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Ladendiebstahl (Ist schon eine echte Story)

| 13. Juni 2021 21:12 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von


22:37

Sehr geehrte Damen und Herren von Frag-einen-Anwalt.de,
ich ging letzten Freitag abend in einer Aldi-Süd Filiale in der Umgebung von Köln mit meiner Frau, unserem Sohn (4 Monate alt) einkaufen. Ich nahm einen Einkaufswagen, meine Frau hatte den Kinderwagen in welchen unser Sohn lag. Wir haben normal unseren Einkauf gemacht und meine Frau hat am Ende noch etwas bei den Kleidungsstücken gestöbert. Sie hat dabei für sich etwas gefunden das ihr gefiel. Es handelte sich dabei um den Artikel „D-Bluse,Leinen/BW" und eine Hose im gleichen Stil und Muster. Die Kleidungsartikel lagen etwas durcheinander verteilt, manche noch verpackt, gleiche Artikel aber auch ohne Verpackung. So wie man es von einer Auslage kennt, wo halt viele Kunden schon drin rumgewühlt haben. Meine Frau hatte sich die Größen von einer Bluse und einer zugehörigen Hose angeschaut. Eine Bluse befand sich in einer Verpackung, welche schon vorne aufgerissen wurde. Die Größe wusste sie bis dahin schon und nahm diese Bluse dann mit der Verpackung. Die Hose war ohne Verpackung, so das man diese dann auch wegen der Größe mal anschauen konnte. Ich habe dem Vorgang soweit keine Beachtung geschenkt, da ich mit unserem Sohn beschäftigt war und mich diese Warengruppe auch nicht wirklich interessiert. Was ich gesehen habe, meine Frau sucht sich was aus und legt es in den Einkaufswagen. Die Beschreibung wie sie dies getan hat, habe ich nachträglich bei ihr gefragt. Als Information warum ich mich für meine Frau in diesem Fall einsetze. Meine Frau hat Migrationshintergrund (Madagaskar) und hat noch keine so guten Deutschkenntnisse um das jetzt so genau zu schildern. Jetzt hat sie sich für 2 Artikel entschieden, also einmal die Bluse und entsprechend im gleichen Muster und farbstil die zugehörige Hose. Wir befinden uns in einem Lebensmittelgeschäft. Was könnte mit unerverpackten Kleidungsstücken pasieren, welche man einem gefüllten Einkaufswagen mit Erdbeeren, Bananen, Süßkartoffeln, Zwiebeln hinzufügt? Unverpackte Kleidungsstücke könnten an den Lebensmittel verunreinigt werden oder halt auch dessen Gerüche aufnehmen. So hat meine Frau die Hose mit in die schützende aber schon geöffnete Verpackung der Bluse zusammen gefügt. Wir haben beide im Nachgang sehr scharf darüber nachgedacht, wie sie dies getan hat, denn dieser Punkt ist von großer Bedeutung. Man ahnt schon wohin es hinaus läuft.
So wie wir meinen zu wissen, war die Bluse ja schon in der Verpackung, wohlbemerkt nicht mehr ordentlich gefalltet, sondern verwuselt und sie hat dann die Hose hinzugesteckt, so das diese sich zumindest an der Verpackung hält. Wir denken das die Hose, also ein Teil davon dabei weiterhin sichtbar war, also ein Kassierer es ja eigentlich erkennen müsste, das hier 2 Artikel vorliegen. Am Kassenband angekommen war der Ablauf so, ich habe die Waren auf das Band gelegt, auch die Artikel um welche es hier geht. Meine Frau stand mit dem Kinderwagen hinter mir, da kein Platz vorhanden war um an mir vorbei zu kommen. Unser Einkauf war ein gefüllter Einkaufswagen, der Einkauf belief sich auf 76,98 Euro.
Der Kassiervorgang wurde schon gestartet, wo ich noch beim Auflegen war. Da bei diesem Aldi es keine Auslaufzonen für die Waren gibt, sondern sich diese auf einer kleinen Ablage bei der Kasse sammeln, habe ich versucht alle Waren schnell auf das Band zu bringen, um den Einkaufswagen schnell leer zu bekommen, das ich dann vorne auch wieder zügig einladen kann. So habe ich die beiden Kleidungsartikel eben auch schnell auf das Band geworfen. Ich wusste ja in dem Moment im Grunde auch noch garnicht nicht ob da jetzt eine Hose, Bluse, Kombination oder was auch immer es mit diesen Artikel(n) auf sich hat. Ich habe die Waren so auf das Band gelegt wie ich es immer mache. Gut möglich, wäre ausreichend Platz dort gewesen und mir meine Frau hätte helfen können, sie dann die Bluse und Hose einzeln ausgelegt hätte. Im Einkaufswagen hatte ich noch 2 Permanent Tragetaschen, welche ich mitgebracht habe.
