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Kurzzeitvermietung in einem Gewerbegebiet

21.01.2019 14:48 |
Preis: 70,00 € |

Baurecht, Architektenrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden
Ich besitze eine Immobilie auf einem Brauereigelände, welche ehemals als Labor und zur Unterbringung der Mitarbeiter genutz wurde.
Nach Rücksprache mit der Stadt hat sich heraus gestellt, dass das Gebäude nicht zu "Wohnzwecken" genehmigt ist - auch eine Umnutzung stellt sich schwierig dar, da sich das Gebäude in einem ausgeschriebenen Gewerbegebiet (kein Mischgebiet) befindet. Hinzuzufügen ist, dass sich direkt angrenzend Mischgebiete sowie auf der gegenüberliegenden Straßenseite Wohngebiete befinden.

Die Vermietung als Gewerbeobjekt stellt sich aufgrund der Größe und Beschaffenheut relativ schwierig dar, weshalb ich einzelne Zimmer im Gebäude gerne gewerblich zur "Kurzzeitmiete" (wenige Tage bis maximal 6 Monate) an Studenten, Monteure etc. vermieten würde.
Da das Gebäude früher bereits zur Unterbringung von Angestellten der Brauerei genutzt wurde, müsste auch kein Umbau etc. stattfinden.

Auch hierzu erhielt ich seitens der Stadt die Auskunft: "....dass eine Wohnnutzung im Anwesen XXXX nicht zulässig ist. Die Zimmer für Monteure sind dem Wohnen zuzuordnen und können deshalb auch nicht genehmigt werden"

Ich möchte nun eine anwaltliche Einschätzung zu dieser Aussage.
Desweiteren frage ich mich, wieso die Stadt dann dem Vorbesitzer (Brauerei) die Nutzung als Betriebswohnung gestattet hat, aber einer Nutzung als Monteurzimmer eine Absage erteilt?

Gibt es eine Chance mit den oben genannten Argumenten eventuell doch eine Umnutzung durch zu bekommen oder hat man in einem Gewerbegebiet grundsätzlich keine Chance?


Vielen Dank im Voraus!


21.01.2019 | 15:36

Antwort

von


(269)
Hopfengartenweg 6
90451 Nürnberg
Tel: 091138433062
Web: http://www.frischhut-recht.de
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Da der Baugrund Ihres Objekts im Bebauungsplan als Gewerbegebiet ausgewiesen ist könnte Ihr Begehren allenfalls als Hotel planungsrechtlich zulässig sein, da im allgemeinen im Gewerbegebiet auch Betriebe des Beherbergungsgewerbes zulässig sind. Ein Hotelbetrieb fällt unter Gewerbebetriebe aller Art, vgl. § 8 Abs. 2 Ziff. 1 BauNVO . Die Vermietung des Gewerbeobjekts im Ganzen als Beherbergungsgewerbe wäre daher grundsätzlich genehmigungsfähig, wobei natürlich nicht prognostiziert werden kann, ob eine Genehmigung tatsächlich erfolgen würde, da ggf. eine Reihe weiterer (insb. bauordnungsrechtlicher) Bedingungen erfüllt sein müssen und die Gebietsverträglichkeit gewährleistet sein müsste.

Ihre Absicht das Objekt, ggf. teilweise, zu Wohnzwecken zu vermieten, dürfte jedoch nur schwer zu realisieren sein. Beherbergungsbetriebe, in denen (auch nur kurzfristig) gewohnt wird oder die wohnähnlich genutzt werden, sind im Gewerbegebiet nämlich grundsätzlich unzulässig. Dies gilt grundsätzlich auch für das "Monteurzimmer".

Die Erfolgsaussichten eine erforderliche Umnutzung nötigenfalls gerichtlich durchzusetzen müssen vor diesem Hintergrund als eher gering eingeschätzt werden, wobei die Einlassung "grundsätzlich keine Chance" sicherlich auch nicht zutreffend sein dürfte.

Die Tatsache, das der frühere Eigentümer eine Betriebswohnung im Objekt genehmigt erhalten hat, führt bedauerlicherweise auch nicht zu einer anderweitigen Einschätzung da im Bauplanungs- und -ordnungsrecht der Grundsatz "Keine Gleichheit im Unrecht" herrscht. Soweit die Betriebswohnung der Brauerei daher tatsächlich trotz fehlender Genehmigungsfähigkeit gestattet wurde, erwächst hieraus kein Recht, dass auch Ihnen eine unzulässige Nutzung gestattet werden muss.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Mikio Frischhut

ANTWORT VON

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