Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Laub entfernen auf Gemeinschaftsfläche und auf Gehweg

| 19. September 2022 19:21 |
Preis: 75,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von


Mir wurde per Notarsurkunde bei der Scheidung das ehemalige Familienhaus bis 31.12.2022 zugesprochen. Es ist notiert, dass ich unentgeltlich unter Übernahme der Hausnebenkosten, wie sie auch von einem Mieter zu tragen sind, dort wohnen darf. Zur Übernahme von Gartenarbeiten ist nichts notiert.
Das Einfamilienhaus liegt im vorderen Teil eines doppelt bebauten Grundstückes. Die Teilung der beiden Grundstücke erfolgte wie bei zwei Eigentumswohnungen per Sondereigentumsrecht. Die Einfahrt gehört beiden Parteien. Es ist noch notiert, dass das vordere Grundstück, also das ich zur unentgeltlichen Nutzung erhalten habe, verpflichtet ist, den Gehweg an der Grundstücksgrenze sauber zu halten. Sozusagen als Leistung für die Stadt. Als reine Mieterin würde ich über diese internen Regelungen normalerweise nichts wissen. Da ich aber 16 Jahre als Eigentümer-Ehefrau dort gewohnt habe, kenne ich natürlich den Wortlaut in dem Kaufvertrag.

An der Grenze zur Einfahrt steht auf dem Nachbarsgrundstück ein riesiger Kastanienbaum. Die Hälfte der Blätter und Kastanien fallen auf den vorderen Teil der Einfahrt. Ich habe nun viele Jahre die Blätter und Kastanien als Eigentümer-Ehefrau gesammelt und entsorgt. Da ich wegen der Trennung und Scheidung nun ausziehen muss und auch keine Eigentümer-Ehefrau mehr bin, möchte ich gerne wissen, ob ich verpflichtet bin, weiterhin die Blätter und Kastanien aufzusammeln? Wenn alles mein Grundstück wäre würde ich das bejahen. In der Konstellation mit dem doppelt bebauten Grundstück und mit der speziellen Regelung gegenüber der Stadt zur Reinhaltung des Gehweges bin ich mir allerdings unsicher. Da alles doch sehr viel Arbeit ist und ich auch viele Müllsäcke kostenpflichtig zur Entsorgung fahren muss, möchte ich mir die Arbeit in meiner neuen Funktion als „Mieterin" nur machen, wenn ich das denn auch muss. Wie ist hier die rechtliche Situation? Welche Verpflichtung habe ich?

19. September 2022 | 21:30

Antwort

von


(1285)
Wichlinghauser Markt 5
42277 Wuppertal
Tel: 0202 697 599 16
E-Mail:
Diese Anwältin zum Festpreis auswählen Zum Festpreis auswählen

Sehr geehrter Fragesteller,

auf Grundlage der durch Sie mitgeteilten Informationen beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

Die Pflicht zum Schneeräumen und auch zur Entfernung von Blättern trifft immer grundsätzlich den Eigentümer.

Nur wenn diese Pflicht ausdrücklich auf den Mieter übertragen wird trifft ihn diese Pflicht. Also wenn die Pflicht in Ihrem Fall nicht ausdrücklich auf Sie übertragen wurde, dann sind Sie nicht zur Räumung oder Entsorgung verpflichtet.

Das bedeutet, dass in Ihrem Fall der Eigentümer dazu verpflichtet ist die Blätter zu entfernen.

Mit freundlichen Grüßen
-Rechtsanwältin-


Rückfrage vom Fragesteller 19. September 2022 | 21:52

Im Internet konnte ich nachlesen, dass bei einem Einfamilienhaus der Garten immer als mit vermietet gilt, solange nichts anderes notiert ist und deshalb grundsätzlich einfache Gartenarbeit wie den Rasen zu mähen, Laub zu Harken oder Wege zu fegen vom Mieter auszuführen sind. Wie bringe ich diese Information mit Ihrer Antwort zusammen?