Es gehört bei jedem Einkauf schon zu meiner Gewohnheit, das ich überprüfe ob im Einkaufswagen nicht irgendein Artikel noch unter einer Tüte oder sich ausversehentlich in einer Tüte befindet. So schüttel ich die Tüten auch manchmal mit der Öffnung nach unten, das der Kassierer dies sehen und sicher sein kann, das sich nichts dort drin befindet. Dies ist bei Kassierern immer wieder gerne gesehen und viele bedanken sich auch dafür das ich das so mache. Da dieser Aldi vom Platz her eher eng gestaltet ist, sind die Einkaufswagen auch eher schmal gehalten und der Korb liegt gesamt tiefer als wie man es von anderen Einkaufswagen gewohnt ist. Auch sind die Körbe in einem dunklen farbton gehalten, ähnlich einer durchgereiften Advocado.
Tatsächlich war nach meinem Einkaufswagencheck noch eine Advocado im Einkaufswagen in der Ecke liegen geblieben, welches ich aber direkt dem Kassierer so mitgeteilt habe und ihm diese für den Bezahlvorgang überreicht hatte. War auch kein Problem. Aber um diese Advocado geht es auch nicht. Ich mag dies nur erwähnen, um zu zeigen, das ich bei einem Einkauf generell sehr sorgfältig damit umgehe, sicher zu stellen das ich keine Waren unbezahlt mitnehme. Das ist mir wirklich wichtig. Beim Einladen der Waren in die Tüten war dann Platz gegeben, das meine Frau mit dem Kinderwagen an mir vorbei gehen konnte. Sie hatte mir dann beim Einladen noch helfen wollen und auch einige Artikel mit in die Tüten gepackt. Ich sagte ihr, das ich das schon mache und sie nach dem Kleinen schauen solle. Ich habe also weiter eingepackt und sie stand beim Kinderwagen. Aus den Augenwinkeln stellte ich fest, das meine Frau von einer mänlichen Person angesprochen wurde. Manchmal stehen Leute mit Abstand am Kinderwagen und schauen auf das Baby „Ach wie süß !", aber das hier war anders. Ich hatte in dem Moment den Eindruck das meine Frau von dem unbekannten Mann bedrängt wurde. Das kam mir sehr suspekt vor und ich habe aus großer Sorge um unserem Sohn und meiner Frau daher schon mit etwas lauterer Stimme diese Person mit einem kräftigen „Hallo" angesprochen. Bei weiterer zugegeben lauterer Anfrage meinerseits, gab die unbekannte Person sich als Ladendedektiv zu erkennen, was bei mir durchaus für eine große Verwirrung sorgte. Auch meine Frau sagte mir später sie sei darüber sehr überrascht gewesen, warum ein Ladendedektiv sie anspreche. In einem schnellen Gedanken vermutete ich, er würde vielleicht einfach gerne den Kinderwagen nach irgendwelchen Waren absuchen wollen. Aber das sah nicht danach aus. Ich auch meine Frau rätselten um was es gehen könne. Ein weiteres Problem der Ladendedektiv hat meine Frau schon etwas harsch angesprochen als wäre sie eine kriminelle Ladendiebin. Und dies nicht in einem hinteren Bereich, sondern so das alle Mitarbeiter dort im Kassenbereich und auch einige Kunden dies mitverfolgen konnten. Das war für meine Frau sowas von unangenehm, sie fühlte sich richtig vor all den Leuten peinlich blosgestellt. Mir ist dies natürlich nicht entgangen und bei sowas Glühe ich auf und fühle mich dazu angehalten meiner Frau entsprechenden Schutz zu bieten. Schon allein diese Vorstellung meine Frau als Ladendiebin, dort vor all den noch anwesenden Leuten, in den Verdacht zu ziehen, ließ mich ziemlich in Rage geraten. Ich habe mich da sehr aufgeregt und wurde