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Lang verhasster Mieter zieht aus


| 25.01.2007 15:32 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Martin Kämpf



Sehr geehrte Damen und Herren,

ein von mir langer Mieter zieht nun aus, ich bin misstrauisch, ob er dies ersnst meint oder Hintergedanken hat.
Er schreibt aufgrund meiner bewegenden Gründe (Eigenbedarf) will er ausziehen.
Ich muss dazu sagen, dass ich aber bislang nicht wegen Eigenbedarf gekündigt habe, der Mieter will aus eigenen Antrieb ausziehen.
Mittlerweile will er nun so schnell wie möglich ausziehen und noch diesen Monat die Übergabe machen.
Zudem schlägt er einen Nachmieter zwecks schnellerer Kündigung vor.
Können sie mir sagen, ob ich den Nachmieter nehmen muss oder ob ich ihn auch mangels Bonität ablehnen kann.
Zudem wäre wichtig zu wissen wie genau ich bei gefundenen Mängeln in der Wohnung vorgehen soll (Frist setzen, Brief schreiben ?)

Ich habe zudem die Kaution nicht seperat auf ein Kpnto gelegt, würde aber natürlich mir die Zinsen von der Bank ausrechnen lassen.
Ist diese Aktion strafbar, wie kann ich den Schaden begrenzen, wenn der Mieter den Nachweis des Sparbuches sehen will ?

Danke

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Nachfrage, die ich unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes sowie Ihrer Sachverhaltschilderung wie folgt beantworten möchte:

Zu 1) Entgegen anders lautender aber weit verbreiteter Gerüchte besteht lediglich in Ausnahmefällen eine Verpflichtung des Vermieters, vom ursprünglichen Mieter gesuchte Nachmieter zu akzeptieren.
Dies ist regelmäßig dann der Fall, wenn ein Recht des Mieters zur außerordentlichen Kündigung besteht. Beispiele für derartige Kündigungsgründe wären der altersbedingte Umzug ins Alters- oder Pflegeheim, Familienzuwachs oder ein berufsbedingter Ortswechsel.

Aber selbst in diesen genannten Fällen, besteht keine Verpflichtung des Vermieters jeden vorgestellten Nachmittag anzunehmen. Insbesondere Bonitätsprobleme können ein Ausschlussgrund sein.

Zu 2) Hinsichtlich der von Ihnen erwarteten Mängel empfehle ich Ihnen, gemeinsam mit Ihrem Mieter ein Übergabeprotokoll zu fertigen. In diesem sollte detailliert aufgeschrieben werden, in welchem Zustand sich die Wohnung befindet bzw. welche Mängel vorhanden sind.
Im Anschluss daran sollten Sie Ihren Mieter schriftlich und unter Fristsetzung auffordern, die Mängel zu beheben.

Zu 3) Eine strafbare Relevanz ihres Handelns kann ich nicht erkennen. Gemäß § 551 Absatz 3 Satz 1 BGB (Bürgerliches Gesetzbuch) sind sie als Vermieter verpflichtet, die Kautionssumme bei einem Kreditinstitut zu dem für Spareinlagen mit dreimonatiger Kündigungsfrist üblichen Zinssatz anzulegen. Eine hiervon abweichende Vereinbarung mit dem Mieter ist möglich. Ich halte es vorliegend für unproblematisch, wenn sie dem Mieter die Kautionssumme samt den entsprechenden Zinsen auszahlen.
Ich hoffe, Ihnen einen ersten Überblick ermöglicht zu haben und stehe für Ergänzungen im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion sowie ggf. für die weitere Wahrnehmung Ihrer Interessen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Martin Kämpf
Rechtsanwalt

Fon 089/ 22843355
Fax 089/ 22843356

info@kanzlei-kaempf.net
www.kanzlei-kaempf.net
Bewertung des Fragestellers 20.11.2008 | 01:12


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