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Kürzung der Hecke


| 21.09.2008 13:55 |
Preis: ***,00 € |

Nachbarschaftsrecht



Zum meinem Ärgernis musste ich feststellen, dass ein Miteigentümer des Mehrparteienhauses nicht nur die zu seiner Wohnung (3 separate eingezäunzte und mit Hecke umfriedete Grundstücke) und die Hecke zwischen unseren Gründstücken,

sondern auch größtenteils die auf meinem Grund und zur Straßenseite hin gelegene Heck um ca. 40cm auf 140cm gekürzt hat.

Ferner wurde der Grünabfall auf meinem Grundstück belassen. Dies wurde von mehreren Parteien des Hauses beobachtet.

Ich habe deshalb Anzeige wegen Sachbeschädigung erstattet. An einer persönliche Klärung mit dem Nachbarn ist mir aufgrund der Vorgeschichte (er hat die Wohnungeigentümergemeinschaft - 1 gegen 7 - in der Vergangenheit mehrfach wegen Nichtigkeiten verklagt, und verloren) offen gestanden nicht mehr gelegen.

1. Ist es notwendig, nach Anzeigeerhebung noch einen RA mit der Angelenheit zu betrauen?

2. Welche weiteren Schritte können ggf. unternommen werden, um dem Nachbarn eindringlich darauf hinzuweisen, daß er in Zukunft derartige Aktionen zu unterlassen hat?

3. Kann ich den Grünabfall durch eine Firma beseitigen lassen und die Beseitigung von dem Nachbarn einfordern?

Mir liegt im Übrigen nichts an einer Entschädigung etc., obwohl ich mit dem Gedanken spiele, durch Kauf von 180cm hohen Heckenelementen (entsprechend teuer) den Sichtschutz wieder herzustellen, sondern an einer Respektierung meines Besitzes/Eigentums in Zukunft.
Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

auf Grund des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes beantworte ich Ihre Frage zusammenfassend wie folgt:

1.) Sofern Sie es auf der Anzeige wegen Sachbeschädigung beruhen lassen wollen und einer weiteren Rechtsverfolgung hinsichtlich einer Kostenerstattung bzw. Schadensersatzes nicht interessiert sind, ist die Hinzuziehung eines Rechtsanwaltes/einer Rechtsanwätin nicht zwingend erforderlich.

Sollten Sie jedoch tatsächlich weiterführende Ansprüche geltend machen wollen, sollten Sie zumindest für die rechtliche Begutachtung des zugrundeliegenden Sachverhaltes fachkundigen Rat einholen.

2.) Da es sich um eine Verletzung Ihres Eigentums handelt, sollten Sie Ihren Nachbarn schriftlich darauf hinweisen, dass es sich um eine Rechtsgutsverletzung zu Ihren Lasten handelte und ihn zur Unterlassung auffordern.

Sollten Sie den Unterlassungsansprüchen besonderen Nachdruck verleihen wollen, könnten Sie Ihren Nachbarn weiterhin auffordern, eine sog. "strafbewehrte Unterlassungserklärung" zu unterzeichen, welche ihm unter Androhung einer Geldzahlung verbietet, nochmals in der geschilderten Art und Weise auf Ihr Eigentum einzuwirken.

3.) Grundsätzlich könnten Sie die Beseitigungskosten für die durch den Nachbarn verursachte Verunreinigung ersetzt verlangen.

Jedoch tragen Sie in einem solchen Fall selbst eine sog. Schadensminderungspflicht. Dies bedeutet, dass Sie alles zu unterlassen haben, was den Schaden vertieft bzw. vergrößert und sich darum zu bemühen haben, dass der Schaden sich so gering wie möglich hält.

Je nach Ausmaß kann es also auch geboten erscheinen, dass eine Beseitigung kostengünstiger als durch eine Fachfirma durchgeführt wird. Ob dies im vorliegenden Fall angemessen ist, kann mangels Kenntnis der gesamten Umstände des Einzelfalles nicht abschließend beurteilt werden. Ich bitte diesbezüglich um Ihr Verständnis.

---

Abschließend möchte ich Sie darauf hinweisen, dass es sich bei dieser Antwort, basierend auf Ihren Angaben, lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes handelt. Diese kann eine umfassende Begutachtung nicht ersetzen. Durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen kann die rechtliche Beurteilung völlig anders ausfallen.

Ich hoffe Ihnen einen Überblick gegeben zu haben und stehe Ihnen gerne weiterführend, insbesondere im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion, zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Maik Elster
Rechtsanwalt
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