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Ladendiebstahl ersttäter netto

10.05.2021 15:34 |
Preis: 31,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von


08:38

Zusammenfassung:

Ladendiebstahl, geringwertige Sache, Ersttäter

Hallo ,
Ich wurde heute morgen beim Ladendiebstahl erwischt (wert unter 7€). Ich kann nicht sagen warum Ich geklaut habe , wurde auch noch nie auffällig oder ähnliches . Habe noch nie was gestohlen oder wegen was anderem belangt .
Habe aus leider Panik gesagt ich hätte die Sachen in einem anderen Laden gekauft. Was natürlich nicht stimmt . Das kam auch schnell raus .
Dann habe ich die Tat zugegeben . Die Filialleiterin hat mir einen Zettel ausgedruckt auf dem steht dass Strafanzeige gestellt wurde.
Eine Fangprämie musste ich nicht zahlen . Ich habe natürlich jetzt Wahnsinnig Angst auch was meine Vorstrafen angeht. ..

Liebe Grüße

10.05.2021 | 16:08

Antwort

von


(78)
Marktstraße 17 / 19,
70372 Stuttgart
Tel: 0711-7223-6737
Web: http://www.hsv-rechtsanwaelte.de
E-Mail:

Sehr geehrter Fragestelleinr,

ich danke Ihnen für die Nutzung dieses Forums.
Vor der Beantwortung Ihrer Frage möchte ich Sie darauf aufmerksam machen, dass dieses Forum nur eine rechtliche Einschätzung und Beantwortung Ihrer Frage(n) gestattet und insbesondere bei Hinzutreten weiterer, auch noch unbekannter, Umstände die Beantwortung der Frage(n) anders ausfallen könnte.

Ich möchte nun Ihre Fragen wie folgt beantworten.
Die Erstattung der Strafanzeige durch die Filialleiterin wird nun zur Folge haben, dass die Staatsanwaltschaft gegen Sie ein Ermittlungsverfahren wegen des Ladendiebstahls einleiten wird.
Die Polizei wird daher die wesentlichen Punkte des Vorfalles ermitteln und wird hierbei sowohl auf Sie als auch auf die Filialleiterin und die Zeugen, die den Vorfall beobachtet haben, zukommen und zu einer Vernehmung bzw. Anhörung laden.
Sie als Beschuldigte sind nicht verpflichtet Angaben zu der Angelegenheit daher dem Vorfall selbst zu machen.

Nach dem Abschluss der Ermittlungen, daher der Vernehmung aller beteiligten Personen, wird die zuständige Staatsanwältin oder der zuständige Staatsanwalt die Sachlage genau prüfen und wird entscheiden, ob Sie wegen der Straftat zu belangen sind und wird zugleich auch über eine mögliche Strafe entscheiden.
Nachdem Sie angeben, dass dies das erste Mal war, dass Sie strafrechtlich aufgefallen sind, dürfte die Staatsanwältin oder der Staatsanwalt zunächst von einer Geldstrafe im Rahmen eines Strafbefehls ausgehen. Daher wird gegen Sie gleich eine Geldstrafe festgesetzt, die aus 2 Komponenten besteht. Zum einen wird es eine sogenannte Tagessatzanzahl geben und zum anderen eine Tagessatzhöhe.
Die Tagessatzanzahl wird sich an der Straftat an sich daher dem Ladendiebstahl sowie dem entstandenen Schaden orientieren und dürfte hier nach Ihrer Schilderung eher im unteren Bereich liegen.
Die Tagessatzhöhe bestimmt sich nach dem Nettoeinkommen von Ihnen. Hierbei müssen Sie beachten, dass Ihr monatliches Nettoeinkommen gegebenenfalls auch geschätzt wird und dieses durch 30 dividiert wird, so das man auf die jeweilige Tagessatzhöhe kommt.
Insgesamt gehe ich davon aus, dass sich die Geldstrafe im unteren Bereich bewegen dürfte.
Zu beachten dürfte sein, dass Sie bei einer geringen Geldstrafe nicht als vorbestraft gelten. Eine Geldstrafe wird erst dann im sogenannten Führungszeugnis eingetragen, wenn die Geldstrafe mit einer Tagessatzanzahl von 91 Tagessätzen bemessen ist.

