Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.084
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Laubfallentsorgung


17.02.2005 11:35 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle



Mein Grunsstück grenzt zur Westwindseite an öffentliches Strassenbegleitgrün.Im Abstand von ca.5 Meter stehen auf diesem Grün mehrere riesige Eichen.Das Laub dieser Bäume wird durch den ständigen Westwind gegen meine Grünhecke und auf mein Grundstück getrieben und verstopft permanennt die Dachrinnen meines Hauses.Im letzten Herbst habe ich ca.60 Großmüllsäcke zur städtischen Deponie schaffen müssen,um wenigstens einiges Laub zu entfernen.Kosten für die Rinnenreinigung durch einen Fachbetrieb bis jetzt c.300 .Der Senator für Bau,Umwelt und Verkehr in Bremen lehnt eine Diskussion mit Hinweis auf ein Urteil des Landgericht Nürnberg/Fürth vom 23.Mai 2000 Az.13S 10117 ab.
Sehr geehrter Ratsuchender,

um es vorweg zu nehmen; Sie werden Pech haben.

Beeinträchtigungen hinsichtlich des Laubfalles sind dann hinzunehmen, wenn sie ortsüblich und nicht wesentlich sind.

Über das Ortsüblich braucht man sich nicht zu unterhalten.

Zunächst dachte ich auch, dass bei Ihrer Schilderung hier das Merkmal "wesentlich" deutlich überschritten ist, so dass nochmals die Rechtsprechung durchsucht worden ist; leider zu Ihrem Nachteil:

Nach den Urteilen des OLG Nürnberg 12 U 2174/00 und 3 U 412/99 sowie das Urteil des LG Nürnberg 13 S 10117/99 ist auch bei dem starken Lauffall, wie Sie ihn schildern (und er ärgerlich ist), dieses nicht wesentlich ist, da die Beeinträchtigung nur wenige Wochen im Jahr bestehen würde.

Nach der derzeitigen Rechtsprechung werden Sie mit der Beeinträchtigung und den Kosten leben müssen.

Nun gibt es aber ein weiteres Urteil des OLG Frankfurt 14 U 124/86, wonach bei Verstopfung der Dachrinnen eine wesentliche Beeinträchtigung doch vorliegen kann.

Viellleicht sollten Sie mit Angabe des Urteils nochmals mit dem Senator für Bau, Umwelt und Verkehr ein Gespräch versuchen, um wenigstens eine Teilbeteiligung an den Kosten zu erlangen.

Ich bedauere, Ihnen keine günstigere Mitteilung machen zu können.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle

Nachfrage vom Fragesteller 17.02.2005 | 15:19

Danke zunächst für die leider negative Antwort.Kann ich das zitierte Urteil des OLG Frankfurt 14 U 124/86 irgendwie vielleicht im Internet herunterladen oder sonstwie bekommen?
Mit freundlichem Gruß Heinz Bruns

PS.Für alle Fälle meine Fax-Nr. 0421/ 2775848

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 17.02.2005 | 15:24

Faxe ich Ihnen zu

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60078 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Ausführlich, verständlich und klar geschrieben. Sehr zufrieden. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Herr RA Vasel erschien mir sehr kompetent, da er auch bei angedachtem weiteren Verfahren meines Steuerberaters fundierte Bedenken, gerade paradoxerweise bezüglich eventuell sich daraus ergebender steuerlicher Nachteile, hatte ... ...
FRAGESTELLER
3,2/5,0
Ohne Paragraphenangabe, alles pi x Daumen, man hätte zb § 850d ZPO oder sowas erwähnen können, Frage wurde obendrein unvollständig beantwortet aber Alles in Allem eine kleine Übersicht, musste im Endeffekt trotzdem alles Nachschlagen ... ...
FRAGESTELLER