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Lärmbelästigung durch Trittgeräusche


23.07.2006 17:26 |
Preis: ***,00 € |

Nachbarschaftsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Marcus Schröter, MBA



Sehr geehrte Damen und Herren,

wir wohnen seit ca. 4 Jahren in einer Eigentumswohnung und werden durch die Trittgeräusche der Eigentümerin über uns genervt. Wir haben die Nachbarin und Ihren Mann bereits mehrmals mündlich gebeten sich doch etwas leiser zu verhalten, leider ohne Erfolg. Im Gegenteil die Trittgeräusche werden anhaltender und lauter.

Das ganze stellt sich so dar: Wenn der Ehemann durch die Wohnung läuft ist nichts zu hören, auch ist die Wohnanlage sonst sehr ruhig. Nur wenn die Nachbarin durch die Wohnung läuft (was sie leider stundenlang tut) vibrieren bei uns die Deckenlampen, die dumpfen Trittgeräusche sind dermaßen laut, dass sie sogar Radio oder Fernsehen übertönen. Der Lärm beginnt wochentags oft schon um 5.45 Uhr, wenn die Nachbarin aufsteht und endet abends gegen 23.00 Uhr.

Was können wir tun da wir keine Möglichkeit haben aus der Wohnung auszuziehen und noch ein Gespräch mit der Nachbarin keinen Erfolg mehr bringt?

Vielen Dank für Ihre Bemühungen.
Sehr geehrte Ratsuchende,

Ihre Anfrage beantworte ich auf Grundlage Ihrer Angaben wie folgt:

Die Lärmbelästigung durch die Trittgeräusche ist nur dann erheblich und damit unzulässig, wenn diese unerträglich und damit unvermeidbar sind.

Der Nachweis der erheblichen Lärmbelästigung ist mittels eines Lärmgutachtens durch einen Sachverständigen zu führen.

Zunächst empfehle ich Ihnen ein Lärmgutachten über die Lärmbelästigungen zu führen. Soweit die Lärmbelästigung vor 7.00 Uhr und nach 22 Uhr erfolgen, können Sie das zuständige Ordnungsamt oder die Polizei über die Störung der Nachtruge informieren. Hier drohen dann Bußgelder für die Lärmverursacher.

Zivilrechtlich können Sie gegen die Lärmbelästigung nur mit einer Unterlassungsklage gegen die Nachbarn vorgehen, was allerdings durch das Einholen des Lärmgutachtens zunächst mit erheblichen Kosten verbunden ist. Die Kosten des Verfahrens ist dann von der unterlegenen Partei zu tragen, allerdings haben Sie die Kosten für das Gutachten zunächst zu tragen.

Soweit in Ihrem Bundesland die Vorschaltung eines Schlichtungsverfahrens vorgesehen ist, besteht bei Anrufung des Schlichters die Möglichkeit außergerichtlich hier zu einer Einigung zu kommen.

Soweit eine Unterlassungsklage erforderlich sein sollte, sollten Sie einen Kollegen vor Ort mit der Wahrnehmung Ihrer Interessen beauftragen. Möglicherweise hilft auch eine außergerichtlichen Unterlassungsaufforderung mit Klageandrohung des Kollegen, um hier zu einer Einigung zu kommen.

Ich hoffe ich konnte Ihnen einen ersten Überblick verschaffen und wünsche viel Erfolg.

Mit besten Grüßen

RA Schröter
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