Nachdem Sie die Tat bereits gegenüber der Filialleiterin zugegeben haben, dürfte sich auch im Rahmen des Ermittlungsverfahrens ein nochmaliges Geständnis auch zu Ihren Gunsten auswirken.
Man könnte auch daran denken, der Staatsanwaltschaft gegenüber anzuregen das Ermittlungsverfahren gegen Sie einzustellen, nachdem es sich bei der gestohlenen Sache um einen geringwertigen Artikel handelte und auch kein Schaden bei dem Laden entstanden ist. Bei einer Einstellung des Ermittlungsverfahrens dürfte zu beachten sein, dass eine solche gegebenenfalls auch gegen eine geringe Geldauflage in Betracht kommt.
Dies müsste jedoch gegebenenfalls mit der Staatsanwaltschaft geklärt werden.

Ich hoffe, dass ich Ihnen mit der Beantwortung und Schilderung der rechtlichen Lage behilfich sein konnte.
Sollten Sie eine Nachfrage haben, können Sie sich gerne an mich wenden.

Bitte nutzen Sie die Möglichkeit der Bewertung meiner Antwrt, wofür ich mihc bereits jetzt vielmals bedanke.




Rückfrage vom Fragesteller 10.05.2021 | 18:21

Vielen Dank für die Antwort !

Mit wie vielen Tagessätzen kann ich denn ungefähr rechnen ?
Und wird mein Arbeitgeber (Arbeiterwohlfahrt) über mein Vergehen , wenn es zu einem Strafbefehl kommt , informiert ?

Ich bin angehende sozial Arbeiterin , der diebstahl tut mir unendlich leid & wird nie wieder vor kommen ! Es wäre unfassbar wenn ich mir meine gesamte berufliche Laufbahn damit versaut hätte ... liebe Grüße

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 11.05.2021 | 08:38

Sehr geehrte Fragetsellerin,

vielen Dank für Ihre Rückfrage.

Was die Anzahl der Tagessätze anbelangt, so kann ich dies nicht mit Sicherheit sagen. Es kommt hierbei auch auf den Staatsanwalt an. Aber ich denke, dass es zwischen 20 und 40 Tagessätzen sein dürfte.

Eine Meldung an Ihren Arbeitgeber dürfte nach Ihrer Schilderung nicht erfolgen.
Denn ich sehe nicht, dass Ihre Tat eine arbeits- oder berufsrechtliche Pflicht verletzt. Sollte Ihre Tat für die Ausübung Ihres Berufes allerdings relevant sein, etwa dass Ihre Integrität oder Sorgfaltpflicht davon betroffen wären, könnte eine Mitteilung an Ihren Arbeitgeber erfolgen. Dies ist besonders in Berufen mit einem Bezug zu einer öffentlichen Tätigkeit wichtig. Wenn daher eine Berufunsausübungspflicht von Ihnen betroffen wäre, könnte eine Information erfolgen. Es ist hierbei auch abzuwägen, ob die Tat dazu geeignet ist, Zweifel an der Eignung, Zuverlässigkeit oder Befähigung von Ihnen bei Ihrem Arbeitgeber hervorzurufen. Es ist jedoch zu beachten, dass eine Information erst dann erfolgt, wenn sich die Ermittlungen so gefestigt haben, dass die Tat nahezu erwiesen ist und beispielsweise eine Anklage erhoben wurde.
Genaueres können Sie hierzu in Nr. 16 MiStra nachlesen.
Aber ich denke nicht, dass eine Meldung an Ihren Arbeitgeber erfolgen wird. Denn ich sehe an Ihrer Schilderung nicht, wo eine berufsrechtliche Pflicht verletzt worden wäre, beziehungswiese Ihre Tat aufzeigt, dass Zweifel an Iher Zuverlässigkeit oder Eignung entstehen könnten, zumal es sich um Ihre erste Tat handelte.

Es könnte auch sein, dass Sie bei einem Arbeitgeberwechsel verplfichtet sein könnten, den neuen Arbeitgeber zu informieren. Genaueres kann ich IHnen hierzu zu meinem Bedauern nicht sagen, da ich das Gebiet des Arbeitsrechtes nicht bearbeite.

Ich hoffe ich konnte Ihnen mit meinen Antworten behilfich sein.

Mit freundlichen Grüßen
Bianca Vetter, Rechtsanwältin

ANTWORT VON

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