noch eine ganze Ecke lauter. Hier sei gesagt, meine Frau ist wirklich eine gute Seele und es liegt ihr sowas von fern irdendeine Handlung wie Diebstahl durchzuführen. Daher weiß ich natürlich auch dann bei solch einer Situation, wie sie darunter schwer leidet und dies auch noch im Nachgang, falsch verdächtigt zu werden. Der Ladendedektiv gab zu erkennen er wolle sich einen gekauften Artikel und zwar diese Bluse anschauen. Gut soll er sich diesen doch anschauen, kein Problem. Wir sind ja in diesem Moment nicht mal ansatzweise davon ausgegangen das etwas unstimmig sein könne. Ich habe während dessen schon gut rumgemeckert, es war ja eben wegen dieser Blosstellung. Also auch wenn folgend nichts gewesen wäre, hätte ich mich wahrscheinlich nicht direkt beruhigen können. Dieser Artikel, also diese Verpackung mit der „D-Bluse,Leinen/BW" kramten wir dann irgendwo hervor. Ich weiss nicht mehr ob dieser jetzt in der Tüte war, oder neben den Tüten lag, ich war etwas in Rage. Meine Frau weiss es auch nicht so genau, meinte aber die Verpackung wäre in einer Tüte gewesen. Diese Verpackung die also schon an der Kasse abgerechnet wurde hielt dann der Ladendedektiv in seinen Händen und sagte irgendwas. Ich habe das nicht so genau mitbekommen, ich war auch schwer davon ausgegangen, der sieht die Verpackung den Artikel oder was auch immer und alles ist dann ok. Auch meine Frau war in dem Moment der Annahme, gezeigt alles gut und fertig. Es ist schwer zu beschreiben, irgendwie schien es so, das dann doch etwas nicht in Ordnung sei. Es kam dann so, das der Ladendektiv annahm, diese der Verpackung zugesteckte Hose sei ein Diebstahlsversuch seitens meiner Frau gewesen und er hätte dies jetzt so aufgedeckt. Als es mir so langsam dämmerte um was es jetzt hier gerade geht, ging ich in den Alarmmodus. Das war jetzt aber ganz richtig am Limit. Es ist absolut, sowas von dermassen abwegig, nicht nachvollziehbar, wieso meine Frau einen Artikel um sage und schreibe von gerade mal 7,99 Euro mitgehen lassen wolle. Als Information, unsere finanzielle Situation ist soweit gefestigt, das es einfach absurd wäre einen Artikel gerade mal im Wert von 7,99 Euro mitgehen zu lassen. Mit meinem Einommen als SAP-Berater und zusätzlich Kindergeld, haben wir nach Abzug aller Kosten, sowie auch Lebensmitteleinkäufen etc. monatlich ca. 1000,- Euro oder sogar noch mehr über zur freien Verwendung. Und meine Frau kommt hier nicht zu kurz, das kann ich mit Onlineeinkäufen belegen. Auch bei den Lebensmitteleinkäufen sind wir in der glücklichen Lage nicht bei jedem Artikel genau nach dem Preis zu schauen. So gehen dann auch gerne mal bei einem Einkauf einige Modeartikel mit in den Einkaufswagen. Vor allem sie lädt die Kleidunsstücke in den Einkaufswagen (!) und an der Kasse ziehe doch ich (!) die Kreditkarte durch. ich meckere da auch nichts an. Wenn sie mit beim Einkauf dabei ist, solch Zusatzeinkäufe bewegen sich dann so im Rahmen bis zu 40,- Euro. Jetzt steht der Ladendedektiv da mit der Behauptung meine Frau hätte einen Diebstahl vollzogen.Ich konnte es nicht mehr fassen und dies auch lautstark zum Ausdruck gebracht. Natürlich ab dann alles meinerseits mit großer Lautstärke der Versuch klarzustellen das es absolut abwegig ist, das hier irgendeine Absicht eines Diebstahls gewesen wäre. Ich habe darauf heingewiesen, die Artikel sind doch über das Kassenband gelaufen. Das schien dem Ladendektiv alles nicht so wirklich zu interesseiren. Ich habe darauf hingewiesen wie es mit unserer finanziellen Situation ausschaut und hier auch mal laut den Nettobetrag verkündet, welcher uns mit Gehalt und Kindergeld monatlich zur Verfügung steht. Gut dies ist vielleicht etwas erbärmlich lächerlich hier seine Nettoverdienste vor all den Leuten