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Kunde gibt bei Überweisung falsche Kontodaten an

27.07.2014 10:56 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Peter Eichhorn


Zusammenfassung: Erfüllung durch Überweisung

Ein Kunde hat von mir eine Rechnung erhalten, die er nicht bestreitet. Nachdem keine Zahlung innerhalb des Zahlungszieles erfolgt ist, wurde Ihm eine Mahnung zugestellt. Daraufhin kam er mit seinen Kontoauszug auf dem der Zahlbetrag tatsächlich gebucht ist. Nach Betrachtung des Kontoauszuges habe ich festgestellt, daß die Prüfziffer der Sepa Nummer, die Kontonummer und die Bankleitzahl falsch ist. Also alle 3 Nummern aus der sich die Sepa Nummer zusammen setzt sind falsch, das Geld kann also gar nicht ankommen. Der Kunde meint aber er habe ja bezahlt und möchte abwarten bis er sein Geld zurück bekommt und dann erst meine Rechnung zahlen. Ich bin jedoch nicht bereit nun abzuwarten zumal ich mit Zahlendrehern und falschen Kontonummern mit diesen Sepanummern inzwischen laufend konfrontiert werde und aus anderen Vorfällen wie hier kein Geld bekomme. Auch habe ich erlebt, daß solche Nachforschungen bis zu 8 Wochen dauern können, wobei 8 Wochen schon rum sind. Ich möchte nun folg. wissen:

Ist die Nachforschung veranlaßt durch den Kunden nun mein Problem, oder kann ich gegen den Kunden den Rechnungsbetrag trotzdem einfordern oder ein Mahnverfahren einleiten ?

Kann das Geld trotz Falschheit aller 3 Kontodaten trotzdem noch bei mir ankommen, was ich mir nicht vorstellen kann ?

Kann man sich legal mit der Eingabe falscher Kontodaten der Zahlung entziehen, in der Hoffnung daß es die falsche Kontonummer nicht wirklich gibt ?

Über eine kompetente Antwort würde ich mich sehr freuen.



Sehr geehrter Ratsuchender,

Ihre Fragen beantworte ich wie folgt.

Durch die Überweisung auf ein falsches und nicht Ihnen gehörendes Konto hat der Kunde den Rechnungsbetrag nicht beglichen (§ 362 Abs. 1 BGB).

Die Erfüllung der Geldschuld tritt erst mit der Gutschrift auf Ihrem Konto ein.

Die Falschüberweisung ist nicht Ihr Problem. Der Kunde kann sich seiner Pflicht zur Zahlung nicht mit dem Hinweis auf die Fehlüberweisung entziehen.
Der Kunde befindet sich auf Grund Ihrer Mahnung in Verzug. Sie können den Rechnungsbetrag einfordern, auch mit anwaltlicher Hilfe, oder auch gleich einen gerichtlichen Manhbescheid beantragen.

Bei falschen Ziffern kommt das Geld nicht automatisch bei Ihnen an. Der Kunde muss tätig werden.

Mit freundlichen Grüßen

Peter Eichhorn
Rechtsanwalt

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Ich bin immer noch der Meinung, dass es damals die passende Rechtsgrundlage gab, aber diese Detektivarbeit sprengt vielleicht diese Fragestellung. Das Drumrum war sehr hilfreich. Danke ...
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