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Ladendiebstahl - Fangprämie


18.08.2005 18:14 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht



Sehr geehrte Damen und Herren Anwälte,

ich wurde heute beim Ladendiebstahl im Baumarkt durch einen Detektiv ertappt.
Es handelte sich hierbei um insgesamt 4 Stück Schrauben, die ich aus zwei verschiednen Packungen entwendet und die Packungen wieder ins Regal zurückgelegt habe. Der Wert der beiden Packungen beträgt ca. 8 €, der Wert der entwendeten Schrauben ca. 1,34 €.

Ich habe die Tat nicht abgestritten und das vom Detektiv ausgefüllte Anzeigeformular unterschrieben. Ich bestand darauf, einen Durchschlag zu erhalten, was mir jedoch verwehrt wurde.
Die Artikelnummern der Schrauben wurde im Anschluß der Personalienaufnahme durch den Detektiv ohne mich ergänzt, der Antrag wurde somit in meiner Abwesenheit abgeändert.

Der Detektiv forderte eine Fangprämie von 100 €, die ich in dieser Höhe jedoch nicht gewillt war sofort zu bezahlen.

Meine Fragen :
1. Ist die Art der Befragung (kein Durchschlag des Strafanzeigeantrags und spätere Ergänzungen durch den Detektiv) zulässig ?
2. Ist die Fangprämie von 100 € zu hoch und muss ich diese bei der relativen Geringfügigkeit der Sache auch in dieser Höhe bezahlen.
3. Wann muss die (eventuell verminderte) Fangprämie bezahlt werden.

Vielen Dank für Ihre Hilfe!

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Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage. Die einzelnen Fragen möchte ich wie folgt beantworten:

Zu 1)

Ein Durchschlag des von Ihnen ausgefüllten Formulars für die Strafanzeige muss Ihnen nicht ausgehändigt werden. Selbstverständlich dürfen aber durch den Detektiv nach Ihrer Unterzeichnung des Formulars an diesem keine "Ergänzungen" vorgenommen werden. Damit könnte sich eventuell der Detektiv selbst einer Urkundenfälschung strafbar machen.

zu 2) Die Höhe der von Ihnen verlangten Fangprämie (100 Euro) halte ich für unangemessen. Angemessen dürfte nach dazu ergangener Rechtsprechung allenfalls ein Betrag in Höhe von 50 Euro sein.

zu 3) Die Fangprämie wird mit Anforderung fällig. Ich empfehle Ihnen daher, möglichst umgehend einen Betrag in Höhe von 50 Euro als Fangprämie an den Ladeninhaber zu zahlen. Die Zahlung eines höheren Betrages sollten Sie unter Verweis auf die Geringfügigkeit des Wertes der gestohlenen Sachen ablehnen. Ich hoffe, Ihnen mit diesen Ausführungen geholfen zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen


Ingo Kruppa
Rechtsanwalt
www.kruppa-ruprecht.de
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