zu nennen, ich wusste mir aber in der Situation in Rage nicht mehr anders zu verhelfen um das der Ladendektiv mal unseren Argumenten zuhört. Der Ladendektiv konterte er habe monatlich sogar 1000,- Euro mehr, er nannte dies in einer Summe. Und er prahlte er habe auch eine fette Karre. Kurz beruhigte ich mich durch die Nachfrage ob er denn wirklich als Ladendektiv so gut verdiene. Er sagte, er mache das als zusätzlichen Job, er habe noch andere Einkommen. Wir waren also beide kurzzeitig in den Modus „Mein Haus, mein Auto, mein Boot" abgegleitet. Den verlies ich aber wieder schnell und kam zurück auf die Versuche irgendwie zu vermitteln das ein absichtlicher oder generell ein Diebstahl völlig auszuschließen sei. Es ging nichts, es kam nichts an, er wollte nicht zuhören. Ich fragte dann, ist das hier alles eventuell eine rassistische Aktion oder was. Ich mag eigentlich nicht die Rassismuskeule schwingen, aber irgendwie musste ich was bringen das er mal zuhört. Das funktionierte dann auch, denn er erwiderte sehr forsch, das er mir damit jetzt eine Anzeige machen wird, weil ich ihn jetzt Rassismus unterstellt hätte. Ich habe erwidert ich habe ihn nicht als Rassist beleidigt, sondern für mich in den Raum gefragt ob das ganze Geschehen eventuell rassistisch motiviert sei. Aber ab da wusste ich, das ich jetzt ziemlich vorsichtig sein muss, denn dieser Mann kann mir gefährlich werden. Ich wusste ab da, er wird bei meinem Aufreger jeden kleinsten Anlass dafür benutzen wollen um mir zu schaden. Und es schien mir, er hatte darauf jetzt nur gewartet. Ich musste also sehr aufpassen, das ich ihm keine Bälle zuspiele. Beleidigungen wiegen schwerer und können in Rage schnell unüberlegt geäußert werden und ich wollte es dringlichst vermeiden, das er mir mit einer Anzeige gegen mich kommt. Was mir dann aber noch zudem auffiel und mir etwas an Unbehagen auslöste. Der Ladendedektiv bekam zunehmend Zuckungen, also ganz eigenartige schnelle hin und her Kopfbewegungen mit teils zukneifenden blinzelden Augenlidern. Ich fragte ihn, was seine hektischen Kopfbewegungen zu bedeuten haben. Er sagte, er sei früher Boxer gewesen und es würde irgendwie daraus resultieren. Ganz genau hatte ich in dem Momment nicht deutlich verstehen können, was er als Begründung gesagt hatte. Irgenwas in der Art, aber das mit dem Boxer war klar zu verstehen. Während dieser Geschehnisse versuchte ich dann auch irgendwie die Bezahlung vorzunehmen. Ich hatte glaub ich 3 mal die Kreditkarte an den Leser gehalten und auf dem Display stand Karte gelesen. In der ganzen Aufregung hab ich nicht gesehen das im unteren Bereich noch ein kleines Display war für die PIN-Eingabe. Manchmal geht es auch ohne die PIN. Der Ladendedektiv hat versucht auf mich beruhigend einzuwirken und uns gebeten zur Klärung mit ins Büro zu kommen. Also dort könnten wir dann alles nochmal in Ruhe klären. So wirklich war ich damit nicht einverstanden, schließlich bestand nicht irgendeine Absicht meiner Frau einen Ladendiestahl zu begehen. Er lies da nicht locker, ich dachte ok vielleicht bekommen wir es ja dort eben geklärt. Ich vergewisserte mich dann an der Kasse beim Kassierer nochmal ob nun die Bezahlung abgeschlossen wäre, das war dann auch alles in Ordnung. Dann gingen wir zusammen, meine Frau, ich, unser Kind im Kinderwagen, der Kassierer und der Ladendedektiv mit nach hinten ins Büro. Mir ging dabei noch durch den Kopf das diese Artikel doch über das Band gelaufen seien und es keinerlei Absicht gibt irgendeinen Artikel unbezahlt an der Kasse vorbei zu bringen. Ich bin sogar so drauf, hätte ich zuhause erkannt ein Artikel wäre unbezahlt gewesen, ich am nächsten Tag zur Filiale gegangen wäre um diesen Artikel nachzubezahlen. Gleiches gilt für meine