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'Kurzfristige Beschäftigung' (50/a) plus ein weiteres Arbeitsverhältnis


04.12.2006 00:27 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht



Ich bin Student und übe eine "kurzfristige Beschäftigung" aus, die auf maximal 50 Einsätze im Jahr limitiert ist.
Die einzelnen kurzfristigen Beschäftigungen erfolgen im Nachtdienst und finden 1-2 mal werktags „in der Woche“ (Mo-Do), ca. 5 mal im Monat statt. 2 Monate des Jahres arbeite ich überhaupt nicht.
Steuern und Sozialversicherung werden mir nicht vom Verdienst abgezogen.

Nun möchte ich noch eine weitere Beschäftigung annehmen, die nur für Wochenenden und eventuell Feiertage vorgesehen ist.

Ein "400€-Minijob" aka "geringfügige Beschäftigung" kommt aufgrund der Höhe der Bezüge nicht in Betracht,


Im Internet habe ich folgendes Zitat gefunden:

"Eine kurzfristige Beschäftigung kann auch neben einer versicherungspflichtigen Beschäftigung ausgeübt werden, ohne selbst versicherungspflichtig zu werden. Sie kann sogar neben einer geringfügigen Beschäftigung ausgeübt werden, da bei der Frage einer möglichen Beitragspflicht kurzfristige und geringfügig entlohnte Beschäftigungen nicht zusammengerechnet werden."

Quelle: http://www.asta.uni-kiel.de/front_content.php?idcat=93


Welche Form sollte der zweite, weitere, geplante Job haben, damit die bereits bestehende "kurzfristige Beschäftigung" in dieser Form bestehen bleiben kann und von dem neuen Beschäftigungsverhältnis nicht betroffen ist ?

Kann man diesen Sachverhalt so belegen (z.B. Gesetzestexte o.ä.), und welche formalen Kriterien müssen eingehalten werden ?


Vielen Dank

Mit freundlichen Grüßen

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Sehr geehrter Ratsuchender,


Nach der hier maßgeblichen Regelung des § 8 Abs. 2 Satz 1 des Vierten Sozialgesetzbuchs (SGB IV) wird Arbeitsentgelt aus geringfügiger Beschäftigung bis zu € 400 im Monat (§ 8 Abs. 1 Nr. 1 SGB IV) und Kurzarbeit (§ 8 Abs. 1 Nr. 2 SGB IV) in Bezug auf die Sozialversicherungspflicht nicht zusammengerechnet.

Ebenso kann die kurzfristige Beschäftigung auch sozialversicherungsfrei weiter neben einer versicherungspflichtigen Tätigkeit ausgeübt werden.

Denn § 8 Abs. 2 Satz 1 SGB IV sieht nur eine Zusammenrechnung vor, wenn neben einer versicherungspflichtigen Tätigkeit mehr als eine geringfügige Beschäftigung nach Abs. 1 Nr.1 (400-€-Job) ausgeübt wird oder bei mehreren 400-€-Jobs oder bei mehreren kurzzeitigen Beschäftigungen.

Egal, wie Sie das zusätzliche Arbeitsverhältnis gestalten, wird Ihnen also die kurzfristige Beschäftigung als solche erhalten bleiben.
Soweit das Arbeitsentgelt für die weitere Beschäftigung € 800 pro Monat voraussichtlich nicht übersteigt, wäre allerdings daran zu denken, eine sozialversicherungsrechtlich begünstigte Niedriglohn-Beschäftigung innerhalb der Gleitzone (§ 20 Abs. 2 SGB IV) zu vereinbaren.

Die Einhaltung der formalen Kriterien ist grundsätzlich Sache des Arbeitgebers.


Ich hoffe, Ihre Fragen umfassend und verständlich beantwortet zu haben.
Andernfalls nützen Sie bitte die Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen


Wolfram Geyer
Rechtsanwalt
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