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Ladendiebstahl geringwertiger Sache, 242, 248a STGb

| 02.01.2008 15:57 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von


Guten Tag,

ich habe folgendes Problem:
In 03/2006 wurde ich rechtskräftig wg. BtM (ich hatte Valiumtabletten im Internet bestellt, ohne zu wissen, dass dies einen Verstoß gegen das BtMG ist), zu 800E verurteilt, die Bewährungszeit beträgt 2 Jahre. (Verwarnung gemäß § 59StGB wurde ausgesprochen, ich mußte durch Einschalten eines Anwaltes letztlich "nur" 500 Euro an eine gemeinnützige Einrichtung zahlen. Allerdings betrugen die Anwaltskosten ca. 800E, was bei meinen damaligen Einkommen von 1000E schon recht hoch war.

Ich hatte jedoch nicht vor, mir nochmal irgendwas zuschulden kommen zu lassen, ich hatte einfach genug, und wollte mit Gerichten u.ä. nichts mehr zu tun haben.
Anfang Dezember war ich in einem Baumarkt, in dem ich relativ häufig aufgrund des riesigen Sortimentes einkaufe.
Ich wurde von einem Verkäufer beraten, er öffnete auch eine Schachtel Nägel für mich, damit ich ausprobieren konnte, ob es die richtige Größe war. War es, ich legte sie in meinen Einkaufswagen, dort befanden sich schon Waren im Wert von ca. 60Euro. Ich nahm noch eine Packung Polsternägel a ca. 1,79E mit, die ev. auch passend sein könnten.

Dann suchte ich einen Gartenartikel und wurde in die weiter entfernte Gartenabteilung geschickt. Auf dem Weg guckte ich mir die Polsternägel an, war nicht sicher, ob sie die richtige Größe hatten, und nahm die Packung aus dem Wagen.
Da die Nägelschachtel sich zuvor auch öffnen ließ, versuchte ich es mit dieser Packung auch, es ging aber nicht, dieses war eine zugeschweißte Blistierpackung. Ich drückte trotzdem darauf rum, (während ich auf dem Weg war), und sie platzte auf, eigentlich wollte ich zu diesem Zeitpunkt nur mir die Nägel ansehen.
Die aufgeplatzte Packung steckte ich in meine Manteltasche,weil ich merkte, dass mich ein Mann beobachtete, und ich wollte nicht, dass er die Packung sah, der Ladendetektiv war ihm eigentlich schon auf 10M anzusehen. Ich ging wieder zurück zu den Nägeln, und bemerkte natürlich, dass er mich die ganze Zeit beobachtete und dann auch hinter mir herfuhr. Da ich immer davon ausging, dass Diebstahl nur vorliegt, wenn ich an der Kasse nicht bezahle, schmiß ich die aufgeplatzte Packung in das nächstbeste Regal, die restlichen Nägel aus meiner Tasche wollte ich in der Nagelabteilung direkt entsorgen. Mir ist klar, dass ich die Packung stark beschädigt hatte. Der besagte Mann, natürlich ein Ladendetektiv, schnappte sich sofort die Packung aus dem Regal, ließ sofort alles stehen, eilte zu mir, wies sich aus, packte mich barsch am Arm uns sagte sofort, mitkommen. Ich war so perplex,und überrumpelt, dass mir erst nichts einfiel, in meiner Manteltasche hatte ich die restlichen Nägel.
Auf dem Weg zum Büro kamen wir an der Toilette vorbei, ich machte mich kurzentschlossen los, und schmiß die Nägel in die Toilette, dadurch hatte ich dann nichts mehr in der Tasche, aber geschickt war das sicherlich nicht, jetzt meinte der Detektiv nämlich, mich wie eine Schwerverbrecherin behandeln zu müssen, wodurch ich etwas in Panik geriet, er betonte ständig lautstark, wie man nur sowas machen könne.
Ich dachte dann nur, nichts wie raus hier, gab meine Personalien an, habe auch die Prämie von 50E direkt bezahlt, weil der Detektiv rumlamentierte, dass ich erst die Dritte heute sei, die er erwischt habe usw. unsd so fort. Und sein Blatt mit dem Tatvorwurf unterschrieb ich auch, ich habe allerdings nicht darauf geachtet, eine Kopie zu erhalten, lediglich eine Hausverbotkopie besitze ich.

