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Ladendiebstahl - was habe ich zu erwarten?


| 23.06.2005 22:12 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas Schwartmann



Hallo!
Ich bin vor ca. 2 Wochen bei einem Ladendiebstahl erwischt worden. Insgesamt war ich in 4 Geschäften. Was ich gleich dazu sagen muss, es war nicht richtig geplant sondern eher ein "Amoklauf", der sich zuspitzte! Ich habe nämlich vorher so etwas nie gemacht. An dem Tag haben einige Umstände das Fass zum Überlaufen gebracht und ich wollte mich einfach mit Konsumgütern, die ich normal beim Frustshoppen besorge, trösten!
Wie dem auch sei, nachdem ich gemerkt habe wie einfach es war etwas zu nehmen ohne zu bezahlen, hatte ich zwar ein schlechtes Gewissen, wollte aber trotzdem weitergehen. Da ich sehr nervös war, hat man mich schließlich im 4. Geschäft dann erwischt. An dem Tag habe ich 2 Diebstähle für 2 Geschäfte zugegeben. Aber weil ich vor vier Anzeigen (vier Läden) große Angst und Panik hatte, habe ich gelogen und behauptet, dass die restlichen Sachen in der Tüte gekauft wären. Heute habe ich mit der Polizei telefoniert und sie haben mir gesagt, dass sie rausgefunden hätten, dass die restlichen Sachen auch noch fehlen würden. Ich habe wirklich nur gelogen weil ich Angst hatte, vor vier Anzeigen gleichzeitig und den hohen Bearbeitungsgebühren!!! Ich wußte nicht, was ich tun sollte und bekam Panik. Nur deshalb hab ich gelogen! Das schlimme ist, ich soll in 2 Jahren ins Referendariat gehen (Beamter Lehrer auf Probezeit) und nach weiteren 2 Jahren verbeamtet werden. Welche Strafe kommt auf mich zu??? Hat meine Zukunft als Lehrer (Beamter) überhaupt noch einen Sinn???
Bitte helfen Sie mir.
Vielen Dank
MfG
"anonym"

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Sehr geehrter Ratsuchender,


vielen Dank für Ihre Anfrage.

Strafrechtlich werden Sie wegen der Diebstähle, wenn Sie bislang nicht einschlägig in Erscheinung getreten und vorbestraft sind, mit großer Wahrscheinlichkeit "nur" eine Geldstrafe bis zu 90 Tagessätzen zu erwarten haben. Eine solche Strafe wird nicht ins Führungszeugnis aufgenommen, wohl aber ins Bundeszentralregister eingetragen. Wenn Sie nun in zwei Jahren in den öffentlichen Dienst eintreten, wird die Behörde auf jeden Fall von dieser Angelegenheit und der Strafe erfahren.

Ob damit jedoch Ihre Verbeamtung gefährdet ist, lässt sich schwer prognostizieren, da es dafür auf die beamtenrechtlichen Vorschriften Ihres Bundeslandes ankommen wird. Grundsätzlich kann die Verbeamtung verweigert werden, wenn Zweifel an Ihrer persönlichen Eignung bestehen. Diese können auch durch eine Vorstrafe begründet werden, müssen aber nicht. Es wird auf die Strafe ankommen und darauf, ob Sie etwaige Zweifel in einem persönlichen Gespräch werden ausräumen können. Daß Ihre Zukunft als Beamter durch den (kriminellen) Unsinn den Sie begangen haben, grundsätzlich ausgeschlossen ist, lässt sich deshalb nicht sagen.


Ich hoffe, Ihnen mit dieser Antwort geholfen zu haben.


Mit freundlichen Grüßen

A. Schwartmann
Rechtsanwalt




Nachfrage vom Fragesteller 24.06.2005 | 07:00

Vielen Dank. Sie haben mir sehr geholfen. Ich habe jedoch hier auf dieser Seite keinen Anwalt gefunden, den ich zum Beamtenrecht für Bayern befragen könnte. Können Sie mir evtl. einen sagen??? Sollte ich die Sache evtl. auch mit dem Schulleiter besprechen, denn ich weiß nicht, ob es dann noch Sinn hat, die Ausbildung als Lehrer noch weiter zu machen. Ich komme jetzt nämlich ins 3. Schuljahr und die Fachprüfung rückt näher. Dann habe ich noch das 4. pädagogische Jahr bevor ich in den Vorbereitungsdienst rausgehe. Was würden Sie mir raten? Soll ich ihm davon erzählen???

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 08.07.2005 | 11:25

Einen Anwalt vor Ort, der sich auf Beamtenrecht spezialisiert hat, finden Sie über die örtliche Rechtsanwaltskammer. Den Schulleiter würde ich nicht in Kenntnis setzen, da das auch ein Schuß sein kann, der nach hinten losgeht.

Mit freundlichen Grüßen
A. Schwartmann

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