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Künftige Besteuerung meines PlugIn-Hybrid Dienstwagens für die nächsten beiden Jahre

| 25.11.2021 10:03 |
Preis: 63,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Sehr geehrte Damen und Herren,
- ich fahre seit einem Jahr einen damals förderfähigen PlugIn Hybrid Dienstwagen
- Ich bezahle pro Monat gemäß der noch aktuell gültigen Förderung pro Monat nur 0,5% Steuer des Brutto-Listenpreises statt 1% - so weit so gut.
- Mein Leasingvertrag läuft noch zwei Jahre, ich werde das Auto also bis zum Dezember 2023 fahren
- Die Steuerregelung für Dienst-PlugIn Hybride soll - so sagt der Koalitionsvertrag - nun an die elektrische Nutzung angepasst werden.

Meine Frage: Kann ich sicher sein, dass diese Neuregelung nur für in Zukunft neu zugelassene Plug in Hybride gilt? Anders formuliert: Wird sich an der Besteuerung meines aktuellen Dienstwagens in den zwei Jahren, die ich ihn noch fahre etwas ändern? Werde ich für meinen aktuellen Dienstwagen auch einen Nachweis der elektrisch gefahrenen Kilometer erbringen müssen?

Danke im Voraus für Ihre Unterstützung!

25.11.2021 | 10:53

Antwort

von


(379)
Alte Schmelze 16
65201 Wiesbaden
Tel: 0611-13753371
Web: http://deutschland-schulden.de
E-Mail:

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

Nach dem Erlass des BMF zur Nutzung eines betrieblichen Kraftfahrzeugs für private Fahrten, Fahrten zwischen
Wohnung und Betriebsstätte/erster Tätigkeitsstätte oder Fahrten nach § 9 Absatz 1 Satz 3 Nummer 4a Satz 3 EStG und Familienheimfahrten; Nutzung von Elektro- und Hybridelektrofahrzeugen, GZ IV C 6 - S 2177/19/10004 :008
IV C 5 - S 2334/19/10009 :003 vom 05.11.2021 gilt aktuell Folgendes:

Zitat:
Für die Anwendung des § 6 Absatz 1 Nummer 4 Satz 2 Nummer 2 und Satz 3 Nummer 2
EStG muss ein Hybridelektrofahrzeug, das nach dem 31. Dezember 2018 und vor dem
1. Januar 2022 angeschafft wurde,
die Voraussetzungen des § 3 Absatz 2 Nummer 1 oder 2
EmoG erfüllen. Für diese Fahrzeuge muss sich aus der Übereinstimmungsbescheinigung nach
Anhang IX der Richtlinie 2007/46/EG oder aus der Übereinstimmungsbescheinigung nach
Artikel 38 der Verordnung (EU) Nr. 168/2013 ergeben, dass das Fahrzeug:
1. eine Kohlendioxidemission von höchstens 50 Gramm je gefahrenen Kilometer hat oder
2. dessen Reichweite unter ausschließlicher Nutzung der elektrischen Antriebsmaschine
mindestens 40 Kilometer beträgt.
Die Erfüllung dieser Bedingungen kann durch das Führen eines E-Kennzeichens nachgewiesen werden. Soweit ein solches nicht vorhanden ist, kann der Nachweis auch durch Vorlage
der Übereinstimmungsbescheinigung nach Anhang IX der Richtlinie 2007/46/EG oder aus der
Übereinstimmungsbescheinigung nach Artikel 38 der Verordnung (EU) Nr. 168/2013 erbracht werden. Soweit in den Bescheinigungen verschiedene Werte ausgewiesen werden:
1. sind für Fahrzeuge, die nach dem 31. August 2018 erstmalig zugelassen wurden, grundsätzlich die WLTP1 Werte maßgeblich (CoC2 49. 4 und 49.5). Eine Ausnahme gilt nur
für auslaufende Modelle und Lagerfahrzeuge, die nicht nach WLTP zertifiziert werden
müssen. Für die Kohlendioxidemissionen ist hierbei auf die gewichteten kombinierten
WLTP Werte (COC 49.4) abzustellen und
2. wird für die elektrische Mindestreichweite der Wert „Elektrische Reichweite innerorts"
(EAER3 city gem. CoC 49.5.2) herangezogen.


Ich gehe davon aus, dass das Fahrzeug diese Kriterien selbstverständlich erfüllt (sonst hätte es ja gar keine Zulassung gehabt) und damit auch entsprechend unter die 0,5-% Regelung fällt. Weitere Voraussetzungen gibt es nicht, insbesondere wird nicht überprüft, wie viele Kilometer mit dem Elektroantrieb gefahren werden, schon technisch ist diese oft nicht möglich. Entsprechende Diskussionsvorschläge von Umweltverbänden und der Autolobby gibt es zwar viele, bewirken werden diese aber vorerst nichts. Auch wenn die rein elektrische Reichweite von 40km auf 60km angehoben wurde gilt dies nur für Neufahrzeuge, welche an dem 01.01.2022 erworben werden.

Eine Änderung dieser Regelung ist nicht zu erwarten und wäre auch aufgrund des verfassungsrechtlichen Rückwirkungsverbotes kaum durchsetzbar, zumindest nicht ohne entsprechende Entschädigung.

Sie können also auf die Regelung verlassen, eine Änderung ist auch mit der neuen Regierung für Altfälle nicht zu erwarten und wäre auch nicht durchsetzbar.

Ich hoffe damit Ihre Frage zufriedenstellend beantwortet zu haben und wünsche Ihnen noch einen schönen Tag.

Mit freundlichen Grüßen,
RA Fabian Fricke


Bewertung des Fragestellers 25.11.2021 | 11:06

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(379)

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