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Lastschriftwiderspruch


| 12.08.2017 23:43 |
Preis: 47,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von



Sehr geehrte Damen und Herren,

vor einiger Zeit habe ich eine Vorladung bei der Polizei wegen Warenkreditbetrugs in Höhe von 180€ erhalten, welcher ich nicht nachgekommen bin. Die Firma zeigte mich an, da Sie mich über eine Bankauskunft nicht erreichen konnte. Ich bin umgezogen und habe vergessen, die Adresse bei meiner Bank zu ändern.
Die Straanzeige kam zustande, da ich der Lastschrift widersprach. Ich wollte mich in keinster Weise bereichern und den ausstehenden Betrag überweisen, sobald ich wieder genug Geld hatte. So blöd wie Ixh bin, habe ich es vergessen. Die Rechnung habe ich bereits beglichen und die Firma wollte um Einstellung des Verfahrens bitten, nun ist es ja ein Offizialdellikt und wird weiterhin verfolgt.
Ich habe bereits einige Male Lastschriften widersprochen, jedoch aber immer wieder zurückgezahlt plus Gebühren, die entstanden sind.

Meine Frage ist nun aber, ob die StA über die weiteren Lastschriftwidersprüche erfahren, sie mir zu Lasten legen kann, obwohl es keinen Geschädigten mehr gibt?

Gibt es eine Chance, das Ermittlungsverfahren gegen Auflage einstellen zu lassen?

Ich bereue alles zutiefst und kann weder schlafen noch essen.

Vielen Dank schonmal im Voraus.

13.08.2017 | 02:54

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Wenn keiner der anderen Betroffenen Strafantrag gestellt oder Strafanzeige erstattet hat, wird die Staatsanwaltschaft von den anderen Vorgängen nichts erfahren.

Wenn Sie nicht vorbestraft sind und außerdem den Schaden wieder gutgemacht haben, besteht durchaus die Chance auf Einstellung, entweder wegen geringer Schuld nach § 153 StPO oder gegen Zahlung eines Geldbetrages nach § 153 a StPO. Die Einstellung ist im Ermittlungsverfahren oder im Gerichtsverfahren möglich.

Wichtig ist natürlich sicherzustellen, dass die Ermittlungsbehörde (die Staatsanwaltschaft) davon erfährt, dass Sie den ausstehenden Betrag inzwischen überwiesen haben.

Wichtig ist außerdem, so etwas nicht noch einmal zu machen. Denn die Bestellung in der Absicht, die Lastschrift zurückzurufen und erst später zu zahlen, ist bereits Betrug.

Wenn das Hauptverfahren eröffnet wird und Sie zum Termin geladen werden, müssen(!) Sie erscheinen.

Es ist zu empfehlen, einen Rechtsanwalt zu beauftragen, der zunächst für Sie Einsicht in die Ermittlungsakte nimmt und dann das weitere Vorgehen mit Ihnen abstimmt. Nach Einsicht in die Akte lässt sich besser abschätzen, wie die Chancen für eine Einstellung stehen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Roger Neumann

Nachfrage vom Fragesteller 13.08.2017 | 10:42

Vielen Dank für Ihre schnelle und ausführlich Antwort.
Mir stellt sich aber die Frage, ob die Staatsanwaltschaft eine Kontoansicht durchführt, um nachzuvollziehen, wieso die Lastschrift zurückgebucht wurde? Oder ist diese Vorgehensweise nicht die gängige Praxis? Denn dann würde Sie nämlich entdecken, dass zu dieser Zeit vier weitere Lastschriften zurückgegangen sind.

Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 13.08.2017 | 12:12

Sehr geehrte Fragestellerin,

gern beantworte ich Ihre Nachfrage:

Vollständig ausschließen kann man ein Auskunftsverlangen der Staatsanwaltschaft an die Bank nicht. Bei kleineren Beträgen und bereits erfolgter Zahlung des ausstehenden Betrages ist damit aber normalerweise nicht zu rechnen. Anders könnte es aussehen, wenn wegen ähnlicher Delikte schon gegen Sie ermittelt wurde.

Die Staatsanwaltschaft darf auch nur Beweismittel für die konkrete Straftat verlangen. Dafür ist es allenfalls erforderlich, die Kontostände über einen gewissen (sehr begrenzten) Zeitraum zu kennen, nicht aber Kenntnis über weitere Transaktionen zu haben. Aus der Mitteilung der Kontostände ist aber nicht ersichtlich, dass es zurückgerufene Lastschriften gab.

Ihre Befürchtung kann also eigentlich nicht eintreten, wenn die Staatsanwaltschaft sich an die Vorschriften hält.

Wenn Sie absolute Sicherheit haben wollen, sollten Sie tatsächlich so schnell wie möglich einen Rechtsanwalt mit Ihrer Verteidigung beauftragen. Ohne vollständige Aktenkenntnis gibt man als Rechtsanwalt nur ungern eine abschließende Empfehlung ab, weil der Akteninhalt immer für Überraschungen gut ist. Aber so wie sich die Sache mir darstellt, wird ein Geständnis für den konkreten Fall auch aus Sicht der Staatsanwaltschaft jedes Bedürfnis nach einem Auskunftsverlangen an die Bank entfallen lassen.

Ich hoffe, damit Ihre Nachfrage beantwortet zu haben. Anderenfalls fragen Sie einfach (kostenlos) noch einmal per E-Mail bei mir nach.

Mit freundlichen Grüßen
Rechtsanwalt Roger Neumann

Bewertung des Fragestellers 13.08.2017 | 12:31


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"Ich bekam schnell und verständlich Auskunft über mein Anliegen. Durch die sachliche, kompetente und freundliche Art hatte ich zu keinem Zeitpunkt das Gefühl, wegen meiner Situation verurteilt zu werden.
Herrn Neumann kann ich nur weiterempfehlen!"
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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 13.08.2017
5/5.0

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