Mein Pech war, dass ich meine Handtasche mit Papieren nicht dabei hatte, lediglich Autoschlüssel und 200E in bar zum bezahlen. Natürlich hat er dann die Polizei gerufen, das alles war mir furchtbar peinlich, ich habe die 1,79E bezahlt, auf die Bezahlung der anderen Gegenstände habe ich verzichtet, obwohl ich sie am nächsten Tag dringend gebraucht hätte.
Die Polizisten gingen dann mit mir zu meinem PKW, im Handschuffach lag zufällig ein Identitätsnachweis, wahrscheinlich konnte ich noch froh sein, nichts zahlen zu müssen, weil ich meinen Führerschein nicht dabei hatte. Aber die Personalien hatten sie dann, und ich dachte nur, nichts wie weg hier.
Und jetzt habe ich den Anhörungsbogen der Polizei erhalten, und bin mir nicht sicher, was ich machen soll.
Meinen ehemaligen Anwalt werde ich sicherlich nicht kontaktieren, und einen anderen kenne ich nicht.
Ich habe jetzt sehr ausführlich alles geschrieben, und meine Fragen lauten eigentlich, mit was muß ich rechnen?
Ist es sinnvoll (wo ich zu neige), die Tat trotz der Zahlung der 50E nicht zuzugeben, und ev. den Verlauf, so wie hier dargestellt, zu beschreiben? Womit muß ich bezüglich der Bewährung rechnen? "Nur" mit der Zahlung der 300E, die mir in 03/06 erlassen wurden.
Das ganze ereignete sich in einer Kleinstadt, in der ich einen 2. Wohnsitz habe. Das Schreiben kam auch von dr dortigen Polizeiinspektion, und dort traue ich denen durchaus eine Gerichtsverhandlung deswegen zu. Mit erstem Wohnsitz bin ich in der nächsten Großstadt gemeldet. Wer, oder ev. welches Gericht ist dafür zuständig?
Ich bin 42 Jahre alt, habe ein Kind, und verdiene zur Zeit 700E, Miete und Unterhalt trägt der Vater des Kindes, dadurch komme ich mit meinem Geld aus.
Für Beantwortung und Ratschlag bedanke ich mich.

02.01.2008 | 17:53

Antwort

von


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Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für Ihre Anfrage, diese möchte ich Ihnen unter Berücksichtigung Ihrer Sachverhaltschilderung sowie Ihres Einsatzes wie folgt beantworten:

Zunächst bitte ich höflich um Verständnis, dass ohne Kenntnis der Ermittlungsakte keine abschließende und seriöse Einschätzung der zu erwartenden Strafe möglich ist. Ich empfehle Ihnen dringend, einen Strafverteidiger mit Ihrer Vertretung zu beauftragen und über diesen Akteneinsicht zu nehmen.

Angesichts Ihres Verhaltens im Büro des Detektivs und der Tatsache, dass dieser Sie beim Einstecken der Nägel beobachtete und " auf frischer Tat ertappte ", wird es wohl wenig Sinn machen, das Einstecken abzustreiten.
Ihnen bleibt allerdings die Möglichkeit, zunächst keine Angaben zur Sache zu machen und gegebenenfalls im Anschluss an die erhaltene Akteneinsicht zur Sache schriftlich Stellung zu nehmen.

