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Kürzung der Miete


| 07.01.2006 12:45 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum



Ich habe seit 1994 eine Wohnung an eine Mieterin vermietet.
Bisher wurde die Miete einmal ( 1.8.2003) erhöht .
Jetzt hat die Mieterin Ihre Mietzahlung reduziert. Auf Rückfrage hat Sie das damit begründet daß ich keine Renovierungen wie z.B.
neue Fußböden , neue Türen , neues Bad etc. vorgenommen hätte.
Der Mietvertrag sieht vor daß Schönheitsreparaturen der Mieter vornimmt. Einen defekten Heißwasserboiler im Bad habe ich 1998 austauschen lassen, alte Heizkörperventile habe ich 2004 ausgetauscht. Bin ich zu mehr verpflichtet ?
Wie soll ich auf die Kürzung reagieren ?

Mit freundlichen Grüßen

Sehr geehrter Ratsuchender,

Ihre Anfrage darf ich auf Grundlage der mitgeteilten Informationen wie folgt beantworten:

Sofern die genannten Positionen "neue Fußböden, neue Türen, neues Bad etc." dahingehend zu verstehen sind, dass die Mieterin hier nicht durchgeführte Schönheitsreparaturen bemängelt, so ist eine deswegen erfolgte Miteminderung natürlich nicht möglich, wenn die Schönheitsreparaturen wirksam durch Mietvertrag auf die Mieterin abgewälzt wurden. Selbst wenn das nicht der Fall sein sollte, so ist die Mieterin nicht zu einer Mietminderung berechtigt, wenn Sie nicht zuvor die Durchführung dieser Arbeiten angemahnt hat.

Sollten hiermit jedoch Reparaturen von vorhandenen Mängeln gemeint sein, so ist die Mietminderung ebenfalls ausgeschlossen, wenn die Mieterin das Vorhandensein der Mängel nicht unverzüglich angezeigt hat. In diesem Fall verliert sie ihr Mietminderungsrecht.

Sie sollten die Mieterin unter Fristsetzung schriftlich auffordern, den Differenzbetrag zwischen gezahlter und geschuldeter Miete auszugleichen und für die Zukunft auffordern, die Miete wieder in ordnungsgemäßer Höhe zu zahlen.

Sollte die Mieterin dies nicht tun, so haben Sie spätestens dann, wenn sich der Mietrücksatand auf die Höhe zweier Monatsmieten aufsummiert, das Recht zur fristlosen Kündigung des Mietvertrages. Vielleicht weisen Sie die Mieterin in Ihrem Schreiben darauf hin und stellen in Aussicht, dass Sie von diesem Recht Gebrauch machen werden.

Der Vollständigkeit halber sei darauf hingewiesen, dass Sie Mietrückstände aber auch während des laufenden Mietverhältnisses z.B. durch gerichtlichen Mahnbescheid durchsetzen können. Außerdem steht Ihnen wegen der offenen Forderungen auch während des Mietverhältnisses das Vermieterpfandrecht zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Thomas J. Lauer
Rechtsanwalt
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