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Ladendiebstahl (Baumarkt)

15.02.2008 15:31 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Hallo,
mein Mann wurde gestern in einem Baumarkt von einem Ladendetektiv gestellt. Nach Aussage meines Mannes hat er verschiedene Werkzeuge ins Freigelände gebracht, um sie dann von außen durch den Zaun entnehmen zu können. Laut Detektiv wurde er per Videoüberwachung überführt. Wert der Ware ca. 150 Euro. Es ist zum ersten Mal geschehen. Mein Mann hat es zugegeben und gleich vor Ort 100 Euro bezahlt, dann ist die Polizei gekommen und hat ihn nach Hause gebracht zur Aufnahme der persönlichen Daten (er hatte keinen Ausweis dabei) Mein Mann hat sich bisher nichts zuschulden kommen lassen. Allerdings war er 1990 in der DDR wegen eines Zollvergehens verurteilt. Durch meine Initiative beim damaligen Generalstaatsanwalt Dr. Stahl wurde es nicht im Zentralregister vermerkt. Gilt mein Mann jetzt als nicht vorbestraft? Wie hoch wird seine Strafe sein? Was sollen wir tun? Mein Mann ist nach eigenen Angaben "geheilt" und schämt sich natürlich. Erbitte baldige Auskunft, vielen herzlichen Dank!

Sehr geehrte Fragestellerin,

auf Grund des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes beantworte ich Ihre Frage zusammenfassend wie folgt:

Ihr Mann hat nach Ihrem Vortrag keinen Eintrag im Bundeszentralregister. Selbst ohne Ihre Initiative beim damaligen Generalstaatsanwalt wäre eine 1990 verurteilte Tat wegen eines Zollvergehens mittlerweile aus dem Register gelöscht worden. Ihr Mann gilt also als nicht vorbestraft.

Dies hat natürlich auch Auswirkungen auf die Höhe der Strafe. Diese bemißt sich daneben u.a. auch noch nach der Höhe der „Beute“, der Reue, der kriminellen Energie und auch danach, ob man einen z.B. eingetretenen Schaden wiedergutmachen will.
Im Falle Ihres Mannes ist hierbei insgesamt eher von einem weniger schwerwiegenden Delikt auszugehen. Je nach örtlicher Begebenheit des Baumarktes kann es sogar sein, daß der Diebstahl der Geräte noch nicht vollendet war, sondern nur ein versuchter Diebstahl vorlag. Dies ist aber letztlich eine Frage des Einzelfalls.

Ich kann Ihnen daher grundsätzlich nur raten, einen Anwalt heranziehen, um das Strafmaß so gering wie möglich zu halten. Denn dieser kann durch rechtzeitiges Eingreifen versuchen, es gar nicht erst zu einer Anklage, sondern maximal zu einem Strafbefehlsverfahren kommen zu lassen, was bedeuten würde, daß keine gerichtliche Verhandlung stattfinden würde, Ihrem Mann also der Gang vor Gericht erspart bliebe. Eventuell könnte man das Verfahren sogar dahin bringen, daß es gar nicht zu einer Verurteilung bzw. zu einem Strafbefehl kommt, sondern das Verfahren eingestellt wird (z.B. wegen Geringfügigkeit, § 153 StPO: Absehen von der Verfolgung bei Geringfügigkeit oder aber bei Erfüllung von Auflagen, § 153a StPO: Absehen von der Verfolgung unter Auflagen und Weisungen ).

In jedem Fall wird Ihren Mann „lediglich“ eine Geldstrafe erwarten. Deren Höhe bemißt sich u.a. nach seinen Einkommensverhältnissen. Über die genaue Höhe kann ich Ihnen hier daher leider nichts Konkretes sagen.
Hinzuzufügen ist noch, dass bei einer Verurteilung zu einer Geldstrafe unter 90 Tagessätzen keine Eintragung ins Führungszeugnis vorgenommen wird. Somit würde Ihr Mann selbst dann als nicht vorbestraft gelten.

Ich hoffe, daß meine Antworten für Sie hilfreich gewesen sind und darf zusätzlich auf die kostenfreie Nachfragefunktion verweisen. Sollten Sie weitergehende Hilfe benötigen, stehe ich Ihnen natürlich gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen,

Florian Müller
(Rechtsanwalt)

Rückfrage vom Fragesteller 16.02.2008 | 09:46

Sehr geehrter Herr Müller,
vielen Dank für Ihre schnelle Reaktion.
Vermutlich haben Sie Recht mit der Annahme, daß der Diebstahl noch nicht vollzogen war, denn das "Diebesgut" war ja noch im Baumarkt, als mein Mann ertappt wurde. Erst später holte ein Mitarbeiter diese Gegenstände.
Meine Frage: Wie hoch komplett wären die Kosten für einen Rechtsanwalt (z.B. Sie) in dieser Sache?
Der Wert der Ware belief sich auf ca. 120 Euro. Für eine Auskunft wären wir dankbar. Da Sie aus Würzburg sind, kämen vermutlich noch Fahrtkosten etc. dazu? Wie könnten Sie jetzt ansetzen, wir haben noch nichts schriftliches in Händen außer der Quittung vom Baumarkt. Herzliche Grüße dompfaff

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 18.02.2008 | 09:59

Sehr geehrte Fragestellerin,

die Kosten für die Beauftragung eines Rechtsanwalts richten sich, wenn nicht etwas anderes zwischen den Parteien vereinbart wird, nach den gesetzlichen Vorgaben, die das Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG) vorgibt.

Danach fällt für das Tätigwerden in strafrechtlichen Angelegenheiten zunächst eine Grundgebühr zwischen mindestens 30,00 € und höchstens 300,00 € an.
Es folgt eine Verfahrensgebühr für die Tätigkeit bis zum Eingang der Anklageschrift bzw. des Strafbefehls. Deren Höhe beträgt mindestens 30,00 € und höchstens 250,00 €.
Folgt ein Verfahren vor dem Amtsgericht, kommt es zu einer erneuten Verfahrensgebühr (30,00 € bis 250,00 €), sollte ein Verhandlungstermin wahrgenommen werden müssen, wird zusätzlich eine Terminsgebühr fällig (60,00 € bis 400,00 €).
Zusätzlich fallen noch Auslagen (Kopierkosten, Porto, Fahrtkosten etc.) an.

Sollte Ihnen ein Pflichtverteidiger zugeordnet werden, sind diese Rahmensätze auf einen festen Betrag begrenzt. Bei Ihrem Fall ist dies aber eher nicht zu erwarten.

Grundsätzlich wird sich bei „normalen“ Fällen im mittleren Bereich dieser Rahmensätze aufgehalten. Die Höhe der Gebühren richtet sich grundsätzlich nach den Kriterien Bedeutung der Angelegenheit, Umfang der Anwaltstätigkeit, Schwierigkeit der Anwaltstätigkeit und Einkommens- und Vermögensverhältnisse des Auftraggebers. Dies ist jedoch eine Frage, die mit dem jeweiligen Anwalt zu klären ist.

Grundsätzlich sollten Sie bedenken, daß die Beauftragung eines Anwaltes zwar zunächst Geld kostet. Diese Ausgaben können sich letztlich aber durchaus lohnen, um beispielsweise einen Eintrag ins Führungszeugnis zu verhindern.

Sie können mich gerne jederzeit unter 0931-260 827 60 telephonisch oder unter der Adresse kanzlei@bgmp.de per E-Mail erreichen.

Mit freundlichen Grüßen,

Florian Müller
(Rechtsanwalt)

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