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Kurz vor Hauskauf - entsteht Schaden auf Nachbargrundstück durch Wasserrohrbruch

| 17.11.2021 21:39 |
Preis: 30,00 € |

Schadensersatz


Beantwortet von


Zusammenfassung:

Wasserschaden auf dem Nachbargrundstück, Haftung des EIgentümers oder der Gemeinde

Ein Immobilienkauf ist schon beim Notar zur vertraglichen Vorbereitung.
---
Vor Vertragszeichnung meldet der bisherige Eigentümer dass über Nacht die Wasserzuleitung auf dem Grundstück geplatzt ist und dadurch das Nachbargrundstück überschwemmt wurde.

Es entsteht

a) ein Wasserschaden im Keller des Nachbargebäudes (Keller geflutet)
b) ein Hausrat-Schaden im Keller des Nachbargebäudes
c) Heizungsanlage vernichtet
d) Unbewohnbarkeit des Hauses für Monate
---

Falls man nun die Immobilie dennoch kaufen würde,

1. muss man als Käufer für den entstehenden Schaden aufkommen, falls der Verkäufer zum Schadensereignis keinen entsprechenden Versicherungsschutz hatte ?

2. Welche Möglichkeiten gibt es für den Käufer zum Kauf der Immobilie - sich vor einer späteren Inanspruchnahme durch den Nachbarn zu schützen ?

3. Sollte man diese Immobilie noch kaufen ?

Bitte um eine Einschätzung.

17.11.2021 | 23:33

Antwort

von


(1441)
Hochwaldstraße 16
61231 Bad Nauheim
Tel: 0176/61732353
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

1. Nein, schadensersatzpflichtig ist der Inhaber der Versorgungsleitung, hier der aktuelle Eigentümer des Grundstückes.
2. Der Verkäufer stellt Sie von einer Inanspruchnahme durch den Nachbarn frei.
3. Bevor Sie den Kauf weiterverfolgen ist aus meiner Sicht zu prüfen, ob Schäden auf dem Grundstück der Wasserleitung entstanden sind und gutachterlich zu bewerten. Im weiteren ist es sicherlich hilfreich, wenn die zuständige Versicherung des Eigentümers eine Deckungszusage erteilt.

Hinsichtlich der Verantwortlichkeit für den Schaden verweise ich auf eine Entscheidung des Bundes¬ge¬richtshofes (BGH) vom 11. September 2014 (AZ: III ZR 490/13). Danach hatte die Versicherung des Eigentümers die Gemeinde als Eigentümerin der Versorgungsleitung auf Tragung der Kosten für die Beseitigung des Wasserschadens in Anspruch genommen. Der BGH sah die Verantwortlichkeit bei dem Eigentümer, auch wenn die Leitung im Eigentum der Gemeinde stand.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Marcus Schröter, MBA

Rückfrage vom Fragesteller 17.11.2021 | 23:46

zu Antwort Frage 1:

Verstehe ich die Antwort richig, wenn ich nun annehme, dass die Haftung für etaige Schäden am Nachbargrundstück sich immer gegen den "aktuellen Eigentümer" der Immobilie richtet, also

- vor dem Verkauf gegen den alten Eigentümer
- nach dem Verkauf gegen neuen Eigentümer;

Sozusagen würde eine ggf. vorhandene Pflicht zu einem Schadensersatz mit dem Kauf übergehen ?

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 18.11.2021 | 00:14

Vielen Dank für die Rückmeldung. Die Haftung richten sich gegen dem Berechtigten an der Wasserleitung, welche beim Schadensereigenis der Verkäufer war. Durch eine Übertragung des Grundbesitzes geht die Haftung nicht über, da der Erwerber nicht für das Schadensereignis verantwortlich. Die Haftung bleibt bei dem Verkäufer und der bestehenden Versicherung.

Mit besten Grüßen

Marcus Schröter
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 18.11.2021 | 08:23

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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 18.11.2021
5/5,0

Danke für die Ausführungen - denke das schafft nun Klarheit.


ANTWORT VON

(1441)

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61231 Bad Nauheim
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