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Kündigungsfrist bei Minijob ohne Arbeitsvertrag


05.08.2005 13:36 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht



Ich arbeite seit 20 Mon. bei einem Reisebüro in der Postagentur. Wir sind insgsamt 5 Kräfte (Chefin, 2 Azubis und 3 400€ Kräfte).Eine Kollegin und ich sind nur für die Postagentur zuständig. Nun war meine Kollegin den ganzen Juli wegen Krankheit und Urlaub nicht da, schreibt sich aber trotzdem die Stunden auf. Im Klartext heißt das: die Post hatte 100 Std. im Juli auf - die ich alleine abgedeckt habe. Die Kollegin schreibt sich 24 Std. krankheit auf, die mit meinen Std. quasi gegen gerechnet werden. Ich meine das ist unfair, da ich ja die tatsächliche Stundenzahl geleistet habe und die Post nicht 124 Std. auf hatte. Meine Chefin gibt meiner Kollegin (was ihre Schwester ist) natürlich Recht.
Letztendlich mache ich die lange Nase und vor lauter Ärger habe ich die Kündigung ausgesprochen. Mein Wunsch ist es zum 15.09.05 zu kündigen. Ich habe aber keinen AV in der Hand, geht das auch schon eher? Wer ist im Recht?

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Sehr geehrte Ratsuchende,

natürlich haben Sie Recht, dass Sie auch tatsächlich die Zeit bezahlt bekommen müssen, die Sie gearbeitet haben, also 100 Stunden. Mit dem Anspruch Ihrer Kollegin auf Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall haben Sie nichts zu tun; das ist das Problem Ihrer Chefin. Keinesfalls darf aber die Kollegin dadurch bezahlt werden, dass Ihnen der Lohn gekürzt wird.

Auch ohne schriftlichen Arbeitsvertrag gilt für Sie die gesetzliche Kündigungsfrist von vier Wochen zum 15. oder zum Monatsende. Da Sie ab heute gerechnet keine vier Wochen zum Monatsende mehr einhalten können, ist Ihre nächste Kündigungsmöglichkeit zum 15.09. Es sei denn, Ihre bereits ausgesprochene Kündigung ist Ihrer Chefin bis zum 03.08. zugegangen; dann wirkt Sie noch zum 31.08.2005.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen.

Mit freundlichen Grüßen

Thomas J. Lauer
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 05.08.2005 | 22:42

Vielen Dank für Ihre schnelle Antwort. Eine Frage hätte ich dann doch noch. Kann ich wenn ich zum 15.09. kündige einfach zu meiner Chefin sagen ich komme nicht mehr arbeiten, weil sich ja die "Über"!Stunden mit Urlaub usw. bis auf 6 Stunden ausgleichen? Oder muss ich tatsächlich arbeiten gehen, wenn sie es wünscht? Habe ich daraus irgendwelche Nachteile wenn ich so vorgehe?(Das ich dann auf die Hälfte meines Geldes verzichte ist mir ja klar - und auf die 6 Std. Lohn evtl. auch). Sie können sich ja vorstellen, das das Arbeiten eine Qual wird, weil man mich ja zum Buhmann erklärt hat. Ist sie eigentlich auch verpflichtet mir ein Arbeitszeugnis auszustellen? Ich danke Ihnen für Ihre Bemühungen.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 05.08.2005 | 23:10

Sehr geehrte Ratsuchende,

ich muss Ihnen zwar mitteilen, dass es sich hierbei nicht um Nachfragen, sondern um gänzlich neue Fragen handelt, für die Ihr Einsatz von 15 EUR auch deutlich unterbemessen ist. Aber Ihre Fragen möchte ich Ihnen dennoch wie folgt beantworten:

Sie haben natürlich Anspruch darauf, dass Ihnen bis zum Ende der Kündigungsfrist Ihr Urlaub gewährt wird und können dies gegenüber Ihrer Arbeitgeberin so verlangen. Die Entscheidung trifft allerdings sie. Wenn sie Ihnen den Urlaub nicht gewährt, muss sie ihn abgelten (auszahlen). Wenn Sie einfach sagen: "Ich bin weg und nehme Urlaub", riskieren Sie dagegen wegen eigenmächtiger Selbstbeurlaubung zu guter Letzt noch eine fristlose Kündigung.

Einen Anspruch auf Zeugniserteilung haben Sie und können dies im Falle der Verweigerung auch mit absoluter Siegessicherheit beim Arbeitsericht einklagen. Sollte es diesbezüglich Probleme geben, stehe ich Ihnen selbstverständlich gerne zur Wahrnehmung Ihrer Interessen zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Thomas J. Lauer
Rechtsanwalt

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