Frau. Im Büro angekommen gab es dann aber nicht wirklich eine Klärung, sondern mündete eher in eine lautstarke Diskussion. Denn es bestand nicht wirklich der Wille der Klärung auch mal auf unsere Perspektive einzugehen, sondern der Ladendedektiv beharrte darauf, gegen meine Frau zügig Anzeige zu erstatten. Ich war fassunglos und konnte es kaum noch begreifen, meine Frau soll eine Anzeige wegen Ladendiebstahl erhalten. Meine Frau war sichtlich erschüttert und versuchte aber das Heulen zu unterdrücken, halt wegen auch dem Baby das ja die ganze Zeit mit dabei war. So wie der Ladendedektiv zu erkennen gab, wollte er auch nicht von der Anzeige ablassen oder mal auf unsere Perspektive eingehen, halt auch mit Begründung wegen meiner lauten Aufreger vorne im Kassenbereich. Eine Reinigungsfrau hatte den Vorgang aus ihrer Sicht so beobachtet und dem Ladendedektiv anschließend mitgeteilt, das meine Frau eine Verpackung mit der Hose aufgerissen hätte und diese dann der Verpackung mit der Bluse zusammengefügt habe, aber so das die Bluse die Hose verdeckt. Ich hatte dem Ladendedektiv schon mitgeteilen können, das die Artikel in der Auslage teilweise durcheinander verteilt gewesen sind und teils auch ohne Verpackung. Der Ladendedektiv hat das aber dann so betrachtet, das meine Frau die Hose einer Verpackung entnommen habe und diese der anderen Verpackung absichtlich hinter der Bluse versteckt hätte. Ich wollte daher das diese Behauptung auch dann genauso mit in den Anzeigentext aufgenommen wird.
Dies wollte er dann aber so nicht mit in den Text aufnehmen und wich aus, mich auch anzeigen zu wollen, wegen der Aufreger und welcher Worte die da angeblich gewesen sein sollten. Meinerseits hat es zwar ein paar Kraftausdrücke gegeben, diese waren aber allgemein auf die Situation gerichtet und nicht gegen irgendeine Person. Eine der Anzeigendrohungen mag ich gerne beschreiben. Ich habe mitgeteilt das bei unserer gefestigten finanziellen Situation es völlig absurd wäre, etwas zu klauen. Da ich darauf nur eine abwinkende Reaktion erhielt, habe ich frustiert einen 10,- Euro Schein zerknüddelt und in die Ecke geworfen, mit dem Hinweis ob ich jetzt 10,- Euro mehr oder weniger habe, sei nun wirklich nicht von großer Bedeutung, und ich oder meine Frau uns nun wirklich nicht besser fühlen, dadurch wenn man für einen Artikel 7,99 gespart haben möge. Der Ladendedektiv hat dann darauf etwas forsch erwiedert, er könne wegen des geworfenen 10,- Euro Scheins nun eine Anzeige gegen mich stellen und zwar wegen eines Bestechungsversuches (!?). Ab da bekam ich dann doch etwas Sorge um den Zustand des Ladendedektivs, schließlich waren mein 4 Monate alter Sohn mit im Raum. Er wusste ganz sicherlich wie ich das gemeint hatte, würde aber es zum Anlass nehmen mir was zu unterstellen. Ich sah das schon als etwas bedrohlich an. Schließlich war das Ganze ja immer noch begleitet mit den immer wiederkehrenden ruckelden Bewegungen seines Kopfes, er Boxer und mein kleiner 4 Monate alter Sohn mit im Raum.
Ich habe dann weitere Diskussionen vermieden und der Ladendedektiv hat die Anzeige gegen meine Frau gestellt und sie zur Unterschrift aufgefordert. Hinzu sei noch die information, das während des Diskussionsverlaufes im Büro seine Ansichten wie er denn den Anzeigetext schreiben möge, anhand des Diskussionsstandes variierten. Er war sogar einmal begleitet von einem gehässigen Gesichtsausdruck bei einer Formulierung angelangt, wo er meinte, er schreibe dort hinein sowas wie „Ganz mieser hinterlistiger Ladendiebstahl !". Im Nachgang wünsch ich mir, hätte ich ihm doch gesagt, er möge das doch so nochmal wiederholen und dabei meiner Frau in die Augen schauen. Zur Beruhigung der Situation hatte ich mich dann auch wegen der etwas lauten