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Kurzfrage: USt-Vergütung


06.12.2005 09:53 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Achim Schroers



Ich führe ein Gewerbe, das in diesem Steuerjahr einen Verlust erwirtschaftet hat.

Wird mir die Umsatzsteuer, die ich "zuviel" bezahlt habe, also für den Betrieb aufgewandt habe, vergütet? Wie muß ich diesen Antrag stellen? Mit Originalrechnungen?
Sehr geehrte(r) Fragesteller(in),

vielen Dank für Anfrage.

Als Unternehmer sind Sie verpflichtet nach dem in § 18 UStG ausführlich geregelten Verfahren Ihre Umsätze zu erklären. Das Gesetz unterscheidet dabei drei Abgabezeiträume. Abhängig von der Höhe der Umsatzsteuer im Vorjahr müssen Sie monatlich oder vierteljährlich Umsatzsteuervoranmeldungen oder nur eine Umsatzsteuer-Jahreserklärung beim Finanzamt einreichen. "Normalfall" ist die vierteljährliche Voranmeldung. Als Unternehmensgründer sind Sie allerdings verpflichtet, im Jahr der Unternehmensgründung und im Folgejahr auf jeden Fall monatliche Umsatzsteuervoramneldungen einzureichen.

Sie müssen dabei den Saldo zwischen der von Ihnen Ihren Kunden in Rechnung gestellten Umsatzsteuer und der Umsatzsteuer, die Ihnen als Unternehmer von anderen Unternehmern in Rechnung gestellt worden ist (sog. Vorsteuer), selbst ermitteln. Ist ersterer Betrag höher, müssen Sie die Differenz an das Finanzamt abführen, im umgekehrten Fall erhalten Sie die Differenz vom Finanzamt erstattet.

Alles das muß Sie allerdings dann nicht interessieren, wenn Sie unter die sog. Kleinunternehmer-Regelung des § 19 Abs .1 UStG fallen (Umsatz im Vorjahr nicht höher als 17.500,00 EUR, im laufenden Jahr voraussichtlich nicht höher als 50.000,00 EUR). Dann dürfen Sie in Ihren Rechnungen keine Umsatzsteuer ausweisen, andererseits sind Sie dann aber auch nicht zum Vorsteuerabzug berechtigt.

Ich hoffe, ich habe Ihnen weiterhelfen können. Für Rückfragen stehe ich Ihnen im Rahmen der Nachfragefunktion bei "frag-einen-anwalt.de" gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen


Achim Schroers
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 06.12.2005 | 11:27

Vielen Dank für Ihre ausführliche Antwort.

Eine kurze Nachfrage:

1.) Ist § 18 Abs. 9 UstG einschlägig, wonach die Rechnungen bei der Vergütung im Original vorzulegen sind?

2.) Wie ist der Antrag zu stellen - formlos zusammen mit der Umsatzsteuererklärung, oder ist ein spezieller Vordruck notwendig?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 06.12.2005 | 12:24

Sehr geehrter Fragesteller,

§ 18 Abs. 9 UStG betrifft die Vergütung der Vorsteuer an im Ausland ansässige Unternehmer und findet, da Sie in Deutschland ansässig sind, in Ihrem Fall keine Anwendung.

Mit freundlichen Grüßen


Achim Schroers
Rechtsanwalt



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