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Ladendiebstahl - versehentlich eingesteckt & erst an der Kasse bemerkt


| 04.01.2006 23:04 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht



Heute abend während meins Einkaufs in einem Supermakrt ging mein Handy ich hielt gerade einen Eyliner von ca. 8,--€ in meiner Hand. Nach dem ich das Gespräch beendet hatte, habe ich aus versehen den Eyliner in die Hosentasche gesteckt anstatt das Handy. Als ich an der Kasse stand bemerkte ich das ich den Eyliner noch in meiner Hosentasche hatte. Hab mich aber nicht getraut es an der Kasse zu sagen.Was mich da auch immer Ritt ich habe keine Ahnung. Als ich meinen Einkauf bezahlt hatte mit ca. €75,--, sprach mich der Kaufhausdedektiv an und ich zog sofort den Eyliner mit Hochrotem-Kopf aus meiner Tasche..Es ist mir äußerst peinlich, da ich selber im Einzelhandel arbeite und ich noch nie straftätig geworden bin. Ich habe nun große Angst vor den Konsequenzen. Ich müsste halt mit einem Strafverfahren rechnen! Und hätte in allen REWE bzw. Realmärkten Hausverbot..
Nun zu meiner Frage welches Konseqeunzen kommen nun auf mich zu.
Für eine schnelle Antwort wäre ich Ihnen sehr dankbar, da mir das sehr zu schaffen macht.
Vielen Dank.

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Sehr geehrte Fragestellerin,

Ihre Anfrage möchte ich im Rahmen dieser Erstberatung wie folgt beantworten:

I. Prinzipiell haben Sie durch Ihre Angaben hier eingeräumt, einen Diebstahl begangen zu haben. Denn als Sie an der Kasse standen, war Ihnen bereits vor dem Bezahlen bewusst, den Eyeliner in die Hosentasche gesteckt zu haben. Ohne diesen zu bezahlen haben Sie dann den Kassenbereich verlassen.

Ein Strafverfahren wird insoweit aber nur dann gegen Sie eingeleitet, wenn der Supermarktbetreiber wegen des Vorfalls Strafantrag und Strafanzeige erstattet. Dies ist hier deshalb nicht unwahrscheinlich, da diese „Praxis“ bei Diebstählen in Warenhäusern und Supermärkten üblich ist.

II. Sollte die Staatsanwaltschaft dann gegen Sie ermitteln, so sollten Sie, falls Sie zur Vernehmung vorgeladen werden, keinesfalls die Angaben machen, die Sie hier getätigt haben. Vielmehr sollten Sie von Ihrem Schweigerecht Gebrauch machen oder aber im Falle einer Einlassung angeben, den Stift „in Folge eines Missverständnisses unbewusst eingesteckt“ zu haben. Ob Ihnen dies dann geglaubt wird, ist eher zweitrangig, da wegen des geringen Warenwertes iHv 8 EUR und des Umstands, dass Sie keinerlei Vorstrafen haben, das Strafverfahren höchstwahrscheinlich eingestellt werden wird, möglicherweise gegen Zahlung einer geringen Geldauflage.

III. Dass Sie daneben in allen REWE-Märkten Hausverbot haben, ist eine zivilrechtliche Frage und auf das Strafverfahren wegen Diebstahls ohne Einfluss. Die Märkte sollten Sie allerdings in der Zeit, für die Ihnen Hausverbot erteilt worden ist (zumeist 1 Jahr), nicht betreten, da dies wiederum wirklich strafbar wäre (Hausfriedensbruch!).

Ich hoffe, ich habe Ihnen mit meiner Antwort geholfen.

Mit freundlichen Grüßen
Stephan André Schmidt, LL.M.
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 04.01.2006 | 23:38


Wird es einen Eintrag ins polizeiliche Führungszeugnis geben?
Mit freundlichem Gruß
Anna

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 05.01.2006 | 08:25

Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für Ihre Nachfrage.

Einen Eintrag in ein Führungszeugnis, das ein Arbeitgeber über Sie erhalten kann, werden Sie hier mit (fast) an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht erhalten. Relevant wäre insoweit erst eine Geldstrafe von mehr als 90 Tagessätzen oder aber eine Freiheitsstrafe von mehr als 3 Monaten. Derartige „hohe“ Strafen kommen bei einem Delikt wie dem Ihrigen nicht in Frage.

Schlimmstenfalls hätten Sie hier mit einer Verurteilung (dann aber wohl im schriftlichen Verfahren per Strafbefehl) iHv 15-30 Tagessätzen zu rechnen. Wahrscheinlicher ist aber die Einstellung des Verfahrens, so dass Sie dann überhaupt nicht „bestraft“ worden wären.

Sollten Sie einen Strafbefehl wegen des Diebstahls erhalten, empfehle ich Ihnen, sich dagegen durch einen Verteidiger zu wehren. Dies kann ein Kollege vor Ort sein. Alternativ würde auch ich Ihnen insoweit für eine weitere Vertretung zur Verfügung stehen.

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Antwort geholfen zu haben.

Mit freundlichen Grüßen
Stephan André Schmidt, LL.M.
Rechtsanwalt

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