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Ladendiebstahl in 2 Fällen - gelte ich als vorbestraft?


11.08.2007 09:38 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Tanja Stiller



guten tag

ich hab gestern zum ertsen mal in 2 geschäften ware geklaut und bin vom detektiv eines geschäftes gestellt worden.

die ware hatte insesamt einen wert von ca.150euro
ich habe jetzt eine anziege von beide geschäften

ich bin noch nie auffällig geworden ich schäme mich so.
ich habe dirket alles gestanden.
im nachhinein denke ich mir du bist 21 warum hast du das gemacht. es tut mir leid.

wie soll ich jetzt weiter machen, ich erwarte einen brief von der polizei.

was kann mich als strafe erwaten?
würd das verfahren vielleicht eingestellt?
bin ich vorestraft?

ich bin sehr verunsichert ich verdiene sehr weinig wie hoch könnte ihrer erfahrung nach das bußgeld ausfallen?


vielen dank für eine antwort. wenn möglich recht schnell

herlichen dank

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Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für die Einstellung Ihrer Frage.

Zuerst möchte ich Sie daraufhin weisen, dass dieses Forum lediglich eine erste rechtliche Orientierung bieten soll, die in keinem Fall die Beratung durch eine Kollegin/ einen Kollegen vor Ort ersetzen kann.
Durch Hinzufügen oder Weglassen von Sachverhaltsangaben kann nämlich die rechtliche Beurteilung komplett anders ausfallen und somit zu einem anderen Ergebnis führen.

Ihre Frage beantworte ich aufgrund, der von Ihnen erhaltenen Angaben und eingesetzten Betrag wie folgt:

Nach § 242 Abs.1 StGB wird mit Freiheitsstrafe bis zu 5 Jahren oder mit Geldstrafe bestraft, wer eine fremde bewegliche Sache einem anderen in der Absicht wegnimmt, die Sache sich oder einem Dritten rechtswidrig zuzueignen.

In Ihrem Fall kommt meines Erachtens (nur)eine Geldstrafe in Betracht.
Die Höhe dieser Geldstrafe richtet sich nach der Tagessatzhöhe und Anzahl der Tagessätze.
Die Tagessatzhöhe errechnet sich aus Ihrem Einkommen geteilt durch 30.
Die Anzahl der Tagessätze kann lediglich geschätzt werden.
Eine Einschätzung hierüber kann allerdings erst nach Akteneinsicht erfolgen.
Daher sollten Sie einen Anwalt vor Ort aufsuchen und ihn damit beauftragen Akteneinsicht zu nehmen.
Denn ohne Akteneinsicht könnten Sie sich noch weiter belasten, wenn Sie aussagen und somit die Sache nur noch verschlimmern.
Nach Akteneinsicht entscheidet der Kollege, ob eine weitere Stellungnahme erfolgt oder nicht.

Positiv ist zu werten, dass Sie Reue empfinden und die Tat gestanden haben.

Des weiteren kann der Kollege versuchen, dass das Verfahren gemäß §§ 153, 153a StPO eingestellt wird und somit keine GERICHTSVERHANDLUNG notwendig wird bzw. er kann daraufhin wirken, dass ein Strafbefehl erlassen wird, der ebenfalls die Hauptverhandlung entbehrlich macht.

„Vorbestraft“ im juristischen Sinne ist eine Person, sobald eine Strafe gegen sie verhängt wurde und diese rechtskräftig geworden ist.
Alle Strafen werden im Bundeszentralregister eingetragen.
Im Führungszeugnis allerdings werden nach § 32 abs.2 Nr.5 BZRG Verurteilungen NICHT aufgenommen durch die auf
a) Geldstrafe von nicht mehr als 90 Tagessätze
b) Freiheitsstrafe oder Strafarrest von nicht mehr als 3 Monaten
erkannt worden ist, wenn im Register KEINE WEITERE Strafe eingetragen ist.
Sie können sich jedoch als nicht „vorbestraft“ bezeichnen, wenn die Verurteilung nicht im Führungszeugnis eingetragen ist. Dies ergibt sich aus § 53 BZRG.
Im umgangssprachlichen Sinne gelten Sie daher bei einer Verurteilung, die nicht ins Führungszugnis eingetragen ist, als nicht „vorbestraft“.

Ich hoffe, dass ich Ihnen weiterhelfen und eine erste Orientierung bieten konnte.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin Tanja Stiller

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