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Kündiung Schwangere während der Probezeit und bei einem befristeten Arbeitsvertrag

07.01.2014 15:14 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Zusammenfassung: Kündigung einer schwangeren Arbeitnehmerin in der Probezeit. Kündigungsverbot gemäß § 9 I MuSchG und die Ausnahmen des § 9 III MuSchG.

Unser Mitarbeiterin ist noch in der Probezeit und wir haben einen befristeten Arbeitsvertrag abgeschlossen. Nun hat sie mir eröffnet, dass sie schwanger sei.
Kann ich sie nun auch innerhalb der Probezeit mit der 14 Tage Regelung kündigen oder muss ich sie bis Auslaufen der Befristung im Arbeitsvertrag behalten.
Wir sind ein Kleinbetrieb und ich kann mir nicht eine zusätzliche Mitarbeiterin einstellen.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Gemäß § 9 I MuSchG (Mutterschutzgesetzes) ist die Kündigung einer Schwangeren bis 4 Monate nach der Entbindung unzulässig. Diese Vorschrift gilt für alle Arbeitsverträge. Unabhängig, ob die Arbeitnehmerin in der Probezeit ist oder nicht.

Besteht ein befristeter Vertrag endet der Kündigungsschutz mit Ende der Vertragslaufzeit. Ebenso endet der Kündigungsschutz, wenn im Arbeitsvertrag eine Probezeit vereinbart wurde und der Arbeitsvertrag mit Ablauf der Probezeit beendet sein soll (Befristung auf die Probezeit).

Ausnahmsweise kann gemäß § 9 III MuSchG einer Schwangeren mit behördlicher Zustimmung schriftlich und mit Begründung gekündigt werden. Voraussetzung ist das Vorliegen eines "besonderen Falles". Dieser ist dann gegeben, wenn ausnahmsweise die an sich vorrangigen Interessen der Schwangeren hinter die Interessen des Arbeitgebers zurücktreten können. Besondere Fälle sind beispielsweise: drohende Insolvenz, Betriebsschließungen oder Existenzgefährdungen für den Betrieb. Als Ausnahmetatbestand hat diese Vorschrift allerdings sehr hohe "Hürden" die bei der Begründung des Antrags auf Zustimmung zur Kündigung "überschritten" werden müssen. Zuständig für die Entscheidung sind für Ihr Bundesland die Gewerbeaufsichtsämter. Konkret das Gewerbeaufsichtsamt in dessen Bezirk Sie Ihr Unternehmen betreiben.

Im Ergebnis können Sie nicht mit einer Frist von 14 Tagen kündigen, sondern müssen die behördliche Zustimmung einholen.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Tim Droese, Rechtsanwalt

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