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Kündigungsverzicht, vorzeitiger Auszug, Nachmieter, Mietfortzahlungen

20.07.2010 10:28 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Sehr geehrte Damen und Herren,

eigentlich ist meine Frage nicht so wirklich schwierig, aber ich möchte es gerne aus rechtlicher Sicht kurz geklärt haben. Da dies für Sie wahrscheinlich sehr schnell zu beantworten ist, habe ich den Einsatz gering gehalten, lasse mich aber gerne eines besseren belehren.

Bitte erschrecken Sie nicht vor dem Text. Ist nur eine Voraberklärung. Die Fragen selber sind am Ende und kurz gehalten.

Wir haben einen unbefristeten Mietvertrag mit 3-jährigem Kündigungsverzicht in 04/2007 abgeschlossen. Wir haben nun im Juni 2010 zu Ende September 2010 gekündigt, was uns von Vermieterseite mit Bezug auf den Kündigungsverzicht zum 30.03.2010 bestätigt wurde. Soweit alles klar. Vermieter ist hier im Recht. Er hat jedoch geschrieben, dass er sich bemüht, früher einen Nachmieter zu finden. Telefonisch wurden wir sogar gefragt, ob wir nicht auch früher schon ausziehen, da in Köln erfahrungsgemäß die Wohnungen sehr schnell vermietet werden. Wir haben aber den 01.10. weiter aufrecht erhalten. Nur läuft es jetzt mehr schlecht als recht.

Am 10.07. wurde von Vermieterseite eine Anzeige geschaltet, die leider von den Daten her nicht ganz korrekt ist. Die potentiellen Nachmieter denken, dass sie eine Warmmiete von nur 735 Euro zahlen, in Wahrheit sind es aber fast 800 Euro. Sie gibt kalt 635 Euro an, NK 50 Euro, Heizung/Warmwasser 50 Euro, Heizung in NK enthalten : ja. Dies ist aber falsch. NK50 Euro steht auch in unserem Vertrag, aber dann kommt Kabel und Hausreinigung noch separat hinzu. Meines Erachtens müsste im Inserat die Gesamtsumme der NK drinstehen, also mindestens 80 Euro. 50 Euro Heizung/Warmwasser ist definitiv zu niedrig. Wir zahlen 100 Euro. Und es ist auch nicht in der Miete mit drin, sondern muß selber angemeldet werden, da Nachtspeicheröfen und Durchlauferhitzer. Entsprechend ist die Warmmiete 635+80 euro und die Heizkosten 100 Euro kommen extra, also ca 800 Euro. Aber darum geht es eigentlich nicht.

In der Zeit vom 11.07. bis heute waren 18 Interessenten in unserer Wohnung, zig haben eine Selbstauskunft übermittelt und von 3en weiß ich, dass sie zur Vertragsunterzeichnung dort waren. Aber aufgrund von Unstimmigkeiten ist es bei keinem zur Vertragsunterschrift gekommen. Wahrscheinlich aufgrund der fehlerhaften Angaben im Inserat sowie des Kündigungsverzichtes von 3 Jahren.
Heute teilt mir der Vermieter mit, dass er die Anzeige rausgenommen hat und sie erst wieder im September einstellen will. Da wir aber Anfang September bereits umziehen und dann auch leider noch der viel früher bereits gebuchte Urlaub ansteht, könnte es sein,d ass die Wohnung erst zum 18.09. wieder inseriert wird, was unseren Wunschtermin 01.10 in weite Ferne rücken läßt. Ich weiß, dass wir nun ab dem 01.08. eine immense Doppelbelastung durch unser Traumhaus und die Wohnungsmiete haben, haben wir uns selbst zuzuschreiben.

Aber hier nun meine Fragen:
-ist sein Bemühen, wie er in der Kündigungsbestätigung bekundet hat, damit erledigt? Nach nur 1 Woche Inserat und wir müssen es so hinnehmen?

-wir würden gerne die 6 Wochen, von jetzt bis Anfang September, weitersuchen, da dies unseren Termin 01.10. wahrscheinlicher macht, als ein Inserat Mitte September. Gerne werden wir dies auf unsere Kosten und Zeit machen und nur die Selbstauskünfte an den Vermieter weiterleiten, so dass er sich nur um Termine für den eventuellen Vertrag kümmern muß. Darf er das verbieten?

-Wenn wir zum 01.09. die Wohnung geräumt haben(ja, wir zahlen gewiß weiter die Miete), können wir dann dem Vermieter die Schlüssel geben, damit er die Besichtigungen selber durchführt(er will ja im September wieder inserieren). Oder müssen wir , da wir noch offiziell Mieter sind, immer anwesend sein? Wenn er sich selber um die Besichtigungen kümmern könnte, dann wäre ein Inserat Anfang September bereits möglich, andernfalls erst nach unserem Urlaub.


-Da wir die alte Wohnung in einem weißen Zustand übergeben müssen, werden wir auch noch Strom zahlen. Diesen Vertrag möchten wir Ende September kündigen, da wir dann definitiv nicht mehr in der Wohnung sind. Sind wir verpflichtet, die Wohnung im Oktober zu heizen oder kann das Anschalten der Heizkörper bei Bedarf auch der Vermieter selbst übernehmen? Die Stromkosten werden automatisch nach unserer Kündigung auf den Vermieter übergehen. Wir möchte, dass er die dann noch anfallenden Stromkosten(Nachtstromheizung) bei Bedarf der Heizung von unserer Kaution abzieht oder von mir aus separat in Rechnung stellt.
Allgemeinstrom wird eh über die Nebenkosten abgerechnet. Für Flur etc müssen wir weiterzahlen. In der Wohnung wird neben eventueller Heizung kein Strom mehr durch uns anfallen.

