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Lärm in der Wohnung durch neue Heizanlage

27.06.2010 14:29 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Jeremias Mameghani


Ich besitze eine Eigentumswohnung in ruhiger Lage mit gehobener Ausstattung. Es ist eine neue Heizung unter Leitung eines Ingenieúrs eingebaut worden, raumluftunabhängig, d.h. durch den Kellerschacht unter meinem Schlaf- und Kinderzimmer wird durch ein Rohr Luft angesaugt, was sehr laut und inakzeptabel ist. Vorher war durch die Raumluftabhängige Heizung nichts zu hören. Der Ingenieur hatte verschiedene Systeme vorgestellt, eines wurde wegen Lärmpegels abgelehnt. Von der jetzt entstandenen Lärmbelästigung war nicht die Rede. Der Mieter hat sich schon beschwert. Der Einbau der Heizung wurde durch die Eigentümerversammlung beschlossen, aber ohne diese Information.
Es liegt sicher eine deutliche Wertminderung der Wohnung vor.
Was kann ich tun?

Sehr geehrte Ratsuchende,

ich bedanke mich für die eingestellte Frage, die ich Ihnen aufgrund des geschilderten Sachverhalts gerne wie folgt beantworten möchte:

Da Sie ein System wegen eines zu hohen Lärmpegels abgelehnt hatten, ist dieser Aspekt meines Erachtens zu einem wesentlichen Vertragsbestandteilt mit dem Ingeneur geworden, d.h. es durfte davon ausgegangen werden, dass die Anlage keine nennenswerten Geräusche macht. In Ihrem Fall handelt es sich daher meines Erachtens um einen Mangel, es fehlt die zugesicherte Eigenschaft des nierdigen Lärmpegels. Sie sollten dem Ingeneur bzw. den entsprechenden Vertragspartner daher als Eigentümergemeinschaft bzw. über die Hausverwaltung eine Aufforderung zukommen lassen, den Mangel abzustellen. Sollte der Ingeneur dieser Aufforderung binnen einer angemessenen Frist nicht nachkommen, so bieten sich Ihnen als Eigentümergemeinschaft mehrere Möglichkeite: Sie können entweder vom Vertrag zurück treten oder den Kaufpreis mindern. Darüber hinaus können Sie Schadenersatz verlangen. Sie sollten die weitere Vorgehensweise mit den anderen Eigentümern absprechen und dann ggf. einen entsprechenden Beschluss fassen.

Ich hoffe, dass ich Ihnen eine erste Orientierung geben konnte. Bitte nutzen Sie ggf. die kostenlose Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen

RA Jeremias Mameghani

Rechtsanwälte Vogt
Bolkerstr.69
40213 Düsseldorf
Tel. 0211/133981
Fax. 0211/324021

Nachfrage vom Fragesteller 27.06.2010 | 20:47

Heißt "Zurücktreten vom Kaufvertrag", dass die Heizungsanlage wieder ausgebaut werden muss?
Wofür könnte ich Schadensersatz verlangen?

Herzlichen Dank, sich haben mich mit Ihrem Ratschlag etwas entlastet!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 27.06.2010 | 23:10

Sehr geehrter Ratsuchender,

hier kommt es darauf an, ob die Anlage wieder abmontiert werden kann oder inwieweit eine andere Lösung gefunden werden muss. Vermutlich wird sich ein Sachverständiger mit der Frage beschäftigen müssen, ob ein Mangel vorliegt, sollte dieser nicht beseitigt werden können. Ist eine Nachbesserung nicht möglich und tritt die Eigentümergemeinschaft durch Beschluss vom Vertrag zurück, so können Sie Schadenersatz verlangen, z.B. für Mietminderungen etc.

Möglicherweise muss vorab ein sog. "Beweissicherungsverfahren" durchgeführt werden. Hier wird ein gerichtlicher Beschluss erlassen, wonach ein Sachverständiger zur Vermeidung eines weiteren gerichtlichen Verfahrens ein Gutachten über die Mangelhaftigkeit der Anlage bzw. des Fehlens der nicht zugesicherten Eigenschaft besteht. Sie sollten mit Ihrer Eigentümergemeinschaft einen entsprechenden Beschluss fassen und einen Anwalt beauftragen.

Mit freundlichen Grüßen

RA J.Mameghani

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