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Kündigungsschutz Schwangerschaft kirchlicher Träger

| 11.06.2015 21:05 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Zusammenfassung: Bei einer Schwangerschaft besteht ein besonderes Kündigungsverbot nach § 9 MuSchG. Das Verbot gilt ab dem ersten Tag der Schwangerschaft und ist auch in der Probezeit zu beachten.

Ich befinde mich derzeit noch in der Probezeit mit einem befristeten Arbeitsvertrag (1 Jahr) und bin mittlerweile in der 7. Woche schwanger. Ich weiß, dass das Mutterschutzgesetz über das Arbeitsgesetz hinaus greift und Schwangere dementsprechend in der Probezeit nicht gekündigt bzw. entlassen werden dürfen. Nun arbeite ich aber bei einem caritativen Träger (Malteser gGmbH) und mit dem Kirchenrecht ist das ja immer so eine Sache. Da ich als Risikoschwangerschaft eingestuft bin, weiß ich nicht, ob ich dazu in der Lage sein werde, bis zum Beginn der Mutterschutzfrist zu arbeiten. Momentan ist aber alles gut.

Nun meine Frage: Wenn ich meinem Vorgesetzten mitteile, dass ich schwanger bin (ohne ihm mitzuteilen, dass ich evtl. später ein Beschäftigungsverbot erhalten könnte), kann er mich dann kündigen bzw. entlassen oder greift auch hier das Mutterschutzgesetz?

Vielen Dank vorab für Ihre Antwort
11.06.2015 | 21:51

Antwort

von


(81)
Bleidenstraße 2
60311 Frankfurt
Tel: 069-348742380
Web: http://kanzlei-franz.com
E-Mail:

Sehr geehrte Fragestellerin,

der besondere Kündigungsschutz des Mutterschutzgesetzes gilt in der Tat auch während der Probezeit.

Die maßgebliche Bestimmung ist § 9 Abs. 1 S. 1 MuSchG. Hierin bestimmt der Gesetzgeber:

"Die Kündigung gegenüber einer Frau während der Schwangerschaft und bis zum Ablauf von vier Monaten nach der Entbindung ist unzulässig, wenn dem Arbeitgeber zur Zeit der Kündigung die Schwangerschaft oder Entbindung bekannt war oder innerhalb zweier Wochen nach Zugang der Kündigung mitgeteilt wird".

Wie Sie dieser Bestimmung entnehmen können, gilt ein Kündigungsverbot ab dem ersten Tag der Schwangerschaft. Erforderlich ist es jedoch, dass Ihr Arbeitgeber auch tatsächlich von der Schwangerschaft weiß.

Auf den Punkt gebracht: Wenn Sie Ihrem Arbeitgeber die Schwangerschaft mitteilen, so darf er Ihnen nicht kündigen. Keine Rolle spielt es dabei, dass Ihr Arbeitgeber eine kirchliche Einrichtung ist. Derartige Arbeitgeber sind zwar von einigen Teilen des Arbeitsrechts befreit. Dies gilt jedoch nicht für das Kündigungsverbot nach § 9 MuSchG.


Ich hoffe sehr, Ihnen mit meiner Antwort geholfen zu haben. Bei Unklarheiten stehe ich für eine Nachfrage gerne zur Verfügung.


Mit freundlichen Grüßen
Christian D. Franz, Rechtsanwalt


Bewertung des Fragestellers 14.06.2015 | 12:10

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