-Und ganz wichtig: Im Haus wird das Wasser über Sammelrechnung pro Kopf verteilt. Wir sind definitiv zum 30.09. NICHT mehr in diesem Haus. Ist die Wohnung zum 01.10 nicht neu vermietet, können wir vom Vermieter erwarten, dass er die Wasseruhr schon zum 30.09. abliest und die Pro-Kopf-Verteilung nur bis zum 30.09. auf uns mit berechnet? Ich fände es sehr unfair, dann noch Wasser zu bezahlen, welches definitiv nicht mehr von uns mit verbraucht wird.

Ich bedanke mich im Voraus um eine zügige Beantwortung, da ich gerne mit dem Vermieter die nächsten Tage zumindest über das Inserat weitersprechen möchte.

Vielen Dank.

Sehr geehrter Ratsuchender,

Ihre Fragen beantworte ich anhand Ihrer Sachverhaltsangaben und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes wie folgt.

Zu Ihrer 1. Frage:

Der Vermieter ist grundsätzlich überhaupt nicht verpflichtet, einen Nachmieter zu suchen, um Ihnen einen früheren Auszug zu ermöglichen. Insofern muss er sich auch nicht weiter darum bemühen, einen Nachmieter zu finden.

Zu Ihrer 2. Frage

Selbstverständlich dürfen Sie versuchen einen Nachmieter für die Wohnung zu finden. Sie müssen allerdings beachten, dass der Vermieter einen von Ihnen angebotenen Nachmieter unter Umständen auch ablehnen kann.

Außerdem erschließt sich aus dem Sachverhalt nicht, warum Sie einen Nachmieter suchen wollen, wenn Sie zum Ende September gekündigt haben und der Vermieter Ihnen dies auch bestätigt hat. Für das, was ab Oktober mit der Wohnung passiert, sind Sie grundsätzlich nicht mehr verantwortlich.

Zu Ihrer 3. Frage:

Sie können dem Vermieter auch vor dem Vertragsende bereits die Schlüssel übergeben und müssen dann selbstverständlich auch nicht mehr in der Wohnung anwesend sein.

Zu Ihrer 4. Frage

Da Sie den Mietvertrag zum Ende September gekündigt haben, sind Sie auch nicht verpflichtet, die Wohnung im Oktober zu heizen. Oder eventuelle Stromkosten hierfür zu zahlen. Da das Mietverhältnis dann beendet ist, sehe ich auch keine Grundlage, auf der Ihr Vermieter von Ihnen die Bezahlung der Stromkosten verlangen kann.
Zu Ihrer 5. Frage:

Da Sie nur bis zum 30.09.2010 Mieter der Wohnung sind, können Sie zu diesem Zeitpunkt eine Zwischenablesung verlangen und müssen auch nur bis zu diesem Zeitpunkt anteilig Wasserkosten bezahlen. Beachten Sie aber, dass Sie die Kosten einer eventuellen Zwischenablesung tragen müssen.

Sollten noch Unklarheit bestehen, nutzen Sie bitte die kostenlose Nachfragefunktion.

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Antwort einen Einblick in die Rechtslage verschafft zu haben und verbleibe

Nachfrage vom Fragesteller 20.07.2010 | 11:14

Bitte entschuldigen Sie, aber mein Absatz der Kündigungsbestätigung wurde mißverstanden. Sie haben die Kündigung zum Ende September nicht akzeptiert, sondern sich auf den gegenseitigen Kündigungsverzicht berufen und somit die Kündigung zum 30.03. bestätigt. Wir ziehen jedoch trotzdem schon im September um und werden die Miete bis zum Nachmieter tragen müssen. Wir sind deshalb sehr erpicht, schnellstmöglich jemanden zu finden.
Daher sind meine Fragen auch alle erst aufgekommen, da wir leider bis zum 30.03. zahlen müssen, sofern sich kein Nachmieter findet.

Vielen Dank dafür, dass sie vielleicht nochmal über die Fragen drüber schauen.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 20.07.2010 | 11:35

Sehr geehrter Fragesteller,

anhand Ihre Nachfrage nehme ich noch einmal wie folgt Stellung:

Zunächst einmal würde ich Ihnen empfehlen, prüfen zu lassen, ob Ihre Kündigung nicht doch zum 30.09.2010 wirksam ist. Dies würde jedoch den Umfang Ihrer Frage sprengen.

Im Grund bleibt es aber bei den Antworten, die ich Ihnen gegeben habe.

Bezüglich der Frage 4 ist einzuschränken, dass Sie unter den jetzt bekannten Umständenweiter die Wohnung - minimal - heizen müssen und auch die Kosten dafür zu tragen haben. Wenn Sie zu diesem Zeitpunkt die Schlüssel bereits übergeben haben, muss sich natürlich auch der Vermieter um das Ein- und Ausschalten der Heizung kümmern. Wenn nicht, sind Sie dafür verantwortlich.

Bezüglich der Zwischenablesung und den anderen Punkten bleibt es beim bereits gesagten.

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