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Lärmbelästigung durch vermutlich nicht ausreichende Trittschalldämmung des Fußbodens


08.08.2017 07:20 |
Preis: 58,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Daniel Saeger



Sehr geehrte Frau, sehr geehrter Herr Rechtsanwalt,

Ich bin zusammen mit meinen Eltern am 01.10.2015 in ein drei parteien eingezogen, wo wir die Erdgeschoss Wohnung bewohnen. Das Haus wurde in den sechziger Jahren erbaut und bei unserem Einzug, wurde die über uns liegende Dachgeschoßwohnung noch von unserem Vermieter selbst renoviert.
Im Dezember 2015 zog ein jungens Paar über uns ein und dann kam das große erwachen. Man meint wenn über Person in der Wohnung herumläuft, dass diese Person bei uns der Wohnung läuft. Wenn oben Gegenstände über den Boden gezogen werden poltert es so extrem laut. Am schlimmsten ist es bei mir im Zimmer, da ober mir sich die Küche befindet und dort davor der Fußboden gefließt ist. Es wird außerdem manchmal nach 22 Uhr noch Wäsche gewaschen. Wenn oben bis tief in die Nacht auf dem Balkon gesessen wird und dort Balkonmöbel über den Boden gezogen werden, vernehme ich selbst das extrem laut in meinem Zimmer, das sich am anderen Ende des Hauses befindet.
Als dann noch unsere Mietmieter ein Kind bekamen ging der Affentanz richtig los. Wir hatten keine ruhige Nacht mehr, da unsere Mitmieter teilweise bis in die frühen Morgenstunden wochenlang mit dem Kind um es zu beruhigen mit dem Kinderwagen durch Wohnung gefahren sind. Als wir uns dann bei unserem Vermieter beschwert hatten wurde das eingestellt. Wo das Kind dann krabeln konnte klopfte das Kind mit seinen Spielsachen teilweise bis Nachts um zwei Uhr auf dem Boden rum, sodass man kein mehr zu machen konnte. Auch das wurde nach einer Beschwerde dann eingestellt. Jetzt ist das Kind etwas mehr und läuft und können fast jede Nacht anhören wie das Kind bis mindestens ein Uhr durch Wohnung rennt. Wenn die Eltern versuchen das Kind ins Bett zu bringen schreit es und dann lassen sie das Kind wieder durch die Wohnung rennen, da es dann wieder ruhig ist. Das geht so bis zu fünf Mal. Letzte Woche lief noch um halb ein Uhr Nachts die Waschmaschine.
Wir sind nicht Kinderfeindlich, wir waren auch alle Mal in diesem Alter, aber muss man das alles hinnehmen.
Sehr geehrter Fragensteller,

im vorliegenden Fall wird es entscheidend darauf ankommen, ob Lärmmessungen eine erhebliche Beeinträchtigung nachweisen könnten.

Zudem wird es um den technischen Lärmschutzstandard zum Zeitpunkt der Errichtung des Hauses gehen.

Kinderlärm ist leider juristisch nur sehr eingeschränkt abstellbar. Sicherlich muss man aber unnötigen Lärm in der Nachzeit wie etwa Waschmaschinenlärm etc. nicht hinnehmen. Zudem sollte man ein "Lärmprotokoll" führen, in dem man Zeit und Art der Belästigungen niederschreibt.

Das normale Prozedere wäre es, die Mängel detailliert per Einwurfeinschreiben dem Vermieter zu beschreiben, umgehende Abstellung zu verlangen und die Zahlung der Miete unter den Vorbehalt der nachträglichen Minderung zu stellen.

MfG
D. Saeger
- RA -

Nachfrage vom Fragesteller 08.08.2017 | 10:46

Sehr geehrter Herr Säger,

vielen Dank für Ihre Antwort, aber muss man tolerieren, dass ein Kleinkind bis ein Uhr Nachts durch die Wohnung rennt.

Ich habe selbst schon Messungen durchgeführt, die folgendes Ergebnis hatten.

Laufen in der Wohnung 40,3 Dezibel und Gegenstände ziehen oder umherwerfen bis 68 Dezibel.

Vielen Dank!!!!!!!!!!!!!!!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 08.08.2017 | 10:49

Sehr geehrter Fragensteller,

sicherlich ist grds. die Nachruhe auch durch ein Kind einzuhalten bzw. durch die Eltern umzusetzen.

MfG
D. Saeger
- RA -

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