Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.463
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Kündigungsfrist Untermiete ohne Vertrag


| 29.12.2006 12:08 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Ingo Bordasch



Guten Tag,
am 11.3.2005 bin ich als Untermieter in eine möblierte Wohnung eingezogen. Der Vertrag endete am 15.7.2005. Danach wurde lediglich mündlich vereinbart, dass ich in der Wohnung wohnen bleiben darf.
Nun möchte ich das Mietverhältnis kündigen.

1) Welche Kündigungsfrist muss ich hierzu einhalten? (Im abgelaufenen Mietvertrag war eine 3-Monats-Frist vereinbart).
2) Kann ich die Kündigungsfrist verkürzen, indem ich einen Nachmieter suche?

Hinweis: Es handelt sich um eine eigenständige, möblierte Wohnung (und nicht nur um ein möbliertes Zimmer in einer Wohnung). Der Hauptmieter ist vorübergehend in eine andere Stadt gezogen.

Vielen Dank für Ihre Hilfe und freundliche Grüße!
Sehr geehrter Fragesteller,

in Anbetracht Ihrer Angaben gehe ich davon aus, dass es sich bei dem Mietvertrag vom 11.3.2005 bis zum 15.7.2005 um einen befristeten Mietvertrag gehandelt hat, der im Anschluss daran in einen unbefristeten überführt wurde.

1.)
Ist keine Kündigungsfrist vereinbart, gilt die gesetzliche nach § 573c BGB. Danach kann der Mieter mit einer Frist von 3 Monaten zum Monatsende kündigen. Die Kündigung muß bis zum 3. Werktag eines Kalendermonats dem Vermieter zugehen.

Hinweis zur Fristberechnung:
Auch der Samstag ist grundsätzlich ein Werktag. Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofes vom 27.04.2005 (Az.: VIII ZR 206/04) gilt dies auch dann, wenn der Samstag der dritte Werktag im Monat - und somit der für den fristgemäßen Zugang der Kündigung entscheidende Tag - ist.

2.)
Gibt es keine vertragliche Vereinbarung hinsichtlich der Stellung eines Nachmieters ist der Vermieter grundsätzlich nicht verpflichtet eine kürzere Kündigungsfrist zu aktzeptieren.

Die Rechtssprechung hat jedoch einige Ausnahmen entwickelt nach denen der Vermieter trotz fehlender Nachmieterklausel diesen aktzeptieren muss.

- der Mieter muss aus beruflichen Gründen in eine andere Stadt ziehen
- der Mieter muss aus gesundheitlichen Gründen umziehen
- die Wohnung wird aufgrund von Nachwuchs/Heirat zu klein

Dies gilt allerdings nur dann, wenn der Nachmieter auch geeignet ist.

Ich hoffe, mit der Beantwortung Ihrer Anfrage, weitergeholfen zu haben.
Für Rückfragen nutzen Sie bitte die Möglichkeit der kostenlosen Nachfrage.

Mit freundlichen Grüßen

Ingo Bordasch
Rechtsanwalt

Tel.: 030 - 293 646 75
Fax.: 030 - 293 646 76
Bewertung des Fragestellers |


Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Die Beantwortung hat meine Erwartungen übertroffen. Danke! "