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Laminat als Mieter selber verlegen ??

04.12.2018 18:26 |
Preis: 50,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von


Zusammenfassung: Fragen zur Minderung einer zum Einzug nicht bzw. nur eingeschränkt bewohnbaren Wohnung.

Hallo zusammen,

ich habe im Oktober eine Wohnung besichtigt, diese war noch möbliert. Macken im Laminat waren zu sehen, es wurde aber angekündigt, dass der Boden aufgebessert wird, bis ich einziehe. Da die Vormieter bis zuletzt in der Wohnung gelebt haben, ist gar nichts passiert. Am 30.11. bin ich zur Unterschrift des Mietvertrages in die Wohnung gekommen und es war gar nichts aufgebessert - alles wie vorher und man konnte viele weitere Macken im Boden sehen, die zuvor nicht sichtbar waren. Alles im Protokoll festgehalten. Die Vermieterin sagte, sie schickt einen Handwerker der sich das anschauen soll. Der Handwerker war da und meinte der Boden ist alt und man könnte auch nichts mehr aufbessern, nur neu machen.

Heute habe ich mit der Vermieterin gesprochen. Sie hat gesagt es gäbe 2 Optionen:
1. Option - Der Boden wird trotz des Zustandes lediglich aufgebessert.
2. Option - Sie kauft das Laminat und das Verlegen ist mir überlassen.

Viele meiner Sachen sind schon in der Wohnung, aber solange der Boden ist, wie er ist, kann ich nichts aufstellen und die Wohnung nicht beziehen. (Miete für Dezember bereits bar gezahlt)

Bis ich den endgültigen Boden in der Wohnung habe, kann ich auch kein Bett etc. aufstellen und die Wohnung wird noch zur Baustelle. Deswegen denke ich, dass eine Minderung anfallen sollte.

Das steht in meinem Mietvertrag:
§ 12 — Schönheitsreparaturen, Instandhaltung der Mieträume
siehe Anlage
1) Die Schönheitsreparaturen übernimmt der Mieter während der Mietdauer
auf eigene Kosten, soweit dies nach dem Abnutzungsgrad erforderlich
erscheint. Schönheitsreparaturen sind spätestens dann erforderlich, wenn
Schäden an der Bausubstanz durch die Nichtdurchführung der
Schönheitsreparaturen zu befürchten sind. Dies gilt namentlich für sämtliche
Bestandteile des Mietobjektes, das durch Lackierung vor Schäden geschützt
wird (Holz, Heizung, Wasserleitungen, Parkettböden etc.). Der Bodenbelag ist
so zu pflegen, Instand zu halten und zu reinigen, dass er bei Auszug keine
über einen der Dauer des Mietverhältnisses entsprechenden Abnutzungsgrad
hinausgehende Schäden aufweist.
Teppichböden sind bei Auszug fachgerecht zu reinigen, wenn die letzte
Reinigung länger als ein Jahr zurückliegt oder weitere nach der letzten
Reinigung entstandene Verunreinigungen zu beseitigen sind.
2) Fußböden, zu deren Instandhaltung regelmäßiges Einwachsen nötig ist,
müssen vom Mieter regelmäßig und ausreichend gewachst werden.
Beschädigte Fensterscheiben hat der Mieter zu ersetzen. Soweit die
Voraussetzungen für die Inanspruchnahme einer vom Mieter über die
Betriebskosten bezahlte Glasversicherung vorliegen, verpflichtet sich der
Vermieter, zu deren Inanspruchnahme, soweit der Mieter die Kosten des
Ersatzes getragen hat, steht ihm sodann die Versicherungsleistung bis zur
Höhe seiner Aufwendungen zu.

Vielen Dank im Voraus und freundliche Grüße!
04.12.2018 | 20:02

Antwort

von


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Gerne zu Ihrer Frage:

Wenn Sie am "Am 30.11. zur Unterschrift des Mietvertrages in die Wohnung gekommen und es war gar nichts aufgebessert - alles wie vorher und man konnte viele weitere Macken im Boden sehen, die zuvor nicht sichtbar waren. Alles im Protokoll festgehalten" haben Sie einen Mietvertrag mit der VM abgeschlossen, mit der mündlichen Erklärung, dass die protokollierten Mängel der Mietsache zur vertraglich vereinbarten Nutzung und zum Einzugstermin beseitigt sind.

Das ist nicht erfolgt. Folglich können Sie - unbeschadet der angebotenen Alternativen - die Miete mindern.
Fordern Sie deshalb die VM mit Fristsetzung von 8 Tagen auf, die Wohnung in einen vertraglich geschuldeten Zustand zu versetzten und kündigen zugleich eine Minderung von (meine ersten Einschätzung aus der Ferne) 50 % der Bruttowarmmiete an.

Zur Sicherheit zur Vermeidung eines Kündigungsstreits wegen etwaigen Mietzahlungsverzugs können Sie ab dann die volle MIete "ausdrücklich unter Vorbehalt ohne Anerkennung einer Rechtspflicht überweisen" oder eben auch direkt die Miete mindern, wenn Sie sich über die Quote verständigt haben, was rechtlich jedoch nicht notwendig ist.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Krim.-Dir. a.D. Willy Burgmer

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