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Ladung zur Vernehmung wegen Körperverletzung, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, Beamtenbeleidig

25.11.2009 14:11 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Ingo Bordasch


Hallo,

ich war am Wochenende mit ein paar Freunden feiern. Wir tranken ziemlich viel Alkohol. Stark angetrunken beschimpfte ich den Türsteher, der uns rauswerfen wollte, da ein Freund von mir Mist gebaut hatte. Daraufhin wurde die Polizei verständigt. Ab diesem Moment weiss ich nichts mehr. Mir wird vorgeworfen: Körperverletzung (den Türsteher ins Gesicht geschlagen zu haben, der aber keine Verletzungen davongetragen hat). Widerstand gegen die Staatsgewalt (wollte mich nicht ausweisen bzw.festnehmen lassen). Beamtenbeleidigung. Körperverletzung eines Beamten (am Arm leicht verletzt, sodass er aber seinen Dienst weiter antreten konnte).
Ich bin am Dienstag zu den Beamten gegangen und habe mich für mein Fehlverhalten entschuldigt. Mir wurde gesagt dass ich die nächsten Tage zur Vernehmung muss.
Ich weiss nicht was ich dann sagen soll, ich erinnere mich nur Lückenhaft an die Geschehnisse. Lohnt es sich einen Anwalt zu nehmen ? Wenn ja, wieviel würde es mich kosten. Was kommt auf mich zu? Mit welcher Strafe muss ich rechnen?
Ich bin 30 Jahre alt und hatte noch nie etwas mit der Polizei zu tun. Habe noch nie jemanden geschlagen! Die ganze Sache tut mir unendlich Leid! Bin ein Familienvater der ein Krebskrankes Kind hat. Vielleicht könnte dass der Grund sein für mein Betrinken. Ich gehe selten aus und trinke eigentlich kein Alkohol.
Vielen Dank im voraus.

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Sehr geehrter Fragesteller,

1.
Sie sollten ohne vorherige Akteneinsicht durch einen Rechtsanwalt keine Aussage machen. Sie sind dazu auch nicht verpflichtet, da Ihnen als Beschuldigter das Recht zusteht sich nicht zu den erhobenen Vorwürfen zu äußern (§ 136 StPO). Insbesondere da Sie selbst nicht mehr wissen, was genau vorgefallen ist, steht zu befürchten, dass Sie sich andernfalls zu Mutmaßungen hinreißen lassen könnten, die sich negativ auf das weitere Verfahren auswirken könnten.

2.
Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte wird gem § 113 StGB mit einer Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

Körperverletzung wird gem § 223 StGB mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

In Ihrem konkreten Fall könnte auch eine gefährliche Körperverletzung gem. § 224 StGB gegeben sein, wenn Sie die Körperverletzung mit einem anderen Beteiligten gemeinschaftlich begangen haben. Gefährliche Körperverletzung wird mit Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren bestraft.

3.
Die Strafhöhe richtet sich letztlich nach den näheren Umständen der Tat. Da Sie dazu selbst leider nichts beitragen können, kann die Tat nur Anhand der Polizeiakte und etwaiger Zeugenaussagen rekonstruiert werden.
Eine Einschätzung was auf Sie zukommen wird, kann daher zum jetzigen Zeitpunkt nicht erfolgen.

4.
Da Sie stark angetrunken waren, könnte bei Ihnen allerdings eine verminderte Schuldfähigkeit vorgelegen haben.
Ist dies gegeben, kann die Strafe gem. §§ 21, 49 StGB gemildert werden

5.
Ich kann Ihnen daher nur dringend raten einen Rechtsanwalt Ihrer Wahl zu Ihrer Verteidigung zu beauftragen.
Gerne steht Ihnen unsere Kanzlei dazu zur Verfügung, wobei die von Ihnen hier gezahlte Erstberatungsgebühr angerechnet wird. Auch eine größere örtliche Entfernung steht einer Mandatsübernahme nicht im Wege, da die Kommunikation auch gut über Telefon, EMail, Post und Fax erfolgen kann.

Es gibt gesetzliche Verteidigergebühren, die sich unter anderem nach der Anzahl der Verhandlungstage und deren Dauer berechnen. Angaben wie viel Sie die Angelegenheit kosten könnte, können daher nicht gemacht werden.

Häufig berechnen allerdings Strafverteidiger ihre Gebühren auf Stundensatzbasis oder als Pauschale nach einer Honorarvereinbarung ab.

Ziehen Sie eine Verteidigung durch mich in Betracht, kann ich Ihnen gerne ein entsprechendes Honorarangebot unterbreiten.


Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass diese Plattform eine ausführliche und persönliche Rechtsberatung nicht ersetzen kann,
sondern ausschließlich dazu dient, eine erste überschlägige Einschätzung Ihres Rechtsproblems auf Grundlage der von Ihnen
übermittelten Informationen von einem Rechtsanwalt zu erhalten.
Durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen.

Ich hoffe, mit der Beantwortung Ihrer Anfrage, weitergeholfen zu haben.
Für Rückfragen nutzen Sie bitte die Möglichkeit der kostenlosen Nachfrage.
Für eine weiterführende Interessenvertretung stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Ingo Bordasch
Rechtsanwalt

Tel.: 030 - 293 646 75
Fax.: 030 - 293 646 76
frag-einen-anwalt@RA-Bordasch.de

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