Aufreger im Kassenbereich bei ihm entschuldigt. Der weitere Verlauf lief dann ruhig. Er las dann den Anzeigentext laut vor. Den Hinweis, bitte doch den Vorgang mit in den Text aufzunehmen, also das eine Verpackung mit der Hose aufgerissen wurde um diese dann zu entnehmen, wies er ab. Ich vermute das er sich seiner Aussage doch nicht ganz so sicher war und hier keinen Irrtum seinerseits mit in den Text aufnehmen wollte. Er hat es zwar gegen uns so behauptet, aber in dem Text sollte das nicht mit drin vorkommen. Ich hatte darauf hingewiesen das in der Auslage wohl auch Artikel ohne Verpackung seien, dies wollte der Ladendedektiv so auch nicht akzeptieren mit dem Hinweis, die Artikel seien alle als Einzelstücke in der Verpackung. Der Ladendedektiv hatte auch im Verlaufe der Diskussion hingewiesen das Videoaufnahmen existieren. Die Einsicht der Videoaufnahmen wurden uns aber nicht gestattet. Ich vermute dies ist so gesetzlich geregelt. Meiner Frau erteilte der Ladendedektiv dann Hausverbot für 12 Monate und mir erteilte er ein lebenslanges Hausverbot für alle Aldi Märkte gesamt. Meine Frau hat dann diese Anzeige unterschrieben. Irgendeinen Hinweis das sie die Unterschrift auch hätte ablehnen können hat es nicht gegeben. Ich ärgere mich jetzt im Nachhinein das ich nicht daran gedacht habe, ob es da noch rechtliche Möglichkeiten gäbe. Nachdem wir das Büro verlassen konnten, bin ich etwas voraus geeilt, denn ich wollte wissen wie genau es bei der Auslage der Modeartikel ausschaut und dies eben möglichst per Foto noch zu dokumentieren. So wie ich es bei dem Einkauf meinte auch gesehen zu haben, waren die Artikel teils eingepackt und teils unverpackt. Also doch etwas anders als vom Ladendedektiv kurz zuvor behauptet. Fotos habe ich davon machen können. Wir haben uns dann im ruhigen Ton verabschiedet und sind aus dem Aldimarkt gegangen. Man mag meinen dies wäre es dann soweit, aber jetzt kommt noch mehr was mir Fragezeichen stellt. Nach all der Aufregung und wir es immer noch nicht fassen konnten, was da eben passiert war, musste ich meiner Frau tröstent zureden, das ich versuchen werde dies irgendwie noch im Nachgang zu klären. Die Bluse welche eingekauft wurde, könnte meine Frau nach diesem Erlebnis nun wirklich nicht mehr tragen, das wir diese dann noch im Einkaufszentrum weggeworfen haben. Auch könnte sie kein Kleidungsstück tragen, von dem sie wüsste es sei Diebstahlsware. Das ist mit ihren christlichen Glauben nicht vereinbar. Meine Frau und ich haben keinelei Vorstrafen, uns nichts zu Schulden kommen lassen, den Kontakt mit der Polizei kennen wir garnicht.
Zuhause angekommen am Tisch sitzend in Gedanken an diesen Vorfall, greif ich nach einiger Weile zu dem Kassenzettel von diesem Einkauf. Falte diesen auf und streife über die eingekauften Artikel. Was ich dann dort sah glaubte ich im ersten Momment nicht so wirklich. Ausgerechnet dieser Artikel um welchen es sich drehte, wurde 2 mal in die Rechnung aufgenommen. Jetzt nicht die Hose, aber die Bluse wurde zwei mal an der Verpackung gescannt. Es wurde 2 mal 7,99 Euro erfasst. Im Grunde wäre das was auf dem Zettel steht, vermutlich der korrrekte Einkauf beider Artikel gewesen. Was ich bei manchen Einkäufen hin und wieder beobachten kann, wenn aus einer Warengruppe ein ähnlicher Artikel den gleichen Preis hat, wird dieser gegebenenfalls einfach 2 mal auf einen Artikel gescannt. Ich weiss in dem Falle nicht ob die Hose vielleicht dann doch einen abweichenden oder gleichen Preis hat. Bei Abweichung kann ja auch sein, das der Kassierer von einem gleichen Preis ausging und daher 2 mal an der Verpackung der Bluse gescannt hat, für die Bluse und für die Hose.
