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Kündigungsschreiben an Privatadresse?


20.12.2010 16:57 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Thomas Bohle



Ich habe mit heutigem Datum im Rahmen einer Probezeit schriftlich gekündigt.

Da ich aktuell meinen Resturlaub aus diesem Jahr genommen habe, werde ich nicht mehr an die Arbeitsstätte zurückkehren da mein Arbeitsverhältnis mit dem 3. Januar endet.

Das Kündigungsschreiben habe ich gestern aufgesetzt und habe es heute durch einen Boten bei der Chefin einwerfen lassen.

Der Bote hat das Schreiben gesehen und kann auch bezeugen, dass ich es in den Umschlag getan habe.

Nun hat der von mir beauftragte Bote den Brief heute Morgen um 7.25 Uhr bei meiner Chefin eingeworfen.
Der Bote hat mir gegenüber in einem entsprechenden kurzen Schreiben mitgeteilt, dass er um 7.25 Uhr das Schreiben in den dortigen Briefkasten geworfen hat. Dabei hat er die komplette Adresse aufgeführt und dieses Schreiben auch unterschrieben.

Nun stellt sich mir die Frage, ob ich alles richtig gemacht habe und somit die Kündigung als zugestellt gilt oder muss ich noch mit bösen Überraschungen rechnen.

Die Kündigung, wurde bei meiner Chefin zuhause eingeworfen.
Sie ist selbstständig und führt zwei kleine Betriebe. Mein Standort hat aktuell geschlossen, so das meine Kündigung dort in den nächsten Tagen nicht wahrgenommen wird. Daher habe ich die Kündigung in ihren privaten Briefkasten werfen lassen. Ist das in Ordnung?

Über eine kurze rechtliche Information zu dem Sachverhalt würde ich mich freuen.

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Sehr geehrter Ratsuchender,


nach Ihrer Sachverhaltsdarstellung haben Sie alles richtig gemacht. Denn zugegangen ist die Kündigung dann, wenn sie dergestalt in den Machtbereich des Adressaten gelangt ist, dass unter gewöhnlichen Umständen dessen Kenntnisnahme erwartet werden kann (LAG Berlin-Brandenburg, Urt.v. 11.06.2010, Az.: 6 Sa 747/10).

Sofern die Chefin auch alleinige Inhaberin des Betriebes ist, gilt sich auch als empfangsbevollmächtigt, zumal der Arbeitsort nicht mehr existent ist.

Allerdings wird nicht der heutige Tag mehr zu berücksichtigen sein, da davon auszugehen ist, dass um 7.25 uhr die Chefin schon aus dem Haus gewesen ist, so dass der Zugang erst ab Dienstag unterstellt werden kann.



Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt
Thomas Bohle
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