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Ladendiebstahl - Wiederholungstäter?

| 03.06.2020 08:39 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von


Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe ein ziemliches Problem und eine Riesen Dummheit begangen.
Vor 4 Jahren habe ich einmal in einem Drogeriemarkt einen Artikel für 5€ unten im Einkaufswagen vergessen, wurde erwischt und da ich mir damals keinen Anwalt leisten konnte irgendwann zu 20 Tagessätzen à 10€ verurteilt.

Jetzt habe ich in einem Supermarkt ohne zu bezahlen mit dem Einkaufswagen den Laden verlassen.
Der Mitarbeiter der Kasse kam mir sofort hinterhergestürmt, er sagte er hätte auf Video dass ich dies vor 2 Monaten schon einmal getan hätte und rief die Polizei. Während er meinen Personalausweis kopierte sagte er aber, dass alles wieder gut und die Sache vom Tisch wäre, wenn ich den Wert des Einkaufswagens (alles Lebensmittel, aber der Wagen war voll) x 2 (wegen dem Vorfall vor 2 Monaten) sowie 2x die Vertragsstrafe von 100€ bezahlen würde. Ich willigte ein, er bestellte den Streifenwagen ab und ich bezahlte den Wert meines Wagens (179€ Wocheneinkauf) x 2 zuzüglich 2x100€ - 568€ an der Kasse.
Das Formular aus dem Büro gab man mir in Kopie mit, ich hatte darauf unterschrieben dass ich zK genommen habe, dass nun ein lebenslanges Hausverbot besteht. Zuhause ist mir aufgefallen, dass dieses Formular eine Strafanzeige ist.....
muss ich trotz Zahlung von fast 600€ davon ausgehen, dass die das an die Polizei gegeben haben? Gelte ich dann als Wiederholungstäter wegen der Sache vor 4 Jahren? Ich fange ab 01.08. als Beamtin an und habe solche Angst, dass jetzt mehr als 90 Tagessätze Geldstrafe auf mich zukommen und ich mir meine Zukunft verbaut habe...

03.06.2020 | 10:18

Antwort

von


(1217)
Aachener Strasse 585
50226 Frechen-Königsdorf
Tel: 02234-63990
Web: http://www.ra-raab.de
E-Mail:
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Sehr geehrte Fragestellerin,

zu Ihrer Anfrage nehme ich wie folgt Stellung:


1.

Da die Angelegenheit nicht ganz unproblematisch ist, kann ich Ihnen zunächst nur ganz dringend empfehlen, einen Rechtsanwalt mit Ihrer Verteidigung zu beauftragen.

Der Rechtsanwalt wird Einsicht in die staatsanwaltschaftliche Ermittlungsakte nehmen und nach Einsicht mit Ihnen den Fall und eine mögliche Verteidigungsstrategie besprechen.

Das Ziel muss sein, eine möglichst geringe Strafe zu erzielen, also, wie Sie schon richtig sagen, unter 90 Tagessätzen.


2.

Da Sie an den Supermarkt 568 € gezahlt haben, in denen 200 € Vertragsstrafe enthalten sind, haben Sie Waren in Höhe von 368 € mitgenommen.

Da dies innerhalb von zwei Monaten geschehen ist, muss man dieses Vorgehen schon als nicht unerheblich bezeichnen.

Schließlich zeigen die recht großen Einkäufe, dass eine gewisse „kriminelle" Energie aufgebracht worden ist, um sich einen Vorteil zu verschaffen. Auch der Zeitraum von nur zwei Monaten ist recht kurz und damit nicht ohne Bedeutung.


3.


Seitens des Supermarkts ist nach Ihrer Schilderung eine Strafanzeige gestellt worden. D.h., Sie haben neben dem zivilrechtlichen Aspekt auch die strafrechtliche Seite. In zivilrechtlicher Hinsicht haben Sie die Verbindlichkeiten erfüllt, indem Sie einerseits die Vertragsstrafe gezahlt haben und andererseits auch die Waren.

In strafrechtlicher Hinsicht steht die Problematik des Diebstahls im Raum. Hier gilt es nun herauszuarbeiten, was für Sie sprechen kann und welche Möglichkeiten es gibt, eine Bestrafung von weniger als 90 Tagessätzen zu erzielen.

Wie schon gesagt, sehe ich die „Bagatelle", die Ihnen vor vier Jahren unterlaufen ist, nicht als das entscheidende Problem. Problematisch sind die beiden Vorfälle innerhalb von zwei Monaten.

Deshalb nochmals: Suchen Sie dringend einen Rechtsanwalt auf, damit Sie das bestmögliche Ergebnis erzielen können.


Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Raab
Rechtsanwalt


Rückfrage vom Fragesteller 03.06.2020 | 10:29

In der Strafanzeige hat der Markt nur den einmaligen Diebstahl in Höhe von 179 aufgeführt, besteht dann auch nur eine Anzeige wegen dem einen Fall? Den Fall vor 2 Monaten haben sie nicht zur Anzeige gebracht, aber könnten ja im Verfahren natürlich sagen, dass es schon einmal vorkam. Macht das einen Unterschied?

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 03.06.2020 | 10:53

Sehr geehrte Fragestellerin,

zu Ihrer Nachfrage nehme ich wie folgt Stellung:


Wenn nur ein Fall zur Anzeige gebracht worden ist, ist auch nur ein Fall aktenkundig. Folglich wird es um jenen einen Fall gehen.

Natürlich kann der frühere Fall zur Anzeige gebracht werden.

Hier müssen Sie einfach abwarten, was sich aus der Ermittlungsakte ergibt.

Das macht es so wichtig, dass Sie einen Rechtsanwalt beauftragen.


Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Raab
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 03.06.2020 | 10:54

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