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Kundenbetrieb als regelmäßiege Arbeitsstätte

| 29.01.2013 00:42 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


In einem neu zu schließenden Arbeitsvertrag bin ich ausschließlich in Kundenbetrieben meines Arbeitgebers deutschlandweit mit eigenem PKW tätig.
Einer dieser Kundenbetriebe, in dem ich überwiegend und in einzelnen Zeitabschnitten tätig sein soll, wird als „regelmäßige Arbeitsstätte" benannt.
Für diese regelmäßige Arbeitsstätte erfolgt durch den AG keinerlei Aufwandsentschädigung (Unterkunft, Reisekosten, VMA).
Sitz des AG, Hauptwohnung des AN und Kundenbetrieb als regelmäßige Arbeitsstätte sind jeweils 250 bis 400 km voneinander entfernt.

Wie ist hier die Rechtslage?
Ist der Arbeitsvertrag rechtlich so anzuerkennen?
Auf welchen Grundlagen kann ich welche Kosten steuerlich geltend machen?

Vielen Dank voraus.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Im Rahmen des arbeitsrechtlichen Direktionsrecht kann Ihr Arbeitgeber bestimmen, wo sich Ihre "regelmäßige Arbeitsstätte" befindet bzw. zu welchen Kunden Sie fahren müssen. Allerdings müssten Sie eventuell noch nachverhandeln, damit Sie die Fahrtkosten und Verpflegungsmehraufwendungen von Ihrem Arbeitgeber erstattet bekommen bzw. arbeitsvertraglich festgelegt wird, dass Sie in den Räumen Ihres Arbeitgebers über keine regelmäßige Arbeitsstätte verfügen.
Steuerrechtlich ist die Lage etwas anders. Hier sieht es so aus, da Sie wohl als Außendienstmitarbeiter tätig werden. Ein Außendienstler hat im Büro seine regelmäßige Arbeitsstätte, wenn er dort

mindestens einen vollen Arbeitstag pro Woche zubringt und dort qualifizierte Arbeiten verrichtet oder

wenn er dort mindestens 20 Prozent seiner Arbeitszeit verbringt.
Falls dies nicht der Fall ist, haben Sie keine regelmäßige Arbeitsstätte.
Wenn Sie keine regelmäßige Arbeitsstätte in den Räumen Ihres Arbeitgebers haben, können Sie die Fahrtkosten von Ihrer Wohnung zu den Kunden in Höhe von 0,30 € pro Kilometer geltend machen und Verpflegungsmehraufwendungen von 6, 12 oder 24 Euro ansetzen, wenn Sie der Arbeitnehmer von zu Hause mindestens 8, 14 oder 24 Stunden abwesend sind.




Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Patrick Hermes, Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 29.01.2013 | 08:52

Sehr geehrter Herr Rechtsanwalt,
vielen Dank für Ihre Antwort.
Betrifft das auch die steuerliche Geltendmachung einer selbst angemieteten Unterkunft (Zimmer oder kleine möblierte Wohnung)?
Da man für voraussichtliche Zeiträume von 1 bis 6 Wochen kaum einen Mietvertrag bekommt, würde ich diese Unterkunft durchgehend (ganzjährig) anmieten wollen. Das wäre wohl immer noch preisgünstiger als kurzzeitige Hotelbuchungen, da ich die Kosten ja selbst tragen müsste.
Oder könnte ich damit Gefahr laufen, beim FA in eine doppelte Haushaltsführung zu geraten ?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 29.01.2013 | 14:07

Wenn Sie an dem Ort des Kunden oder des Arbeitgebers eine Wohnung für länger anmieten oder auch ein Zimmer in einer WG wird das Finanzamt von einer doppelten Haushaltsführung ausgehen, mit der Folge, dass Sie dann die Fahrtkosten und Verpflegungsmehraufwendungen nicht absetzen können, aber natürlich die Kosten der Wohnung.

Bewertung des Fragestellers 30.01.2013 | 07:26

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