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Lärmbelästigung nachts auf dem Parkplatz vor meiner Wohnung

| 03.03.2016 10:04 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Hallo,

ich wohne in einer Mietwohnung im Stadtkern.direkt an einem Busbahnhof und verschiedenen Geschäften wie REWE, Deichmann etc. Ich weiß jetzt nicht, ob das schon zu einem Gewerbegebiet, Wohngebiet oder Mischgebiet zählt. Tagsüber ist es ruhig, nachts ist das Problem. Auf dem Parkplatz am Busbahnhof trifft sich regelmäßig eine Gruppe, führen dort laute Gespräche, hören laute Musik. Es wird mehr als 100 mal die Hupe betätigt, genauso oft wird mit dem Gaspedal gespielt oder es werden zig Runden um den Platz gedreht. Die Autos sind getunt und haben einen dröhnenden Motor. Selbst wenn ich mit meinem Laptop Musik auf der höchsten Stufe höre, ist der Lärm draußen doch erheblich lauter. Es werden sogar Autorennen um den Block gefahren. Meine anderen Mietern scheint das nicht zu stören, Ich musste in meinem Mietvertrag dazu folgenden Wortlaut unterschreiben: Der Mieter erklärt sich hiermit ausdrücklich einverstanden, keine Ansprüche in Bezug auf evtl. Belästigungen durch Lärm, Abgase und Geräusche der abgestellten PKW gegenüber dem Vermieter geltend zu machen.
Ob damit auch der Parkplatz am Busbahnhof gemeint ist oder aber nur der Parkplatz am Haus, weiß ich nicht.

Ich möchte nur mit Widerwillen umziehen, denn sonst ist die Lage und die Wohnung, das Haus top. Aber da der Lärm oft nachts bis 02.00 und noch länger dauert, wollte ich mal fragen, welche Handlungsmöglichkeiten ich da habe.

Meine Gedanken sind dazu folgende:

Ich könnte die Polizei rufen, aber da die Treffen regelmäßig stattfinden, müsste ich ja das dann öfters machen und irgendwann könnte die Polizei mich dann nicht mehr ernst nehmen. Zum einen habe ich keine Zeugen, zum anderen kann der Lärm Auslegungssache sein, und dann müsste die Polizei auch jedesmal, genau dann vor Ort sein, wenn es richtig laut ist. Und nachzuweisen, wer gerade gehupt oder mit dem Gaspedal spielt, stelle ich mir schwierig vor. Ich könnte die Polizei bitten,verstärkt Kontrollen zu machen, aber dann ist es vielleicht genau dann für einen längeren Zeitraum ruhig und die Kontrollen werden dann genau deshalb und aus Kostengründen aufgehoben. Ich habe einen Dezibelmesser, nützt mir dann aber die angezeigte Zahl ( oft mehr als 70 Dezibel ), auch nichts, wenn ich das nicht mit Datum und Uhrzeit dokumentieren kann. Ich hab schon versucht, das ganze mit Handy zu filmen, Nummernschild und so, aber weiß nicht, ob das zulässig ist. Und außerdem scheint die Gruppe das nicht zu beeindrucken. Außerdem habe ich Angst, falls ich der Polizei mal einen Hinweis gebe oder Anzeige erstatte, das die Gruppe zum Beispiel Klingelmännchen macht oder mein Privatauto beschädigt. Bleibe ich bei einer Anzeige oder Hinweis auf Wunsch anonym. oder muss die Polizei den Betroffenen auf Nachfrage mitteilen, wer diese angezeigt bzw. den Hinweis gegeben hat. Gerade bei getunten Autos ist der Polizei da oft die Hände gebunden und wenn ich Pech habe, muss ich die entstandenen Kosten beim TÜV bezahlen und die Gruppe macht dann erst recht mobil. Das sind so meine Bedenken, die mich davon abhalten, die Polizei einzuschalten. Aber ich muss zwischen 04.00 Uhr und 05.00 Uhr aufstehen, und da kann ich keine Party nachts vor meiner Wohnung gebrauchen und möchte gerne über diesem Weg fragen, was ich tun könnte. Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen. Mit freundlichen Grüßen, ..

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Ihnen wird tatsächlich nichts anderes übrig bleiben als zwei Dinge zu tun. Zuerst müssen Sie tatsächlich jedes Mal, wenn Sie wieder einmal gestört werden, die Polizei rufen. Diese kann und muss dann selber ermitteln und vor Ort kommen und ggf. einen Platzverweis aussprechen.

Darüber hinaus können Sie ein Lärmprotokoll anfertigen. Dazu messen Sie bei jeder Störung die Lautstärke in der Wohnung und übergeben nach einem halben Jahr das Protokol an den Vermieter mit der Bitte, evtl. andere Fenster einzubauen. Ob hier ggf. ein Mangel der Mietsache vorliegt und Ihnen ggf. sogar ein Mietminderungsrecht zusteht, kann ohne Prüfung der Örtlichkeiten nicht sicher eingeschätzt, aber auch das könnte eine Option sein.

Und ja, bei Strafanzeigen bleibt der Anzeigensteller nicht anonym. Sie könnten zwar schriftlich eine ANzeige ohne Absender stellen. Derart anonyme Anzeigen werden jedoch in der Regel nicht konsequent verfolgt. Und wenn dann ein Verteidiger Akteneinsicht nimmt, erfährt dieser, wer die Anzeige gestellt hat.

Evtl. kommt noch ein Gang zum Ordnungsamt in Betracht. Sie könnten mit dem Lärmprotokoll die Belastung nachweisen und anregen, dass nach dem Ende der Verkehrszeiten ggf. verstärkt Kontrollen vorgenommen werden.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Bewertung des Fragestellers 05.03.2016 | 12:43

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