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Laubbaum in Hamburg - Nachbar will Rückschnitt

| 03.10.2016 19:31 |
Preis: ***,00 € |

Nachbarschaftsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Zusammenfassung: Rechte des Nachbarn bei Überwuchs und Laubfall

Guten Tag,

Wir haben eine Frage zu Hamburgs Baumgesetzen.

Wir haben im Vorgarten eine fast 90jährige Birke, die einen Abstand zum Nachbarn von über 4 Metern hat.

Im Laufe der Jahrzehnte ist jetzt die Krone mit einigen Zweigen, nicht Ästen, ab einer Höhe von 8 - 10 Metern über Nachbars Grenze gewachsen. Der Nachbar ist vor einigen Jahren zu uns ins Grüne gezogen und stört sich jetzt am fallenden Laub. Er verlangt von uns den Rückschnitt des Überwuchses in dieser schwindelerregenden Höhe.

Frage: Müssen wir die Zweige wirklich zurückschneiden? Der Baum war schließlich schon vor seinem Einzug da.

Insgesamt ist rundherum höher Baumbestand anzutreffen, auch an der an sein Grundstück grenzenden Straße, die Laub auf sein Grundstück weht.

Bitte geben Sie uns Hinweise mit evtl. einschlägigen Paragraphen. Vielen Dank im Voraus.
03.10.2016 | 20:42

Antwort

von


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Sehr geehrte Fragestellerin,

gemäß § 1004 Abs. 1 BGB kann der Eigentümer eines Grundstückes vom Nachbarn im Grundsatz verlangen, dass dessen Bäume nicht auf das eigene Grundstück überwachsen und dass von dort kein Laub auf das eigene Grundstück fällt. Allerdings ist der Anspruch gemäß § 1004 Abs. 2 i.V.m. § 906 BGB ausgeschlossen, wenn Überwuchs und Laubfall geringfügig und ortsüblich sind. Insofern spielt eine Rolle, ob der Laubfall spürbaren Mehraufwand Ihres Nachbarn bei der Grundstückspflege verursacht und wie der Bewuchs in der Umgebung beschaffen ist ("im Grünen") und wieviel Laub sonst aus der Umgebung auf das Grundstück gelangt. Überdies verjährt dieser Anspruch gemäß §§ 195, 199 BGB in drei Jahren nach dem Überwuchs der Äste und Ihr Nachbar müsste sich entsprechende Zeiten des Überwuchses aus der Besitzzeit seines Voreigentümers zurechnen lassen.

Unabhängig davon hat der Eigentümer gemäß § 910 Abs. 1 BGB ein Selbsthilferecht gegen überwachsende Baumbestandteile, das auch nicht der Verjährung unterliegt. Dieses Recht ist wiederum ausgeschlossen nach Absatz 2 der Vorschrift im Falle der Geringfügigkeit, Die Kriterien sind dieselben wie oben. Wenn also nicht Geringfügigkeit vorliegt und Sie einer Aufforderung zum Rückschnitt nicht nachkommen, obwohl der Anspruch besteht, kann der Nachbar die überhängenden Äste auf Ihre Kosten entfernen lassen.

Ich kann Ihren Fall ohne Ortsbesichtigung nicht abschließend beurteilen. Aber für Gergingfügigkeit sowie Ortsüblichkeit und gegen einen Anspruch Ihres Nachbarn sprechen nach Ihrer Schilderung der Zeitablauf, die grüne Umgebung, Laubeinfall von anderen Stellen und die Geringfügigkeit des Überwuchses sowie auf der anderen Seite der offensichtich erhebliche Aufwand, der für einen Rückschnitt erforderlich wäre.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen mit dieser Auskunft behilflich sein.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Martin Schröder

Bewertung des Fragestellers 03.10.2016 | 20:55

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