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Leasing PKW mit Mangel

18.04.2014 15:41 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Sehr geehrte Damen und Herren,

in August 2013 habe ich ein PKW geleast. Beim Vertragsabschluss sagte mir der Vertragspartner, dass sich bei den Bremsen des PKWs Flugrost gebildet hätte. Dies wäre jedoch normal, da der Wagen längere Zeit nicht gefahren worden war.

Nachdem ich den Wagen aber ein paar Monate lang regelmäßig gefahren hatte, stellte ich fest, dass die Scheiben nach wie vor rostig waren. Das Bremsverhalten wurde schlechter. Dies mahnte ich beim Leasinggeber im November 2013, Januar 2014 und Februar 2014 an. Die Werkstatt des Leasinggeber meinte jedoch nach wie vor, Flugrost sei normal und nach ein paar mal Bremsen wieder verschwunden.

In Februar 2014 bin ich zu einer TÜV-Werkstatt gefahren um dort die Bremsen überprüfen zu lassen. Hier stellten der Prüfer fest, dass die Bremsen nicht mehr benutzbar waren. Der "Flugrost" hätte bereits Narben auf der Scheibe verursacht. Der Wagen könnte so nicht mehr gefahren werden.

Vor der Lieferung des PKW wurde in August 2013 durch den Leasinggeber eine TÜV-Prüfung durchgeführt. Im Prüfbericht steht "Bremscheiben: Tragbild eingeschränkt".

Frage:
1) Hätte der Leasinggeber von vornherein nicht die Bremsen auswechseln müssen, wenn die TÜV-Prüfung auf Einschränkung hingedeutet hat?
2) Habe ich wegen dem Schaden irgendwelche Ansprüche gegen den Leasinggeber?

Vielen Dank

Mit freundlichen Grüßen


-- Einsatz geändert am 18.04.2014 15:48:03

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Der Leasinggeber hat im Rahmen des Leasingvertrages für die Mangelfreiheit des Fahrzeugs bei Übergabe gerade zu stehen. Ein Mangel wäre dann zu bejahen, wenn das Fahrzeug nicht die vereinbarte Beschaffenheit aufweisen oder sich nicht zur vertragsgemäßen Verwendung eignen würde. Unter letzterem ist die Möglichkeit zu verstehen, das Fahrzeug verkehrssicher zu führen.

In diesem Sinne wäre ein Mangel dann zu verneinen soweit es sich tatsächlich nur um Flugrost handelte. Es ist nämlich so, dass Rost normalerweise als typischer Verschleiß anzusehen ist, welcher von der Sachmängelgewährleistung zunächst einmal ausgeschlossen ist. Ihre Schilderung deutet jedoch darauf hin, dass eine darüber hinaus gehende Problematik vorliegt. Es erscheint jedenfalls nicht plausibel, dass Flugrost zu einer derartig beschleunigten Abnutzung führt. Somit liegt meiner (laienhaften technischen) Einschätzung nach ein unüblicher hoher Verschleiß vor, der wiederum als Mangel zu betrachten ist.

Hinzu kommt, dass sich der Leasinggeber spätestens nach Ihren Hinweisen damit rechnen musste, dass hier kein einfacher Flugrost vorliegt. Hätte er sich der Angelegenheit sachgerecht angenommen, hätten die als Folgeerscheinung auftretenden Narben auf der Bremsscheibe verhindert werden können. Dies stellt einen Verstoß gegen die Nebenpflichten des Verkäufers dar, im Rahmen der Vertragsabwicklung mit Rücksicht auf Ihre Interessen zu handeln.

Ich weise jedoch darauf hin, dass es sich hier nur zum Teil um eine juristische Frage handelt. Die technischen Fragen müssten gegebenenfalls durch einen Sachverständigen geklärt werden (liegt normale Abnutzung vor oder nicht?), so dass eine abschließende rechtliche Beurteilung im Rahmen dieser Beratung nicht erfolgen kann. In einem Gerichtsverfahren wäre die Einholung des Gutachtens mit zusätzlichen Kosten verbunden. Dies ist im Hinterkopf zu behalten.

Es spricht jedoch viel dafür, dass Sie Gewährleistungsansprüche geltend machen können. Fordern Sie den Leasinggeber daher dazu auf, dass er Ihnen neue Bremsscheiben einbaut. Sollte er dies ablehnen, können Sie den Einbau durch einen Dritten vornehmen lassen und ihm die Kosten in Rechnung stellen. Sie müssen jedoch damit rechnen, dass der Leasinggeber Abzüge Neu-für-Alt vornehmen wird.

Sollten Sie weiteren Beratungsbedarf in der Angelegenheit haben, stehe ich Ihnen gerne zur weiteren Vertretung zur Verfügung. Das hier gezahlte Honorar würde auf die weiteren anfallenden Gebühren angerechnet werden. Kontaktieren Sie mich einfach unter der angegebenen E-Mail-Adresse.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

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