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LEASING Fahrtenbuch oder 1% Regelung

23.07.2016 09:04 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Alex Park, LL.B.


Hallo,

Ich habe ein Einzelunternehmen. Einen Kosmetiksalon.

Habe ein Auto GELEAST um damit von zuhause zur Arbeit zu kommen.

Mehrere Steuerberater hier sagten mir, ich kann alle kosten betrieblich absetzen, da dies betriebliche Fahrten wären..



Welche Form ist aber für mich nun die bessere Variante:

Fahrtenbuch oder 1% Regelung.

Folgende Informationen dürften ihnen behilflich sein:

Es handelt sich um das Fahrzeug VW UP! . Laut Leasingvertrag beträgt der Inländische Listenpreis EUR 16002,00 EINSCHLIEßLICH!! Umsatzsteuer.

Hier die Auflistungen (Alle Preise OHNE Umsatzsteuer!!!)

Leasingsonderzahlung beträgt 3600,00 € Wurde im Monat JUNI 2016 überwiesen.

(Frage hierzu: es hieß , bis zu 30% sonderzahlung dürften direkt im selben Jahr als Betriebskosten voll abgesetzt werden. ein anderer SB sagte, laut einer neuen Regelung muss diese über die Laufzeit abgeschrieben werden. was stimmt?)



Monatliche Leasingrate beträgt 73,96 € (inkl. Ratenversicherung sowie Wartung und verschleiß i.H.v.19 euro

Monatliche Versicherung beträgt 80,00 €

Benzinkosten schätzungsweise (nach eigener Erfahrung) beträgt pro Monat 120,00 €



Strecke PRO FAHRT von Zuhause zu meinem Betrieb 26 km. Hin und zurück also 52 km. Mit Umweg für Bank 55 km.

Bei 5 Arbeitstagen = 275km pro Woche, somit im Monat 1100 km somit im



Also alle oben genannten kosten ( Ohne die Leasingsonderzahlung ) aufs Jahr gerechnet sind





Jährliche Leasingrate beträgt 887,52 €

Jährliche Versicherung beträgt 960,00 €

Jährliche Benzinkosten schätzungsweise (nach eigener Erfahrung) beträgt pro Monat 1440,00

Somit Gesamte Jahresaufwendung für das Auto

OHNE Sonderzahlung 3287,52 Euro

Fahrtstrecke 13200 km im Jahr (In der Leasingrate sind 15.000 pro Jahr erlaubt)

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen nacherster summarischer Prüfung der Rechtslage wie folgt beantworten:

Zunächst wäre festzuhalten, dass die 1%-Lösung gegenüber der Fahrtenbuchlösung weniger Aufwand bedeutet, da die pauschale Besteuerung zu einem geringeren Dokumentationsaufwand führt. dieser Vorteil lässt sich nicht in Geld beziffern, mag aber dem einen wichtig, dem anderen nicht so wichtig zu sein.

Ist der VW Ihr einziger PKW, so wird das Finanzamt automatisch davon ausgehen, dass auch eine private Nutzung vorliegt.

Sollten Sie die 1%-Lösung wählen, so müssten Sie bzgl. aller privaten Fahrten monatlich 1% des inländischen Listenpreises brutto als geldwerten Vorteil versteuern. Hier wären dies also 160,02 EUR über die 1%-Regel. Darüber hinaus wären 0,03% des Bruttolistenpreises pro km zwischen Wohnstätte und Betriebsstätte im Monat zu versteuern.

Grundsätzlich ist festzuhalten, dass die 1%-Regelung immer dann die günstigere Lösung ist, wenn Sie den Wagen auch in einem nicht unerheblichen Umfang privat nutzen werden. Denn private Fahrten werden mit 0,03% pro km des Bruttolistenpreises versteuert.

Auch der Umstand, dass Sie den Kraftstoff selber stellen, macht die 1%-Regelung weniger allerdings attraktiv.

Da Sie bereits 13.200 km betrieblich veranlasst fahren, also nur noch weitere 2.800 km privat fahren können, ohne Ihr vertragliches Kilometerpensum auszureizen, wäre die Anzahl privater gefahrender Kilometer eher gering, so dass ich davon ausgehe, dass die 1%-Regelung für Sie die günstigere sein wird.

Bitte teilen Sie mir Ihren persönlichen Steuersatz mit, damit ich keine konkrete Berechnung vornehmen kann, gerne auch als E-Mail an mail@kanzlei-park.de.

Bzgl. der Leasingsonderzahlung ist festzuhalten, dass meines Wissens der betriebliche Teil der Leasingsonderzahlung weiterhin als Betreibsausgabe geltend gemacht werden kann. Jedenfalls dann, wenn Sie mit der EÜR, wovon ich in diesem Zusammenhang ausgehe.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 23.07.2016 | 11:36

Vorab:
Ja , mache EÜR.

Der VW ist nicht mein einzigstes Auto.
Ich habe noch einen neuen privaten, den ich ausschließlich na h Feierabend privat fahren werde. Den VW habe ich nur geholt, um ,,wegen,, dem Betrieb nicht mein probates Fahrzeug zu verschleißen da dieser fast 30.000 Euro gekostet hat.. Da möchte ich keine unnötigen Km drauf haben :)

Was meinen sie mit Steuersatz?
2015 hatte ich beispielsweise einen Gewinn (auch laut Steuerbescheid nach abzüglich aller vorsorgeaufwändungen) i.H.v 25.000 Euro

Dieses Jahr wird es auch so in dem Dreh sein..

würde mich über die zugesagte Wanze Berechnung freuen. Vielen vielen Dank

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 23.07.2016 | 12:10

Vielen Dank für die Infos.

Eine ganz konkrete Berechnung der Steuerlast ist ohne Ihren ganz persönlichen Steuersatz, also der Anteil, den Sie vom Einkommen letztes Jahr an Steuern bezahlt hben, nicht möglich.

Ich werde Ihnen aber gerne eine Beispielrechnung anbei stellen, sagen wir bei einem Steuersatz von 30%.

Ich werde dies kurz berechnen und dann hier als Ergänzung einstellen.

Mit freundlichen Grüßen

Alex Park

Ergänzung vom Anwalt 23.07.2016 | 13:06

Vielen Dank für Ihre Geduld.Zuerst sollte noch einmal festgehalten werden, dass die 1%-Regleung unstreitig auch auf Leasingfahrzeuge anzuwenden ist.

Ich habe die Sache näher berechnen können. Legen wir die maximal zulässigen 15.000 km im Jahr zugrunde, so wäre bei einem persönlichen Steuersatz von 30% über die 1%-Regelung mit einer Steuerbelastung von ca. 1.050,00 EUR im Jahr zu rechen.

Nehmen wir die Fahrtenbuchlösung zur Hand, so wären hier lediglich der private Teil der Nutzung zu versteuern. Allerdings ist Ihr Fahrzeug im Wege des Fahrzeugleasings geleast worden, eine AfA ist als nur beim Leasinggeber denkbar.

Da Sie aber den geleasten Wagen ausschließlich geschäftlich nutzen werden, erscheint es mir angezeigt die Fahrtenbuchlösung zu wählen, da der über die Fahrtenbuchlösung zu versteuernde Teil sehr gering oder gar nicht existieren würde. Hier würden Sie im vergleich zur 1%-Regelung Steuern sparen.

Mit freundlichen Grüßen

Alex Park


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