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Lärm aus der Nachbarwohnung

| 28.03.2017 13:17 |
Preis: ***,00 € |

Nachbarschaftsrecht


Beantwortet von


20:24
Sachverhalt:
Ich habe einen Neubau einer Baugenossenschaft vor 5 Jahren bezogen. In der Nachbarwohnung ist nach einer alten Frau nun vor rund drei Monaten eine Albanerin welche als Altenpflegerin tätig eingezogen. Anfangs beschränkte sich ihr lautes Reden (was man oft sogar auf der Straße vernehmen konnte) auf stundenlange Telefonate. Meinen Hinweis leiser zu sein, erklärte sie mit der Aufregung über einem Todesfall in der Heimat. Aber seit rund zwei Monate hat sie einen „ Freund" (der sieht so zu ihr unpassend speckig aus) der eingezogen ist sowie eine zweite männliche Personen die da ein und ausgeht. Es findet permanent lautstarke Diskussionen auf Albanisch statt, welche in meiner Wohnung hörbar werden. Hinweise leiser zu sein, werden ignoriert. Die besondere Eigenheit der Nachbarin besteht darin, dass diese ohne Punkt und Komma (wusste selber nicht, dass sowas möglich) stundenlang lautstark diese Diskussionen anführt. Mein Schlafzimmer habe ich von nebenan bereits ins Nachbarzimmer verlegt. Aber trotzdem, man hört es über mein Nachbarzimmer hinweg und es nervt besonders, wenn ich dienstbedingt etwas früher schlafen muss. Sicher ist ein Teil der Geräuschkulisse der Bauweise sowie der der Nachbarin fast leeren Wohnung geschuldet, aber es zehrt an den Nerven.
Der Witz dabei ist, dass das Schallpegelmessgerät kaum einen Unterschied zwischen Sprechen und Sprechpausen aus der Nachbarwohnung anzeigt. Aber, ich muß (manchmal mehr) mein Radio oder Fernseher auf 65dB aufdrehen um diese Diskussionen zu übertönen. Gibt es eine Möglichkeit dagegen etwas zu tun und wie? Ich habe mir schon mal überlegt mich an das Einwohnermeldeamt zu wenden ob Anmeldung erfolgt und die Baugenossenschaft zu informieren bzw. die Baugenossenschaft wegen Schalldämmung anzusprechen. Aber ich will mich erst informieren, um mich nicht zu verzetteln. Haben Sie einen Rat?
28.03.2017 | 14:01

Antwort

von


(416)
HInter der Twiete 28
22851 Norderstedt
Tel: 040-41186796
E-Mail:
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Ihren Sachverhaltsdarstellungen ist bedauerlicherweise nicht genau zu entnehmen, ob es sich bei den Wohnungen um Miet- oder Eigentumswohnungen handelt.
Ich gehe zunächst davon aus, dass es sich um Mietwohnungen handelt.
Sie sollten sich dann, da die Störungen bereits seit geraumer Zeit und wiederholt auftreten, an den Vermieter/ die Baugenossenschaft wenden.
Gleichzeitig sollten Sie dem Vermieter anzeigen, bei weiteren Lärmbelästigungen von Ihrem Recht, die Miete zu mindern, Gebrauch zu machen, ggfls. auch rückwirkend ab Mängelanzeige, da unzumutbarer Lärm einen Wohnungs- bzw. Mietmangel darstellt.
Zu Beweiszwecken können Sie ein Lärmtagebuch führen, wo Sie den Lärm nach Art und Zeit eintragen. Dies kann auch dem Vermieter vorgelegt werden.

Sie haben auch die Möglichkeit, wobei dies das letzte Mittel sein sollte, eine Unterlassungsklage gegen die Nachbarin anzustrengen.
Auch hier wäre ein Lärmprotokoll sehr vorteilhaft, da Sie den Lärm und die dadurch entstehende Belästigung nachweisen müssten.

Handelt es sich um die Mietwohnung, so empfehle ich jedenfalls zunächst das Gespräch mit dem Vermieter.Hier könnten dann auch Lärmschutzmaßnahmen besprochen werden.

Den Gang zum Einwohnermeldeamt halte ich nicht für zweckdienlich.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwältin Wibke Türk

Nachfrage vom Fragesteller 28.03.2017 | 19:48

Die Antwort ist teilweise etwas unbefriedigend. Ich stelle die Frage eigentlich für meine Freundin, die dort zur Miete wohnt. Obwohl ich mich nur stundenweise dort aufhalte, nervt es sogar mich gewaltig. Schafft ein Lärmtagebuch eine Beweiskraft im Falle eines Falles, nachdem diese Diskussionen zwar deutlich hörbar und erst bei rund 65db per Radio/Fernseher zu übertönen sind. Nur das Schallpegelmessgerät zeigt zwischen Sprach und Sprachpause verwunderlich unwesentlich mehr an. Also sachlich schwer beweisbar per Schallpegelmessgerät bzw. verlässt man sich da auf das Lärmtagebuch? Ich (auch eine ihrer Nachbarin) kann versichern, dieses Sprechen durch die Wand ist kein subjektives Empfinden, sondern ist deutlich vernehmbar. Kennen Sie ähnlich gelagerte Urteile?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 28.03.2017 | 20:24

Sehr geehrter Ratsuchender,

tatsächlich kann ein Lärmprotokoll Beweiskraft schaffen.
Hierzu ist nicht zwingend ein Schallpegelmessgerät vonnöten.

Ihre Freundin sollte genau aufschreiben, an welchen Wochentagen und zu welcher Zeit derartiger Lärm in der Nachbarwohnung herrscht, dass sie sich gestört fühlt. Sie sollte auch festhalten, ob es sich um eine oder mehrere Personen handelt, die dort Lärm verursachen. Zudem sollte schließlich der Vermieter angeschrieben werden und die Lärmbelästigung als Wohnungsmangel angezeigt werden. Er ist gezwungen zu reagieren, wenn er eine Mietminderung vermeiden möchte.

Es gibt verschiedenste Urteile diesbezüglich, wobei sich diese z.B. auf Musik, Feiern in der Nachbarwohnung, Baulärm, usw. beziehen.

Sie sollten hier den Ganz zum Vermieter nicht scheuen. Dieser wird Ihnen möglicherweise rasch helfen können.


Mit freundlichen Grüßen

Bewertung des Fragestellers 29.03.2017 | 08:44

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"Beratung einwandfrei bzw. sehe jetzt auch, dass man bei "frag-einen-Anwalt" sich einen guten ergänzenden Überblick über die Problematik bei Lärm aus der Nachbarwohnung verschaffen kann. Danke auch an diese Anwälte!"
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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 29.03.2017
5/5,0

Beratung einwandfrei bzw. sehe jetzt auch, dass man bei "frag-einen-Anwalt" sich einen guten ergänzenden Überblick über die Problematik bei Lärm aus der Nachbarwohnung verschaffen kann. Danke auch an diese Anwälte!


ANTWORT VON

(416)

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22851 Norderstedt
Tel: 040-41186796
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