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Kündigungsfrist bei Kündigung durch AN

10.10.2016 14:00 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Thomas Bohle


Hallo,

ich habe eine neue Stelle in Aussicht, und möchte meine Kündigungsfrist klären.

Status Quo: Bei der aktuellen Firma bin ich seit 01.02.2007 als Ingenieur beschäftigt. Ich hab einen AT-Vertrag mit 3 monatiger Kündigungsfrist zum Monatsende. Es gibt allerdings einen Zusatz im Vertrag, der meine Kündigungsfrist der des Arbeitgebers gleichstellt, wenn aufgrund der Betriebszugehörigkeit ein verlängerter Kündigungsschutz gilt. Wenn ich das richtig verstehe wären das aktuell genau diese 3 Monate.
Dazu kommt aber, dass ich mein Ingenieurstudium als Duales Studium bei der gleichen Firma absolviert habe (Beginn des Studium 01.03.2004). Ohne Unterbrechung ging dieses Studium direkt in das Arbeitsverhältnis als Ingenieur über.

Meine Frage: Zählt dieses Duale Studium zur Betriebszugehörigkeit dazu? Wenn ja wie lange ist dann meine Kündigungszeit die ich einhalten muss? Kann ich das irgendwie umgehen?

Danke und viele Grüße

Sehr geehrte Ratsuchende,



da Sie die Ausbildung im Unternehmen gemacht und danach übernommen worden sind, wird die Zeit dieses dualen Studiums bei der für die Kündigungsfristen maßgebliche Dauer der Betriebszugehörigkeit zugerechnt. Dieses hat das BAG schon in ähnlichen Fällen vor Jahren entschieden (BAG, Urt.v. 18.11.1999, Az.: 2 AZR 89/99), wird auch in Ihrem Fall also Anwendung finden.


Da dann nach Ihrer Sachverhaltsdarstellung das Arbeitsverhältnis zwölf Jahre und mehr bestanden hat, wird die Kündigungsfrist fünf Monate zum Ende eines Kalendermonats über § 622 BGB i.V.m. dem Arbeitsvertrag betragen.


Eine - einseitige - Umgehung wäre nicht möglich, so dass eine Einigung mit dem Arbeitgeber getroffen werden sollte - denn auch dieser kann kaum Interesse daran haben, einen abwanderungswilligen Arbeitnehmer gegen seinen Willen weiterbeschäftigen zu müssen.


Möglich wäre sonbst nur eine fristlose Kündigung bei Vorliegen eines wichtigen Grundes - allein der Wechselwunsch reicht aber nicht auch, die Kündigungsfrist nicht einhalten zu müssen; es müssten solch gravierende Gründe sein, die die Einhaltung der Kündigungsfrist unzumutbar machen, was so aber nicht erkennbar ist.



Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle, Oldenburg

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