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Lackschaden durch Harz auf gemietetem Stellplatz

03.12.2019 21:50 |
Preis: 53,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von


Hallo,

ich habe heute erfahren, dass mein KFZ (ein Leasingfahrzeug) einen irreparablen Lackschaden am kompletten Fahrzeug hat. Der Verursacher dieses Lackschadens ist der Harz eines Nadelbaums der auf dem benachbarten Grundstück (einer Schule) steht, über mein Fahrzeug ragt und dieses voll tropft. Trotz ständiger Autowäschen und wiederholter Reinigung mit Speziallösemitteln ist immer wieder so viel neuer Harz auf dem Fahrzeug gelandet, dass im Laufe der letzten 1 1/2 Jahre großflächige Schäden entstanden sind die nur durch eine erneute Lackierung des Fahrzeugs behoben werden können.

Ich habe meinen Vermieter bereits auf diesen Zustand aufmerksam gemacht, es wurde jedoch nichts unternommen. Mein Nachbar (ein städtischer Angestellter der für Bäume und Grünflächen zuständig ist, sagte mir bereits, dass die Stadt nichts tun werde (wie z.B. den Baum fällen oder großzügig stutzen), weil das Stadtbild sonst zu sehr verändert würde.

Nun meine Fragen:

1. Kann ich den Vermieter in die Haftung für den mir entstandenen Schaden ziehen?
2. Kann ich den Vermieter realistisch dazu auffordern, dass ein Carport o.ä. Schutz für mein Fahrzeug installiert wird?

Wichtig sei noch zu wissen, dass der Haftungsfall im Mietvertrag für den Stellplatz NICHT geregelt ist d.h. es wird mit keinem Wort erwähnt, dass der Vermieter für etwaige Schäden haftet, oder eben nicht.

Ich bedanke mich im Voraus für Ihre Antwort und Ihre Mühen.

Mit freundlichen Grüßen
03.12.2019 | 23:29

Antwort

von


(66)
Wichlinghauser Markt 5
42277 Wuppertal
Tel: 0202 697 599 16
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Sehr geehrter Fragesteller,

auf Grundlage der durch Sie mitgeteilten Informationen beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

1. Haftung des Vermieters
Eine Haftung des Vermieters ist nicht gegeben. Ein Schadensersatzanspruch gegen den Vermieter würde voraussetzen, dass nach § 536a BGB ein Mangel der Mietsache vorliegt. Insoweit ist aber problematisch sein, dass Sie bereits bei Vertragsschluss Kenntnis vom Mangel der Mietsache hatten. Dann ist nach § 536b BGB ein Anspruch ausgeschlossen.

Der Baum stand bereits von Anfang an an diesem Ort.

Deshalb halte ich einen Anspruch auf Schadensersatz gegen Ihren Vermieter für ausgeschlossen. Auch gegen den Eigentümer des Grundstückes sehe ich keinen Schadensersatzanspruch.

2. Installation eines Carports
Eine Aufforderung einen Carport zu installieren ist sicherlich einen Versuch wert. Aber sogar wenn der Vermieter dieser Aufforderung nachkommen wird, wird sich wahrscheinlich ihre Stellplatzmiete erhöhen. Falls die Errichtung eines Carports an dieser Stelle überhaupt zulässig sein sollte. Insoweit gehe ich nicht davon aus, dass das zielführend sein wird. Einen Anspruch auf Errichtung eines Carports haben Sie nicht.

Der Eigentümer des Stellplatzes kann höchsten dadurch für Abhilfe sorgen, dass er seine zivilrechtlichen Abwehransprüche gegen den Eigentümer des Grundstückes geltend macht auf dem der Baum steht. Dadurch wird aber nur für die Zukunft die Situation verbessert.

Für Sie käme gegebenenfalls ein Anspruch aus Ihrer Kaskoversicherung in Betracht.

Mit freundlichen Grüßen


Nachfrage vom Fragesteller 04.12.2019 | 00:08

Sehr geehrte Frau Sonja Stadler,

vielen Dank für Ihre Antwort. Danke auch für den Tip mit der Kaskoversicherung. Wie kommen Sie dazu hier eine Chance zu sehen? Wie argumentieren Sie diese?

Vielen Dank für Ihre Mühen mit meinen Antworten.

Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 04.12.2019 | 06:09

Sehr geehrter Fragesteller,

da ich nicht weiß, ob eine solche Versicherung vorliegt und ich auch nicht deren Bedingungen kenne war das nur ein allgemeiner Hinweis auf eine evtl. bestehende Möglichkeit zur Kompensation des Ihnen entstandenen Schadens.

Es ist gut möglich, dass ein solcher Anspruch existiert. Sein Bestehen kann ich im Rahmen dieser Erstberatung nicht prüfen, ich halte Ihn allerdings nicht für völlig ausgeschlossen und von den auf den ersten Blick in Betracht kommenden Optionen für eine, deren Prüfung sich noch lohnen könnte. Dass bedeutet aber nicht, dass ein solcher Anspruch auch tatsächlich besteht.

Mit freundlichen Grüßen

ANTWORT VON

(66)

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