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Laminatboden bei Auszug aus Mietwohnung

11.11.2018 19:54 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Gerhard Raab


Guten Abend,

ich hoffe sehr, dass Sie mir mit meinem Anliegen weiterhelfen können, da ich wirklich verzweifelt bin.

Am 01.09.2016 bin ich in meine jetzige Wohnung eingezogen, dessen Vermieter im Haus unter mir wohnen. Zwei Jahre lang habe ich es geduldet, dass mein Müll durchwühlt und die darin befindliche Post gelesen wurde, meine Dachterrasse unerlaubt mit einer Leite betreten wurde und vermutlich auch meine Wohnung. Das ist nur ein kleiner Teil dessen, was ich mitmachen musste. Da es sich bei den Vermietern um Freunde meiner Großeltern handelte, habe ich mich immer zurückgenommen, um keinen Streit zu verursachen.

Nun habe ich meine Wohnung fristgerecht zum 31.01.2019 gekündigt.

Als ich damals die Wohnung hier besichtigte war diese stark renovierungsbedürftig. Die Wände waren teilweise schwarz vor Schmutz, die Tapeten hatten Kratzspuren von Katzen, alles war dreckig und der Teppichboden über 20 Jahre alt, voller Flecken und es roch muffig und eklig. Ich habe damals gesagt, dass ich Laminat verlegen würde und das war dem Vermieter natürlich Recht, da ich die Wohnung für ihn renovieren würde. Schriftlich festgehalten haben wir dazu nichts.
Als ich mit der Renovierung beginnen wollte - da war der Mietervertrag noch nicht unterschrieben - wurde der Teppichboden bereits vom Vermieter rausgerissen. Ich habe also das Laminat im Wert von ca. 400€ gekauft und verlegt - dazu natürlich noch die Streich- und Reinigungsarbeiten.

Nun steht mein Auszug bevor und ich hatte dem Vermieter angeboten, dass Laminat günstig zu überlassen, da ich es ansonsten gerne Mitnehmen würde. Er sagt das Laminat bleibt drin und dass es "großen Ärger gäbe" wenn ich es entferne. Ich könnte ja stattdessen einen neuen Teppich verlegen, obwohl das überhaupt nicht Verhältnismäßig zum Urzustand der Wohnung ist!

Im Mietvertrag wurde diesbezüglich überhaupt nichts festgehalten.

Darf ich das Laminat mitnehmen?

Ich freue mich auf Ihre Rückmeldung.

Mit freundlichen Grüßen

Sehr geehrte Fragestellerin,

zu Ihrer Anfrage nehme ich wie folgt Stellung:


1.

Den Laminatboden dürfen Sie mitnehmen.

Es handelt sich dabei um sog. Einbauten, für die grundsätzlich gilt, dass der Mieter, der die Einbauten vorgenommen hat, diese bei Auszug entfernen muss.


2.

Verlangt der Vermieter, dass der Boden in der Wohnung verbleibt, wird er eine Entschädigung an Sie zahlen müssen. Da es keine Vereinbarung zwischen Ihnen und dem Vermieter diesbezüglich gibt, ist die Höhe der Entschädigung Verhandlungssache.


Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Raab
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 11.11.2018 | 20:54

Sehr geehrter Herr Raab,
vielen Dank für Ihre schnelle Rückmeldung!

Beim Recherchieren erschien mir der Sachverhalt allerdings nicht ganz eindeutig, da es laut Gesetz wohl darauf ankäme, ob ein Boden vorher in der Wohnung gewesen ist. Mein Vermieter hätte sich angeblich ebenfalls einen Rat eingeholt und man hätte ihm gesagt, dass ich den Boden nicht mitnehmen dürfen.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 11.11.2018 | 21:03

Sehr geehrte Fragestellerin,

zu Ihrer Nachfrage nehme ich wie folgt Stellung:


1.

Vor Abschluss des Mietvertrags hat der Vermieter den Teppichboden entfernt ohne einen neuen Boden zu verlegen. Damit ist die Wohnung ohne Bodenbelag vermietet worden. Deshalb dürfen Sie den Laminatboden entfernen.


2.

Bevor man allerdings einen Rechtsstreit riskiert, solltem Sie versuchen, sich mit dem Vermieter zu einigen.

Ein Argument kann Ihnen zur Seite stehen: Mit dem Laminatboden dürfte der Vermieter einen höheren Mietzins erzielen als ohne das Laminat. Auch dürfte die Wohnung mit verlegtem Boden leichter zu vermieten sein. Ob diese Argumente tatsächlich fruchten, hängt natürlich auch von der Wohnlage ab. Handelt es sich um eine heissbegehrte Lage, kann man nahezu alles vermieten.


3.

Gibt es keine Einigung in Gestalt einer Entschädigung, nehmen Sie den Boden mit.


Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Raab
Rechtsanwalt

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