Der Artikel wurde schließlich aber wieder mit einem Sofortstorno heraus genommen. Während des Kassiervorgangs habe ich davon aber nichts mit bekommen, da ich da noch mit dem Auflegen der Waren auf das Kassenband beschäftigt war. Die Verpackung mit der Bluse und der zugesteckten Hose ging ziemlich zu Anfang auf das Band. Jetzt stellt sich dennoch die Frage, war es für den Kassierer erkenntlich das in der einen Verpackung sich 2 Artikel befunden haben? Also sind die beiden Artikel so aufs Band gegangen, das diese auch beide für den Kassierer zu sehen waren? Hat er diese beiden Artikel gesehen und vielleicht aus Bequemlichkeit einfach an der Verpackung der Bluse zweimal gescannt, oder weil vielleicht an der Hose kein Barcode zum Scannen vorhaden war? Wann wurde der Storno ausgelöst? Es stauten sich auf dem Kassentisch die Artikel Babytücher und Papierteller und eben diese Kleidungsstücke. Damit ist der Bereich mit den Warenausgabetisch an der Kasse erstmal ausgefüllt. Um weiter zu scannnen müsste ich erst nach vorne um dann die Waren wieder einzutüten. Also etwas Zeit wo vielleicht der Ladendedektiv dem Kassierer etwas mitteilen kann und dann der Storno ausgelöst wurde? Das sind sicherlich wilde Gedankenspiele, es wäre aber bei einer Betrachtung der Videoaufnahme genauestens zu prüfen und sofern vorhanden mit einem log-File und Timestamp der Kasse abzugleichen. Irgendwas ist da unstimmig, an einen ausversehentlichen Doppelscan mag ich nicht wirklich glauben. Wie sieht ein Kassenzettel aus, wenn der Sofortstorno am Ende oder mittendrin der Artikelerfassung getätigt wurde? Würde dieser auf dem Kassenzettel auch noch direkt unter dem stornierten Artikel positioniert werden? Den Kassenzettel habe ich sicher aufbewart. War die Hose durch die Bluse verdeckt ist die große bedeutende Frage? Als diese in den Einkaufswagen ging, ...als diese auf das Band gelegt wurde, ...an der aufgestauten Kasse, ...danach in der Tüte, ...danach beim Rausholen aus der Tüte, ...dann in den Händen des Ladendedektiv. Könnte der Kassierer nach einem Hinweis bei diesem Artikel vielleicht sogar ein bisschen nachgeschoben haben, er war nicht beobachtet und hatte die Zeit, weil der Artikel ja aufgestaut war. Genauso war auch der Ladendedektiv nicht direkt genau von uns beobachtet als er die Verpackung in die Hand nahm. Wir wussten ja da noch nicht mal auf was zu achten wäre. Er hätte sogar aus diesem Moment heraus die Hose nochmal nach hinter die Bluse schieben können, um diese dann hervorzuholen. Laut Aussage des Ladendedektivs wurden Kameraaufzeichnungen gemacht. Alles was hier beschrieben ist, sind wir genau so durchgegangen, das es sich mit größter Möglichkeit zu den Videoaufnahmen decken sollte. Ich habe hier kein Zucker oder Salz dem Text mit zugefügt, es hat sich so wie beschrieben zugetragen. Es gingen noch Detailstufen mehr, aber ich denke das Ganze ist rundumfänglich beschrieben. Zu einem Teil ist es natürlich noch möglich, das man in solch einer Aufregung die Abläufe nicht mehr ganz genau rekonstuiert bekommt, wir haben uns aber sehr bemüht das genau hier im Text zu erfassen. Vermutlich wird solch eine Anzeige mit geringem Wert sogar eingestellt, aber das Problem, die seelische Verletzung liegt sehr tief. Meine Frau als Ladendiebin, da kommt sie gerade garnicht drauf klar. Sie hat jetzt sogar Angst überhaupt noch einen Supermarkt zu betreten. Auch mir hat das seither gesundheitlich zugesetzt. Die Gedanken an diesen Vorfall kreisen und kreisen und rauben mir den Schlaf, Tinnitus inklusive. Ich denke der Ladendedektiv macht seine Arbeit im gesamten ja sogar korrekt und es hat sich hier nur alles unbeabsichtigt sehr unschön entwickelt. Ich würde sogar begrüßen wenn sich das alles im Nachgang bei einer ruhigen Aussprache versöhnt. Einfach Ruhe über das Ganze wäre das Ziel.


