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Ladendiebstahl Wiederholung


19.10.2005 11:37 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Markus Timm



Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bitte um Ihre fachliche Aussage.

Hintergrund:
1.Tat: Ladendiebstahl
Tatzeitpunkt April 2002
Täter/in 45jährig, Ersttäter/in
Verurteilung 165 Tagessätze
Urteilszeitpunkt Februar 2003


2.Tat: Ladendiebstahl (Austauch der Preisschilder
von 39,- auf 10,- Euro bei einem Kleidungs-
stück, restliche Ware regulär bezahlt
Zeitpunkt: Oktober 2005

im Warenhaus: bei Detektiv sofort zugegeben
mündlich und schriftlich bei Geschäftsleitung
entschuldigt, Wiedergutmachung in Form von
Arbeit angeboten

Polizeivorladung: ausgesagt,Diebstahl zugegeben,Reue gezeigt,
Strafbefehlsverfahren beantragt

Nun die Frage:
Welche H Ö C H S T S T R A F E wäre ggf. denkbar?
(Sind auch Fälle von Gefängnisstrafen in dieser Konstellation bekannt?)

(falls dies noch zu dem genannten Preis möglich ist, hätte ich noch eine Zusatzfrage:
Beginnt die Verjährungsfrist im Führungszeugnis mit dem Zeitpunkt der Tat oder mit dem Zeitpunkt des Urteilsspruchs?
Wird die Verjährungsfrist durch die 2. Tat prolongiert?)

Vielen Dank für Ihre rasche Antwort und

Mit freundlichen Grüßen

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Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

ich bedanke mich für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage des von Ihnen geschilderten Sachverhalts wie folgt summarisch beantworten will:

Es ist sehr schwer zu sagen, welche konkrete Strafe zu erwarten ist. Selbst, wenn ich die genauen Tatumstände kenne würde, hängt die zu erwartende Strafe von vielen verschieden Faktoren ab. Hier besteht eine einschlägige (nicht allzu lange zurückliegende) Vorbestrafung mit nicht unerheblichem Strafmaß (rel. ungewöhnlich für einen Ladendiebstahl). Vieles hängt von dem entscheidenden Richter ab, von dem Eindruck, den der Täter auf den Richter macht. Eine Freiheitsstrafe ist in dem von Ihnen beschriebenen Fall nicht ausgeschlossen. Jedoch wegen des entstandenen Schadens und des Tatnachverhaltens, welches sich günstig auf die Strafhöhe auswirken wird, unwahrscheinlich. Eine Geldstrafe oder Freiheitsstrafe auf Bewährung ist wahrscheinlich. Um gänzlich Sicherheit zu erlangen, sollte ein auf Strafrecht spezialisierten Anwalt beauftragt werden. Dieser könnte auch eine Einstellung beantragen (z.B. nach § 153 StPO).

Möglich ist, dass im Wege des Strafbefehlsverfahrens entschieden wird. Die Rechtsfolgen der Tat sind dann allerhöchstens Geldstrafe (bzw., wenn der Täter einen Verteidiger hat, Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr auf Bewährung).

Bei einer Geldstrafe von mehr als 90 TS wird die Eintragung nach 10 Jahren getilgt (vgl. § 46 Abs. 1 Nr. 2 a) BZRG). Die Frist beginnt mit dem Tag des ersten Urteils (vgl. § §§ 47 Abs. 1, 36 BZRG). Tilgung erst möglich, wenn die Frist auch für die letzte eingetragen Tat abgelaufen ist (§ 47 Abs. 3 BZRG).

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Auskunft weiter geholfen zu haben.

Mit freundlichem Gruß

Markus A. Timm
-Rechtsanwalt-
www.Rae-Linden.de

Nachfrage vom Fragesteller 19.10.2005 | 13:13

Sehr geehrter Herr Timm,

vielen Dank für Ihre rasche Antwort.
Kann man auch selbst bei der Polizei(?) oder dem Staatsanwalt(?) darum bitten, daß das Verfahren nach §153 StPo durch eine Zahlung an die Staatskasse oder eine gemeinnützige Organisation eingestellt wird (und wäre das sinnvoll?). Falls nicht, was kostet eine solche Antragsstellung durch einen Rechtsanwalt.

Vielen Dank im Voraus für die Beantwortung der Zusatzfrage und

Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 19.10.2005 | 14:51

Letztlich handelt es sich nicht um einen Antrag (insofern missverständlich formuliert). Die Staatsanwaltschaft (nicht die Polizei) kann nach § 153 StPO einstellen, wenn die Schuld des Täters als gering anzusehen wäre und kein öffentliches Interesse an der Verfolgung besteht. Insoweit wird der Anwalt hier nur anregen. Das können selbstverständlich auch Sie machen. Die Beauftragung eines Anwalts nur für das Stellen eines Antrags ist nicht möglich. Die Kosten für die Beauftragung im Vorverfahren würden sich zwischen ca. 300 € und 500 € bewegen (da es sich um Rahmengebühren handeln hängt es von dem Umfang und der Schwierigkeit der Sache ab).

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg.

Mit freundlichem Gruß

Markus A. Timm
-Rechtsanwalt-

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