Zuständiges Gericht kann entweder das Gericht am Tatort oder das an Ihrem Wohnsitz sein. Ich gehe allerdings nicht davon aus, dass es überhaupt zu einer Gerichtsverhandlung kommt.
Vielmehr steht zu erwarten, dass die Angelegenheit im Wege eines Strafbefehls (also ohne mündliche Hauptverhandlung) abgehandelt wird.
Angesichts der Schadenshöhe wäre dann mit einer Geldstrafe im unteren Bereich zu rechnen. Unter Umständen kommt auch eine Einstellung wegen Geringfügigkeit bzw. eine solche gegen Erfüllung einer Zahlung an eine gemeinnützige Einrichtung in Betracht. Auch bezüglich dieser Verhandlungen, die mit der Staatsanwaltschaft zu führen wären, halte ich die Einschaltung eines Strafverteidigers für angebracht.

Der vorliegend drohende Widerruf Ihrer Verwarnung mit Strafvorbehalt aus dem Jahr 2006 hätte zur Folge, dass die gesamte Geldstrafe zu zahlen wäre.
Sie könnten allerdings mit der Staatsanwaltschaft bei entsprechender Darlegung Ihrer Einkommensverhältnisse eine Ratenzahlung vereinbaren.

Ich hoffe, Ihnen einen ersten Überblick ermöglicht zu haben und stehe für Ergänzungen im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion sowie ggf. für die weitere Wahrnehmung Ihrer Interessen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Martin Kämpf
Rechtsanwalt

Fon 089/ 22843355
Fax 089/ 22843356

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Rückfrage vom Fragesteller 02.01.2008 | 20:40

Sehr geehrter Herr Kämpf,
vielen Dank für die schnelle Beantwortung meiner Anfrage, bei mir kommt es jedoch leider noch zu Unklarheiten. Salopp gesagt, möchte ich diese Angelegenheit so schnell wie möglich und natürlich kostengünstig für mich erledigen (In 2006 habe ich für die Herabsetzung des Strafmaßes um 300E Anwaltshonorar in Höhe von 800E bezahlt).
Der Aufwand einer neuen Anwaltssuche wäre auch nicht unerheblich. Meine Frage lautet daher, 1.mit welchem Strafmaß könnte ich Ihrer Einschätzung nach (nur ungefähre Größe bitte, den Begriff "unterer Bereich" kann ich leider überhaupt nicht einordnen) im ungünstigsten Falle rechnen,
und 2. wie könnte sich im günstigsten Falle meine Situation durch das Hinzuziehen eines Anwaltes verbessern? Könnte das die o.a. ev. Einstellung sein, und wäre diese nur durch Hinzuziehung eines Anwaltes zu erreichen?
Ich habe Sie so verstanden, dass es nicht sinnvoll sei, die Tat abzustreiten, denn eingesteckt hätte ich die Nägel ja, und meine Frage, den Tatverlauf ev. selbst zu schildern, haben Sie nicht mit Ja beantwortet.
Es tut mir leid, wenn meine Nachfrage sehr ausführlich ausgefallen ist, aber ich möchte gerne meine Unklarheiten beseitigen. Vielen Dank

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 03.01.2008 | 09:20

Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für Ihre Nachfrage, diese beantworte ich wie folgt:

Zu 1) Wie bereits in der ursprünglichen Beantwortung Ihrer Frage ausgeführt, kann diesseits eine genaue Einschätzung der zu erwartenden Geldstrafe auf Grund der fehlenden Aktenkenntnis nicht abgegeben werden.
Eine Geldstrafe im unteren Bereich liegt bei einer Tagessatzanzahl zwischen 10 und 40 Tagessätzen vor.
Zu 2) Die Einstellung des Verfahrens stellte in der Tat einen günstigen Verfahrensausgang dar. Nach meiner Erfahrung können bei Einschaltung eines Strafverteidigers regelmäßig bessere Ergebnisse erzielt werden. Dies liegt daran, dass der Rechtsanwalt auf Grund seiner Ausbildung mit den anderen Verfahrensbeteiligten (Richter, Staatsanwalt) auf Augenhöhe verhandelt.
Zu 3) Meines Erachtens macht vorliegend ein Abstreiten der Tat keinen Sinn. Die von Ihnen vorgeschlagene Einlassung bestätigt den Tatvorwurf.

Mit freundlichen Grüßen

Martin Kämpf
Rechtsanwalt

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