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Lastschrift stornieren

02.07.2011 21:18 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Hallo,

ich habe komischerweise bei einem großen Online-Zahlungsdienstleister eine große Summe (>10.000 Euro) per Lastschrift zahlen dürfen. Das Geld wurde von meinem Konto abgebucht, das zu diesem Zeitpunkt auch noch ausreichend gedeckt war.

Nun habe ich allerdings kurze Zeit später alles verspielt und deswegen diese Lastschrift stornieren lassen, um mit dem Geld den Gewinn wieder reinzuholen. Nun habe ich also einen fünfstelligen Betrag verspielt, den ich diesem Unternehmen schulde, weil es das Geld war, dass sie zurecht abgebucht hatten. Ich sehe auch völlig ein, dass ich einen Fehler gemacht habe und jetzt für meine Spielsucht bluten muss, aber ist es nicht krank, dass ich zum Wetten eine derart hohe Lastschrift einreichen kann? Die entscheidende Frage, die ich mir allerdings stelle und die mir viel größere Sorgen bereitet: Habe ich mich zusätzlich auch noch strafbar gemacht? :(

Ich kann leider nur 20 Euro bieten, nicht dass die nächste Lastschrift auch noch wegen fehlender Kontodeckung zurückgerufen wird ;(

Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihre Frage.

Ich kann den Sachverhalt nach Ihren Angaben nicht völlig überblicken, gehe aber davon aus, dass Sie dem Unternehmen in der Tat den Betrag schulden und das dieser zurecht abgebucht wurde. Eine Strafbarkeit sehe ich nicht. Strafbar wegen Betruges würden Sie sich machen, wenn Sie von Anfang an weder zahlungsfähig, noch zahlungswillig gewesen wären. Betrug liegt also vor, wenn man eine Verbindlichkeit eingeht, in dem Wissen, nicht zahlen zu können und wenn dadurch bei der Gegenseite ein Vermögensschaden eintritt. Das Stornieren der Lastschrift an sich stellt keinen Betrug dar, zumal ich nicht davon ausgehe, dass Sie eine Gegenleistung erhalten haben. Sie haben nur Ihre Schuld nicht beglichen. Das ist eine rein zivilrechtliche Sache. Betrug wäre es, wenn Sie trotz fehlender Kontodeckung Leistungen ín Anspruch nehmen oder etwa Waren bestellen.


Rückfrage vom Fragesteller 02.07.2011 | 21:59

Vielen Dank für Ihre Antwort. Das heißt, dass eine aktive Lastschriftrückgabe kein Straftatbestand ist, wenn man das Geld dann für etwas Anderes (in meinem Fall Glücksspiel) verwendet und sich das ganze auf den zivilrechtlichen Teil beschränkt?

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 02.07.2011 | 22:24

Sehr geehrter Fragesteller,

eine aktive Lastschriftrückgabe kann auch strafbar sein, man kann das nicht pauschal sagen. Es hängt letztlich davon ab, ob das Unternehmen eine Gegenleistung erbracht hat und ob ein Schaden eingetreten ist, der auf Ihrer Täuschung beruht. Wenn Ihr Konto ursprünglich Deckung hatte, dann spricht alles dafür, dass kein sog. Eingehungsbetrug vorliegt. Abschließend könnte man das aber erst nach Kenntnis aller Details klären.

Mit freundlichen Grüßen

Oliver Wöhler, Rechtsanwalt

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