterschrieben und nun sei ich verpflichtet, das Fahrzeug auch zu kaufen.
Ohne naiv sein zu wollen, wird hier doch aus meiner Sicht der Leasing-Vorgang ad absurdum geführt. Zumal im Vertrag seitenlang erläutert wird, wie die Rücknahme des Fahrzeuges erfolgt. Erst ganz am Ende kommt der Hinweis, dass der Leasinggeber einen Kauf verlangen kann (die "reine Formalie"!!!)
Der besondere Clou: Vor wenigen Tagen habe ich, erneut bei Audi, einen neuen Leasingvertrag unterschrieben und ein Neufahrzeug entsprechend bestellt.
Meine Frage: Muss ich tatsächlich das alte Leasing-Fahrzeug kaufen? Oder gibt es eine Handhabe gegen dieses aus meiner Sicht absolut willkürliche Vorgehen der Leasingegesellschaft?

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrter Ratsuchender,

vorweg möchte ich Sie darauf hinweisen, dass diese Plattform nur dazu dienen soll, Ihnen einen ersten Eindruck der Rechtslage zu vermitteln. Die Leistungen im Rahmen einer persönlichen anwaltlichen Beratung/Vertretung können und sollen an dieser Stelle nicht ersetzt werden.

Durch Weglassen oder Hinzufügen von wesentlichen Tatsachen kann die Beurteilung Ihres Anliegens anders ausfallen. Es können nur die wesentlichen Aspekte des Falles geklärt werden.

Aufgrund Ihrer Angaben beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

Ihren Angaben entnehme ich, dass Sie einen Leasingvertrag mit „Verkaufsoption“ des Leasinggebers geschlossen haben. Diese Verkaufsoption nennt man Andienungsrecht. Demnach kann der Leasinggeber durch einseitige!! Erklärung das Fahrzeug nach Beendigung des Leasingvertrages an Sie verkaufen, ohne dass es einer weiteren Willenserklärung Ihrerseits bedarf.

Dieses Andienungsrecht ist Vertragsbestandteil. Daher erscheint es schwierig, sich diesem Recht des Leasinggebers zu entziehen, gerade weil diese Vereinbarung nicht unüblich ist.

Auch das von Ihnen beschriebene Telefonat ändert an dieser Lage nichts. Zwar hat ein Mitarbeiter das Andienungsrecht als reine Formalie dargestellt, aber Sie haben dennoch den Vertrag unterschrieben. Eine (Teil)Anfechtung des Vertrages z.B. wegen Irrtums scheint nicht aussichtsreich, da Sie ja eigentlich wussten, welches Recht Sie dem Leasinggeber einräumen. Ob Sie dabei (gutgläubig) davon ausgegangen sind, man werde von diesem Recht keinen Gebrauch machen, ist aus juristischer Sicht unerheblich.

Die Aussage, es werde ein normales Leasing mit Rücknahme erfolgen, könnte als mündliche Vertragsergänzung ausgelegt werden. Dieses Gespräch hätten Sie jedoch zu beweisen, was nach jetziger Einschätzung schwierig bis unmöglich erscheint. Daneben ist fraglich, ob der Vertrag mündliche Nebenabreden überhaupt zulässt.

Daher schätze ich die Aussichten, Ihrem Problem Abhilfe zu schaffen sehr schlecht ein.

Sie können aber versuchen, den Leasinggeber auf Kulanzebene dazu zu bringen, das Andienungsrecht nicht zu nutzen, da Sie ja bereits ein weiteres Fahrzeug geleast haben.

Ich bedauere, Ihnen keine positivere Antwort geben zu können und hoffe, Ihnen einen ersten Eindruck der Rechtslage verschafft zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Kerres
- Rechtsanwalt -
FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60143 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Sehr schnelle und hilfreiche Antworten. Kompetent und freundlich. So wünscht man es sich als Mandant. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Sehr hilfreiche Informationen. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Vielen Dank für die schnelle und ausführliche, sehr gute Antwort. ...
FRAGESTELLER