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Ladendiebstahl - Verhalten und Folgen


19.12.2012 17:27 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht



Sehr geehrte Damen und Herren,

meine Frau (sri lankische Staatsbürgerschaft) wurde gestern in einem bekannten Ladengeschäft von einem Kaufhausdetektiv aufgegriffen. Sie hatte Waren im Wert von ca. 100 Euro in Ihrer Tasche und diese nicht bezahlt.

Sie wurde in das Büro gebeten in dem ich (Ehemann) ebenfalls nach ca. 20 Minuten dazu kam. Zeitgleich mit mir traf ebenfalls die Polizei ein.

Meine Frau war völlig aufgelöst und voller Tränen. Sie spricht leider nur sehr gebrochen deutsch und konnte den Vorfall nur auf englisch erklären (ich habe übersetzt).

Ihre Version war, dass Sie vor der Tür einen Freund gesehen hatte, dem Sie die Waren mit Bitte um seine Meinung zeigen wollte. So haben wir es auch der Polizei zu Protokoll gegegen.

Später erzählte Sie mir, dass Sie die Dinge in der Tasche tatsächlich mitgenommen und nicht bezahlt hatte. Sie hat dies das erste Mal getan und bereut den Fall zutiefst. Es war eine sehr dumme Dummheit.

Es wurde keine "Fangprämie" von uns gezahlt. Der Fall wurde zur Anzeige gebracht.

Nun meine Fragen:

I) Wir warten nun auf das Anhörungsschreiben von der Polizei. Wir sind unsicher, ob wir die Version stützen sollen, die wir im Büro des Kaufhauses auch der Polizei angegeben haben oder einfach (unsere liebere Wahl) die volle Wahrheit angeben sollen?

II) Wenn wir die volle Wahrheit sagen, wie teilen wir diese am Besten mit?

III) Meine Frau verdient ca. 1800 Euro netto. Welches Strafmaß erwartet uns?

IV) Wir sind verheiratet aber meine Frau hat derzeit ein Aufenthaltsvisum. Kann sich der Tatbestand der Anzeige und möglichen Strafe negativ auf das Visum bzw. den Aufenthaltstitel auswirken?

Die Sache ist uns Beiden so verdammt unangenehm und solch eine Dummheit kommt nie wieder vor. Nun ist „das Kind aber in den Brunnen gefallen" und wir müssen die Sache lösen.

Wir freuen uns auf eine Antwort von einem Experten und hoffen die Antwort kann uns das kommende Weihnachtsfest wenigstens ein wenig beruhigter angehen lassen.

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Sehr geehrter Ratsuchender,

guten Abend und vielen Dank für Ihre Anfrage.

Aufgrund der von Ihnen vorgenommen erheblichen Reduzierung des vorgeschlagenen Preises beantworte ich Ihre Frage(n) unter Zugrundelegung des geschilderten Sachverhalts in der gebotenen Kürze wie folgt:

1.Ihre Frau sollte im folgenden von Ihrem Schweigerecht Gebrauch machen. Sie sollten
eine(n) Kollegen/in mit der Wahrnehmung Ihrer Interessen beauftragen. Ziel sollte es sein, eine Einstellung des Verfahrens zu erreichen.

2.siehe 1.

3.Eine Einstellung des Verfahrens sollte hier möglich sein, zumindest gegen eine Geldauflage. Sollte es dennoch zu einer Verurteilung kommen,
sind 10-15 Tagessätze realistisch. Ein Tagessatz errechnet sich aus dem Nettoeinkommen durch 30.

4.Aufgrund der Geringfügigkeit der Tat ist nicht mit Auswirkungen zu rechnen. Gerade wegen des Aufenthaltstitels sollte hier eine Einstellung des Verfahrens angestrebt werden ( siehe unter 1. ).

Ich hoffe, meine Antwort hat Ihnen weitergeholfen und einen ersten Überblick verschafft.

Mit freundlichen Grüßen aus Achim

Moritz Kerkmann
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 19.12.2012 | 19:52

Sehr geehrter Herr Kerkmann,

entschuldigen Sie, ich wusste nicht wie viel Geld eine solche Frage hier Wert ist, da ich keinerlei Erfahrungswerte habe.

Denken Sie, eine Einstellung des Verfahrens kann tatsächlich erreicht werden?

Mit welchen Anwaltskosten ist hier zu rechnen? Kann eine Beauftragung im Rahmen einer Erstberatung ausreichen?

Beste Grüße

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 19.12.2012 | 20:01

Guten Abend noch einmal,

ja, eine Einstellung des Verfahrens - zumindest gegen eine Geldauflage - kann hier meines Erachtens tatsächlich erreicht werden.

Damit dies auch gelingt, sollten Sie sich rechtsanwaltlich vertreten lassen, da ein Laie bei der Staatsanwaltschaft oftmals allein nicht weiter kommt.

Hierfür müssten Sie eine entsprechendes Mandat erteilen, da dies keine Erstberatung mehr ist. Die Kosten sind schwer vorauszusagen und hängen von verschiedenen Faktoren ab. Gelingt eine Einstellung müssen Sie grob überschlagen mit Rechtsanwaltskosten von ca. 500,00 Euro rechnen.

Gerne können Sie sich diesbezüglich auch noch einmal an mich wenden.

Ich hoffe, auch Ihr Nachfrage beantwortet zu haben und verbleibe mit

besten Grüßen aus Achim

Moritz Kerkmann
Rechtsanwalt

P.S.: Schon mal schöne Festtage und einen guten Rutsch.

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