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 20. September 2022 | 06:03

Sehr geehrter Fragesteller,

gerne nehme ich noch ergänzend Stellung:

Den Weg an der Grundstücksgrenze habe ich in Ihrem Fall so verstanden, dass es sich dabei um den öffentlichen Weg handelt und die Stadt diese Pflicht dem Eigentümer auferlegt hat. Insoweit sehe ich Sie ohne explizite Verpflichtung nicht als verantwortlich an.

Was die Beeinträchtigungen durch den Kastanienbaum betrifft so halte ich diese nach Ihrer Schilderung nicht für etwas was in den Zuständigkeitsbereich des Mieters fällt, da der Aufwand den Sie schildern darüber hinaus gehen dürfte. Insbesondere weil Sie von vielen Säcken sprechen und ich insoweit in Ihrem Fall auch für möglich halten würde, dass Sie bereits als Eigentümer nicht dazu verpflichtet wären das auf eigene Kosten zu übernehmen. Als Person in der Rolle einer Mieterin dann also erst Recht nicht. Das ergibt sich in Ihrem Fall aus dem ungewöhnlich hohen Aufwand für diese Arbeiten.

Sie dürfen mir gerne noch einmal eine Mail schreiben welchen Umfang die Gartenarbeiten für das Laub im Verhältnis zur sonstigen Gartenarbeit ausmachen und ob der betreffende Weg ein öffentlicher Weg ist.

Mit freundlichen Grüßen und
-Rechtsanwältin-

Bewertung des Fragestellers 22. September 2022 | 04:58

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"

Die Anwältin hat mir nicht wirklich weitergeholfen. Gerade auf die Problematik, dass ich sozusagen „Mieterin" eines Einfamilienhauses bin, bei dem der Garten dann als mitvermietet gilt und deshalb durch leichte Gartenarbeiten zu pflegen ist, wurde nicht eingegangen. Es wurde nicht sinnig erläutert, wie diese durch ein Urteil bestätigte Sichtweise, mir nun doch die Möglichkeit gibt, die Entsorgung der Blätterberge an der Einfahrt des Grundstücks auf den Eigentümer zu schieben und hier dann auch zu 100% sicher zu sein, dass ich gesetzeskonkorm korrekt handle und somit nicht belangt werden kann. Ich möchte mir mit den vielen Kastanienblätter keine Arbeit mehr machen, im Gegenzug aber auch keine Klage vom Eigentümer erhalten. Das macht dann noch mehr Arbeit. Diese Antwort ist mir die Anwältin schuldig geblieben, da mir nur pauschal mitgeteilt wurde, ich wäre nicht für die Entsorgung der Blötter verantwortlich. In meinem Fall ist das als Antwort zu wenig.

"
Mehr Bewertungen von Rechtsanwältin Sonja Stadler »
BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 22. September 2022
5/5,0

Die Anwältin hat mir nicht wirklich weitergeholfen. Gerade auf die Problematik, dass ich sozusagen „Mieterin" eines Einfamilienhauses bin, bei dem der Garten dann als mitvermietet gilt und deshalb durch leichte Gartenarbeiten zu pflegen ist, wurde nicht eingegangen. Es wurde nicht sinnig erläutert, wie diese durch ein Urteil bestätigte Sichtweise, mir nun doch die Möglichkeit gibt, die Entsorgung der Blätterberge an der Einfahrt des Grundstücks auf den Eigentümer zu schieben und hier dann auch zu 100% sicher zu sein, dass ich gesetzeskonkorm korrekt handle und somit nicht belangt werden kann. Ich möchte mir mit den vielen Kastanienblätter keine Arbeit mehr machen, im Gegenzug aber auch keine Klage vom Eigentümer erhalten. Das macht dann noch mehr Arbeit. Diese Antwort ist mir die Anwältin schuldig geblieben, da mir nur pauschal mitgeteilt wurde, ich wäre nicht für die Entsorgung der Blötter verantwortlich. In meinem Fall ist das als Antwort zu wenig.


ANTWORT VON

(1285)

Wichlinghauser Markt 5
42277 Wuppertal
Tel: 0202 697 599 16
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Datenschutzrecht, Vertragsrecht, Internet und Computerrecht, Zivilrecht, Gesellschaftsrecht, Gewerblicher Rechtsschutz, Arbeitsrecht, Steuerrecht