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Kunde zahlt rechnung nicht, stattdessen will er mich verklagen


02.11.2006 08:11 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle



Sehr geehrte Anwälte,
ich bin EDV Betreuer (Nebengewerbe)und betreue seit Jahren eine Einzelfirma, die auch Hardware bei mir käuflich erwirbt. Vor ca. 1 Jahr kaufte das Unternehmen eine Fakturierungssoftware bei einem anderen Anbieter. Von uns kamen der Server und alle anderen Gerätschaften. Diese Software ist serverbasierend und wird nur durch Aufruf einer .exe Datei vom Server gestartet.
So nun zum Problem.
Auf einem Computer (an dem der Chef arbeitet) kommt es ab und zu beim Drucken zum Programmabsturz. Auf allen anderen Computern im Haus, an denen die Mitarbeiten den ganzen Tag nichts anderes machen als mit dieser Software zu arbeiten funktioniert es. Ich investierte ca. 40Std. und ein Kollege von mir ca. 15Std. ohne Berechnung um den Fehler zu finden. Leider fanden wir diesen nicht. Nebenbei fielen noch andere Arbeiten in dieser Firma an (z.B. Faxinstallation usw.). Genau diese Arbeit wurde in Rechnung gestellt. Und schon 2x gemahnt. Jetzt kam die Mahnung per Fax zurück, mit einem Kommentar des Kunden, dass er nicht in ein schwarzes Loch investieren würde, und solange die Software nicht läuft bezahlt er nichts und ich sollte mir jetzt einen Anwalt besorgen, denn dies hat er schon. Ich erklärte ihm, dass diese Rechnung nichts mit dem Programm zutun hat, und er sollte sich vielleicht nach einem Betreuer umsehen, der ihm den Fehler lösen kann. Es besteht kein Wartungsvertrag zw. dem Kunde und mir, dass mich verpflichtet ihn zu betreuen.
Meine Frage ist nun:
Hat er überhaupt eine Chance mich anzuschwärzen?
Bekomme ich mein Geld (Höre ca. 150 EUR) ?
Wie kann ich rechtlich vorgehen / muss ich überhaupt rechtlich vorgehen?

mfg

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Sehr geehrter Ratsuchender,


da die von Ihnen in Rechnung gestellten Arbeiten (Faxinstallation usw.) nichts mit der von Ihnen offenbar kostenlosen Fehlersuche zu tun hat, konnten und durften Sie diese in Rechnung stellen. Den Zeitaufwand der Fehlersuche hingegen nicht.

Ist eine ordnungsgemäße Rechnung gestellt worden (was ich derzeit unterstelle) und wird deren Erfüllung nun ernsthaft abgelehnt, bleibt Ihnen insoweit nichts anderes übrig, als diesen Rechnungsbetrag einschließlich 8 Prozentpunkte über Basiszinssatz (einen höheren Zinssatz müssten Sie nachweisen), dann mit gerichtlicher Hilfe geltend zu machen; auch können Sie die hier entstandenen Kosten -netto- geltend machen.

Es ist zwar möglich, dieses zunächst mit einem Mahnbescheid zu versuchen. Da aber nach Ihrer Schilderung davon auszugehen ist, dass Widerspruch eingelegt werden wird, sollten Sie gleich eine Klage erheben.

Ob sich dieses bei einen Gegenstandswert von ca. 150,00 EUR allerdings lohnt, wage ich zu bezweifeln, da Sie Gerichtskosten und (sofern Sie einen Anwalt beauftragen) auch dessen Kosten erst einmal vorauslagen müssen - letztendlich wird die Gegenseite bei einem erfolgreichen Verfahren dann die Kosten tragen müssen. Werden zwei Anwälte eingeschaltet, liegt das Kostenrisiko bei mindestens 249,00 EUR; sollte ggfs. noch ein Sachverständiger eingeschaltet werden, steigen die Kosten erheblich!

Zwar gehe ich nach der derzeitigen Darstellung von einem erfolgreichen Verfahrensausgang aus:

Da Sie die Software nicht geliefert haben, die Hardware nach Ihrer Schildung nicht mit einem Fehler behaftet ist, wird die Gegenseite keinerlei Ansprüche entgegensetzen können.

Diese hat auch keine Möglichkeit, Sie "anzuschwärzen"; sollte dieses trotzdem gemacht werden, sollten Sie dann mit anwaltlicher Hilfe auch über einen Unterlassungsanspruch nachdenken.

Aber das Kostenrisiko besteht natürlich, was ich nicht verhehlen will, da es möglich wäre, dass ein ggfs. vom Gericht bestellter Sachverständiger einen Fehler der Hardware feststellen könnte - dieses wird dann allein eine technische Frage sein.

Daher würde ich es mir an Ihrer Stelle genau überlegen, ob das Verfahren "allein aus Prinzip" dieses Kostenrisiko wert ist.


Führen Sie kein Verfahren, brauchen Sie nichts unternehmen.




Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle

Nachfrage vom Fragesteller 02.11.2006 | 09:44

Vielen Dank für Ihre schnelle Antwort.
Mir geht es in erster Linie nicht einmal um diesen Betrag, sondern eher darum, dass ich diesen Kunde eigentlich nach so einem "kindischem Verhalten" eigentlich gar nicht mehr als Kunde will.

Mir geht es eigentlich nur darum, wenn er mit Hilfe eines Anwalts kommen sollte, wie ich am Besten reagieren soll / muss ?
Ist es sinnvoll ihm das Ganze mit einem Anwaltsschreiben zu presentieren? Wenn ja, können Sie solch ein schreiben ausetzen, was kostet mich dies ?

Also im Prinzip widerstrebt mir eiegntlich jeglicher Kontakt zu diesem Kunde.

mfg

der ratsuchende

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 02.11.2006 | 09:57

Sehr geehrter Ratsuchender,


Sie sollten derzeit nicht reagieren, um unnötige Kosten zu vermeiden.

Erst, wenn er tatsächlich einen Anwalt einschaltet und Sie dann VOM Anwalt angeschrieben werden, sollten Sie reagieren und DANN einen Anwalt mit der Antwort beauftragen.

Die genaue Höhe der Kosten wird dann davon abhängen, was die Gegenseite fordert, kann also so nicht abschließend bestimmt werden.

Falls Sie aber trotzdem nun von sich aus als Erster dann tätig werden, müssten die Kosten vereinbart werden und liegen ca. in einer Größenordnung von 150,00 EUR.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle

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