Wie sollen wir nun vorgehen?
Mein eigentliches Ziel ist ja die Anzeige wird fallen gelassen.
Abwarten bis der Anhörungsbogen kommt und dort den Vorfall beschreiben, wie er hier im Text geschildert ist?
Vorher schon etwas unternehmen?
Wie und wo werden die Sicherungen der Videoaufzeichnungen gelagert?
Wie sind die bedeutenden Stellen für uns einsehbar?
Hat der Ladendedektiv für sich selbst rechtlich gesehen im Laden direkt Sichtmöglichkeit auf die Videoaufnahmen?
Falls ja, hätte er uns diese vielleicht sogar zeigen können?
Hätte er den Einkaufsvorgang meiner Frau bei den Kleidungsstücken, so wie von mir erwünscht mit in den Anzeigentext aufnehmen müssen?

Mit freundlichen Grüßen

13. Juni 2021 | 22:03

Antwort

von


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Wichlinghauser Markt 5
42277 Wuppertal
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Sehr geehrter Fragesteller,

auf Grundlage der durch Sie mitgeteilten Informationen beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

Vorweg: Da es sich um einen geringwertigen Gegenstand handelt wird die Polizei und Staatsanwaltschaft in diesem Fall nur tätig werden, wenn auch ein Strafantrag gestellt wird.

So wie ich Ihren Sachverhalt verstehe haben Sie auch letztlich den Artikel nicht bezahlt, obwohl bereits während des Bezahlvorgangs der Detektiv eingegriffen und Sie mit dem Sachverhalt konfrontiert hat. Man hat Sie also mit dem Artikel gehen lassen ohne auf eine Bezahlung zu bestehen.

Das spricht insgesamt bereits dagegen, dass Sie oder Ihre Frau sich strafbar gemacht haben.

Die Frage wie es zum Doppelscan und der Stornierung kam Ist deshalb nach meiner Bewertung irrelevant.

Soweit es keine vorherige, einschlägige Strafbarkeit gibt, würde man in diesem Fall aber sehr wahrscheinlich mit einer Einstellung des Verfahrens, gegebenenfalls gegen Zahlung einer geringen Geldauflage zu rechnen sein.

Mein Rat an Sie wäre deshalb erst einmal gar nichts zu tun und abzuwarten, ob die Polizei auf Sie zukommt.

Dann sollten Sie zunächst keine Angaben machen und über einen Rechtsanwalt die Akte einsehen, um das weitere Vorgehen zu überlegen.

Ob der Ladendetektiv die Videos einsehen kann und wie diese aufbewahrt werden kann ich Ihnen nicht sagen. Er hätte Ihnen diese aber nicht zeigen müssen. Dass Ihre Frau im Laden ein Geständnis unterschrieben hat, ist aber sicherlich potentiell problematisch in dieser Situation.

Mit freundlichen Grüßen


Rückfrage vom Fragesteller 13. Juni 2021 | 22:33

Sehr geehrte Frau Stadler,

vielen Dank für die Antworten.
Also das Geständnis hätte von meiner Frau nicht unterschrieben werden müssen.
Hätte uns der Ladendetektiv darüber belehren müssen, das sie die Unterschrift hätte ablehnen können?

Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 13. Juni 2021 | 22:37

Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich auch Ihre Nachfrage:

Nein, Ihre Frau hätte nicht belehrt werden müssen, da es sich bei dem Ladendetektiv nicht um eine Person handelt, die mit hoheitlichen Befugnissen solche Befragungen durchführt.

Dennoch kann ich Ihnen nur empfehlen in dieser Angelegenheit erst einmal abzuwarten.

Mit freundlichen Grüßen

Bewertung des Fragestellers 13. Juni 2021 | 22:43

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"

Mein Fall rechtlich betrachtet eher eine kleine Angelegenheit. Mein Text dazu eine ganze Zeitungsseite.
Es wurde sich die Mühe gemacht dies alles durchzulesen und dann die für mich relevanten Fragen zu beantworten.
Vielen herzlichen Dank.
Mit freundlichen Grüßen

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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 13. Juni 2021
5/5,0

Mein Fall rechtlich betrachtet eher eine kleine Angelegenheit. Mein Text dazu eine ganze Zeitungsseite.
Es wurde sich die Mühe gemacht dies alles durchzulesen und dann die für mich relevanten Fragen zu beantworten.
Vielen herzlichen Dank.
Mit freundlichen Grüßen


ANTWORT VON

(1378)

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