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Kurz vor Ende meines ALG1-Anpruches krank - Krankenarbeitslosengeld und Krankengeld?

| 27. April 2022 19:42 |
Preis: 30,00 € |

Sozialrecht


Beantwortet von


Zusammenfassung:

Besteht ein Anspruch auf 6 Wochen (Kranken-)Arbeitslosengeld, wenn ich wenige Tage vor Ende des ALG I-Anspruchs krank werde?
Einen Anspruch auf volle sechs Wochen Arbeitslosengeld I bei Arbeitsunfähigkeit haben Sie wegen des kurzen Restanspruchs leider nicht mehr. Die Dauer mindert sich nach § 148 Abs. 1 Nr. 1 SGB III um die Anzahl von Tagen, für die ALG (auch in Form von Kranken-ALG) bezahlt worden ist. Für jeden Tag ausbezahltes ALG wird demnach ein Tag von der Anspruchsdauer abgezogen, bis der ALG I-Anspruch erschöpft ist.

Hallo,

ich bin wenige Tage vor Ende meines ALG1-Anpruches krank geworden.
Die Ärzte prognostizieren eine längere Krankheitsdauer.

Habe ich in diesem Fall (trotz der wenigen verbleibenden ALG1-Tage) vollen Anspruch auf 6 Wochen (Kranken-)Arbeitslosengeld?
Und habe ich im Anschluss (trotz der wenigen jetzt noch verbleibenden ALG1-Tage) Anspruch auf bis zu 72 Wochen Krankengeld von meiner gesetzlichen Krankenkasse?


Besten Dank im Voraus und viele Grüße.

28. April 2022 | 12:09

Antwort

von


(357)
Wessels Str. 13
49134 Wallenhorst
Tel: 05407-8575168
Web: http://www.scheidung-ohne-rosenkrieg.de
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Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

die Leistungsfortzahlung bei Arbeitsunfähigkeit wird in § 146 SGB III geregelt. Durch die Vorschrift wird kein gesonderter oder zusätzlicher ALG-Anspruch gewährt, sondern nur (fiktiv) die Verfügbarkeit trotz Arbeitsunfähigkeit bestimmt. Sodass das "normale" ALG trotz Arbeitsunfähigkeit weitergezahlt werden kann (als sog. Kranken-ALG). Die Dauer des ALG I-Anspruchs mindert sich nach § 148 Abs. 1 Nr. 1 SGB III weiterhin für die Anzahl von Tagen, für die ALG (auch in Form von Kranken-ALG) bezahlt worden ist. Sonderregelungen, die für die Anspruchsminderung ein anderes Verhältnis für das ALG I bei Arbeitsunfähigkeit bestimmen, gibt es nicht. Wie bisher wird für einen Tag ausbezahltes ALG einen Tag von der Anspruchsdauer abgestrichen. Bis der ALG I-Anspruch erschöpft ist. Einen Anspruch auf volle sechs Wochen ALG I bei Arbeitsunfähigkeit haben Sie wegen des kurzen Restanspruchs auf ALG I leider nicht mehr.

Für die Zeit, in der das Kranken-ALG bezahlt wird, ruht der Anspruch auf das Krankengeld der GKV nach § 49 Abs. 1 Nr. 3a SGB V. Die Zeit, in der das Krankengeld wegen des Kranken-ALG ruht, wird nach § 48 Abs. 2 SGB V auch auf die Leistungsdauer für das Krankengeld angerechnet, sodass danach kein voller 72-Wochen-Krankengeldanspruch bei der GKV mehr besteht.

Leider kann ich Ihnen keine positivere Antwort geben.

Mit freundlichen Grüßen

Gabriele Haeske, Rechtsanwältin


Rückfrage vom Fragesteller 28. April 2022 | 13:16

Sehr geehrte Frau Haeske,

herzlichen Dank für Ihre ausführliche Antwort.

Habe ich es richtig verstanden, dass ich nun wenige Tage Kranken-ALG erhalte und anschließend maximal (72 Wochen abzüglich dieser wenigen Tage) Krankengeld von der GKV erhalte?

Mit freundlichen Grüßen.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 28. April 2022 | 14:02

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

ja. Wobei ich mich vertippt habe. Es sind 78 Wochen Krankengeld und nicht nur 72 Wochen.

Mit freundlichen Grüßen

Gabriele Haeske, Rechtsanwältin

Bewertung des Fragestellers 28. April 2022 | 14:40

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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 28. April 2022
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