Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Bewertungen
497.422
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Kurze Auskunft bzgl. Verhalten bei der Vernehmung wg. Trunkengeitsfahrt

11.11.2015 21:05 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Gerhard Raab


Sachverhalt:
Ich wurde in der Nacht vom 16. auf den 17.11.15 mit einem BAK von 1,41 von der Polizei angehalten. Habe auf der Wache keinerlei Angaben gemacht und die Koordinationsübungen verweigert.
Zum Hintergrund: An diesem Abend war ich in Mainz das Spiel gegen Dortmund schauen. Ich wohne ca. 3 Zugstunden entfernt und bin mit dem Zug auch an- und abgereist. Auf dem Hinweg und im Stadion habe ich Alkohol zu mir genommen. Auf dem Rückweg im Zug habe ich geschlafen und mich bei der Ankunft am Bahnhof daheim abgesehen von einer gewissen Müdigkeit fit gefühlt. Da keine Taxis am Bahnhof standen habe ich mich entschlossen, die ca. 1,1 km nach Hause mit dem am Bahnhof geparkten PKW zu fahren. Ich war mir zwar darüber im Klaren, dass ich nicht nüchtern sein konnte, war mir aber sicher, fahrtüchtig zu sein. Der zunächst geblasene und später im Bluttest bestätigte Wert hat mich überrascht. Ich bin 25 Jahre, habe die Probezeit schon lange beendet und mir alkoholbedingt noch nichts zu Schulden kommen lassen. Ich musste lediglich einmal den Führerschein vor etwa vier Jahren wegen zu schnellen Fahrens abgeben.

Meine Frage ist einfach: Soll ich in der kommenden Vernehmung dabei bleiben, keine Angaben zu machen oder wirken sich die Umstände (kurze Strecke, keine Taxis, Schlaf) ggf. strafmildernd aus?

Ich bitte um Antwort bis 13.11.15. Eine Antwort nach dem Vernehmungstermin ist für mich wertlos. Vielen Dank im Voraus.

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten

Sehr geehrter Fragesteller,

zu Ihrer Anfrage nehme ich wie folgt Stellung:


1.

Nach Ihrer Schilderung sind die Fakten klar: Sie sind mit einer BAK von 1,41 Promille mit dem Auto gefahren, waren also absolut fahruntüchtig.

Damit liegt eine Straftat vor und Sie erwartet neben einer Geldstrafe ein Fahrverbot.

Das heißt, ob Sie einräumen, getrunken zu haben oder ob Sie keine Aussage machen, wird sich auf die Geldstrafe und das Fahrverbot nicht auswirken.

Die von Ihnen angedachten Punkte, wie "kurze Strecke, keine Taxis, Schlaf", wirken sich nicht strafmildernd aus.


2.

Es gibt aber eine Vorgehensweise, die die Sinnvollste ist: Da Sie bei der Polizei keine Aussage zu machen brauchen, sollten Sie einen Rechtsanwalt aufsuchen. Der Rechtsanwalt wird zunächst Einsicht in die staatsanwaltschaftliche Ermittlungsakte und nach Einsichtnahme mit Ihnen das weitere Vorgehen besprechen. Sodann kann überlegt werden, ob eine schriftliche Einlassung gefertigt wird oder ob eine andere Vorgehensweise zweckmäßig ist.


Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Raab
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 12.11.2015 | 09:55

Sehr geehrter Herr Raab,

ich bedanke mich für die schnelle Antwort.

Zu meiner Nachfrage:
So denn Angaben zum Tatabend in der Vernehmung keine Vorteile bringen würde, ist es möglich, dass mir der Sachverhalt nachteilig ausgelegt würde (beispielsweise durch Hochrechnung auf eine BAK von mindestens 1,7 bei Trinkende)?
Worauf würde ein Anwalt in den Ermittlungsakten der Staatsanwaltschaft achten? Ist hier eine Strafmilderung möglich? Ich habe keine Rechtsschutzversicherung und möchte den Schritt zum Anwalt deshalb nur machen, wenn mir dieser auch etwas bringt. Wenn bei einer erwiesene BAK und der Tatsache, dass ich gefahren bin, ohnehin kein großer Spielraum bei der Strafzumessung besteht, möchte ich ungern auch noch die Anwaltskosten tragen. Wie ist hier ihre Empfehlung?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 12.11.2015 | 10:12

Sehr geehrter Fragesteller,

zu Ihrer Nachfrage nehme ich wie folgt Stellung:


1.

Ob eine Rückrechnung der BAK nachteilig für Sie ist, kann man anhand der Sachverhaltsschilderung nicht beurteilen, da es diesbezüglich an Zeitangaben mangelt. Auch deshalb ist es wichtig, Einblick in die Ermittlungakte zu nehmen.


2.

Ob und aufgrund welcher Tatsachen eine Strafmilderung in Betracht kommt, kann auf der Grundlage der Sachverhaltsschilderung leider nicht abgeschätzt werden.

Wenn Sie das Rechtsanwaltshonorar scheuen, bleibt Ihnen ja keine andere Möglichkeit, als selbst "die Verteidigung" in die Hand zu nehmen. Die Einschaltung eines Rechtsanwalts ist nicht mit einer Erfolgsgarantie gleichzusetzen. Hier haben wir bestimmte Fakten, mit denen man sich auseinandersetzen kann. Wo bzw. an welchen Punkten eine zielgerichtete Verteidigungsstrategie ansetzen kann, kann man erst einschätzen, wenn man die Ermittlungsakte kennt.

In Anbetracht des geringen Spielraums der Aussage, nehmen Sie den Termin bei der Polizei wahr und warten dann darauf, was geschieht. Es ist relativ wahrscheinlich, daß Sie einen Strafbefehl erhalten.

Nach dessen Zustellung haben Sie zwei Wochen Zeit, dagegen Einspruch einzulegen.



Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Raab
Rechtsanwalt


Wir
empfehlen

Die Anwalt Flatrate

Sie müssen sich neben Ihrer Arbeit auch noch um rechtliche Fragen und Belange kümmern? Das raubt Zeit und Nerven. Für Sie haben wir die Flatrate für Rechtsberatung entwickelt.

Mehr Informationen
FRAGESTELLER 30.12.1899 /5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 63621 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Sehr ausführlich, gut verständlich und vor allem eine hilfreiche Antwort da absolut nachvollziehbar. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Sehr klare Antwort! Und gute Beratung für künftige Fälle. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Sehr klare und kompetente Antwort. Vielen Dank ...
FRAGESTELLER